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LSeſchichte ‚Friedrich Wilhelms IL. eo enthalten.
Zuͤllichau und Freyſtadt | in ber. Darnmannfchen Vadbandlaus | hd Ö 5 a
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Diefen lezten WBaud:der Wraubenburgifhen Gefchichtewill ich Weber mit ſtillen Wuͤnſchen ffar eine ſreumdliche Aufnahme · ins Publikum
ddesieiten; als ihn mit fruchtloſen Worten uns beſchelden ampreſen Die jipeite Abtheilung wurde aus Gruͤnden, die nur den, Verleger und- :Befafkes, angehen, früßee ‘ als die erſte
Abtheilung gedrukt, und zu einer Zeit ausge⸗ | arbeitet, wo es noch nicht Das Anfehen hatte,
als oh aus der großen Voͤlkerbe wegung weiter
nichts, als neue Formen von Feſſeln hervorge⸗ |
hen würden, Die Kriegsthaten der unbeſtaͤn⸗
digen Marion, welche die Extreme lieht und
jezt ihren Vorzug in Erfindung neuer "Pre
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anje di bie Ausfihioeifungen d der Revolution bem
immerwaͤhrenden Abſcheu der Nachwelt ge⸗
z weißt. . Unangenehme Abhaltungen verzögere!
‚ten bie Vollendung der erften Abteilung, und die herannahende Meſſe goͤnnte mir diejenige
Seicfeiſt nicht, melche ich den Schilderungen |
‚der legten Begebenheiten ‚unter - Friedtich IL when zu koͤnnen wuͤnſchte. Moͤge dieſer Kr
ſo unvollendet ee auchtſein mies; Dirkuft
u z "Gefichestunbe bei manchem Sefer verſtaͤr⸗
ken ‚nr eineryirgliche Unterhaltung gewaͤh ·
ren, und ihn die Augenblitfe, Die er Bien 5 derwendet et, via aan Inden fe. a
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Gorsfessung
| u J ber, oo. _ nu 2 Befchichte des Könige Friedrich KL. des Großen und Einzigen. oe J F
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- ! * X Erſte Abtheilung. “ HBeeslauer Frieden Juni 1743 bis jum \ m Breslauer Frieden Juni 1743 DIS 'z bauch des weiten Schleſiſchen Krieges Auguſt 1744. BE or
N I...
Ir die Stürme des erften Schleſtſchen Kriegeb, |
welcher durch den Breslauer Vertrag vom 11 Zu
y742 , und durch die Unterzeichnung des — Friedens zu Berlin den 28 Juli ſeine — Ends | ſchaft erreichte, folgten zwei Jahre der uns Er in welchen Friedrich zeigte, daß ihm vn | a. — nicht Zwek, Heldenruhm nicht Ziel feiner W ef * fondern nur, durch Noth herbeigefuͤhrtes Mitte fe feinen Ländern Sicherheit und Wohlſtand zu ver ſchaffen. Er wendete nun alle Kräfte feines wi umfaffenden Geiſtes an, fich den weit (hönern au | eineb Vaters des Vaterlandes zu erwerben, IN u
J Spurer eined 18monatlichen — nee Die Thaͤtigkeit, womlt er alte -frieblid, kan
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Sonst Geſch⸗ SET * J
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5 und Känfle in Aufnahme zu bringen und ihren Flor ,
zu erbdhen fuchte,. war bepunderungswärdig, und entwikkelte fein großes Genie immer mehr- Seine naͤchſte Aufmerkfamkeit war auf Schlefien gerich⸗
‚ter, aus welchem er Vortheile zog, die Oeſtreichs
Herrſcher nie geahnet hatten, und welches dabei von
24 —
dem Drukke nichts fuͤhlte, den ihm die Satrapen unter der vorigen Regierung verurfachten. . Frie⸗ drich erließ den Städten nad Dörfern alle ruͤkſtaͤn⸗ digen Gefälle, verfchafte den Arbeitsloſen Verdienſt bei’'m Feſtungsbau, verforgte die unvermoͤgenden
Krieger ,. ſchenkte den Bauern Vieh zum. Pflügen, und Samen für - die Zelder,, ſchoß deu Bürgern Geld zu ihren Gewerben und neuen Anlagen vor,
belebte alle’, was die alte faumfelige Regierung ere
ſchlaft oder der Krieg ertödter hatte, mit neuer Kraft - "And rief durch Tolerauz⸗Edikte die verfeheuchten Ka⸗ |
tholiken, und die verfolgten Sekten wieder (in ihre ‚Heimath. Die Kammern und Negierungs : Kolles gien wurben ganz nach der Geſtalt der übrigen Preus
ßiſchen Statökörper umgeformt, und ihre Mitglies - der fchärfer, als ehemals, beobachtet. Kaum hatte ſich Friedrich von den Beſchwerlichkeiten des "Seldguges im Juli etwas zu Berlin erholt ,- kaum
‚die Auguſtreiſe nach den Bildern zu Spaa zur
Stärkung feiner Geſundheit geendigt, ſo eilte er im
September 1742 ſchon wieder nach Bres lau, von wo aus er unter'm 27 ‚Sept. an den Geheimehs
rath Zordan alfo ſchrieb: „Meine Schleſiſche
„Reife, auf der ich unendlich viel Arbeit gefunden -. „habe,
1}
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habe,” wird bald vorbei" ſein. Ich .habe-in
acht Tagen mehr. Befchäfte abgemacht,
„als Die Kommiſſionen bes Hanſes Oeſte reich in acht Jahren, und. beinahe. alles. iſt
„mir gluͤklich von Statten gegangen., Su meinem
jrKopfe: find. jezt weiter nichts als Rechnungen und
Hahlen; aber bei meiner Zuruͤkkunft werde ic) das zalles herausichafien, um etwas Beſſeres hinein gu
wöhntichen Vorrechte, 3. B. Freiheit. vom: Militaͤr⸗
dienſte, und legte 2 Hauptmeſſen daſelbſt an, wos
son er die Fruͤhlingsmeſſe im fahre 1743 und 1744
mit einem. großen Gefolge felber befuchte,. um ia
durch den’ Zufluß vom Fremden: anfehnlicher zu machen und alle bemerkten Hinderniſſe ſogleich zu
heben. Seine oftere Anweſenheit in dieſer neuen Pro⸗
vinz hob fi ebald aus dem Verfall zu einer Hoͤhe, aus
„vriugen. Er erklaͤrte Breslau zur dritten feis ner Hauptſtaͤdte, bewilligte iht als ſolcher die gen
welcher jezt erſt das Erzhans ven ganzen Umfang
feines Verluſtes inne wurde Außer den angefuͤhr⸗ ren Reifen nach Schieflen, kam er noch jaͤhrlich im Spaͤtſommer dur Beſichtigung der Truppen datipz wie er denn’im Jahre 1743 die erfie Schlefi Ihe
Muſterung bei Hundsfeld hielt, und dan über
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die Gebirgögegenden zur Unterfuchung des dort bluͤ⸗ \
jenden Haudels nad) Berlin zuruͤkkehrte.
Doch Aber der Sorge für Schlefien vernachlaſ⸗ v figte er die alten‘ ‚Provinzen feineöweged. Im - -
Jahre 1743 richtete er ‘den. Gang der Regierungs⸗
vechate „die Art der jaͤhrlichen Rechnangeabe
‚a 2). m nahe
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Rx ⸗ — .” . N t - J ⸗ J z N . Buy 5 4 u
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J _ oo nahme;, der Unterfuchung ' ber Miniſter n Depärtes
ments, die Zeit
und Ordnung der mülitaͤriſchen
7° ebungen fo beftimmt und ſo genau ein, daß jeber«
manu in Zufanft Zur geſchehen würde.
wußte, wann dies, wann. jened Dieſem Plane blieb Friedrich
" Jebenslang treu, und keine Lanne, Fein Zufall, feine.
I perfönliche Ruͤkſicht machte dariu eine Uenderung. - Fruͤhzeitig bemerkte er die Gebrechen der Gerechtig⸗ |
| Zeitöpfleges: Er ſchafte die peinliche Frage ab, gebot die Beſchleunigung der Prozeſſe, und
befahl dem Min gung eines Entwurfs zur Berbefferung der Juſtig. Diefer meldete ſchon 1743 in einem ausfuͤhrlichen
“ “
_ Berichte, daß die.
waljzet würde, weil Junge ‚‚ unerfahrne und unwiſ⸗
ifter ‚von Evcceii die. Verferti⸗
Juſtiz darum nicht zwelmäßig ver⸗
fende Praͤſtdenten und Raͤthe, die unter ber vorigen Kegierung ihre Stellen gekauft hätten, in den Ges
richtshoͤfen ſaͤßen
zum Theil | feine oder ſchlechte *
| Beſoldungen härten, daher nur auf's Sportelmachen u und auf Nebenkommiſſionen bedacht waͤren, die ohne *Ordnung zuſammengeflikten Roͤmiſchen, durch neuere
widerſprechende Edikte in Konfuſion gebrachten Ge⸗
und wegen unterlaßner ‚gjähriger Viſitation in feiner Furcht gehalten würden; hierzu
kaͤme, daß ſich ſelten ein
ſezze verdrehten,
Fahiger Juriſt zum Advoka⸗
⸗
ten gebrauchen ließe, weil jeder wegen der abſchrek⸗
kenden Advokaten
tracht des ſchwarzen Mantels und Halstuchs, lieber ein ander Fach erwaͤhle, und alſo
”
nur arme und untaugliche Leute als Advokaten das
| Boll aufs Blut
!. —4
ausſaugten. Anſtellung gelehrter | oo. Leute,
4 | 3 — | ’ " z N oo. l . N { . Leute, Ethdhung der 'Wefolbungen, Verfaſſung eines Landrechtes in deutſcher Sprache, ſtreuge, von 3 zu 3 Führen umternorimene Wifitationen ber Jus ſtizhoͤſe, und Zufaffung ausgezeichneter Männer zur "wofatıtr. nebſt Abſchaffuug der beſpotteten Kleis dung — Vieh: waren die Mittel, melde er vors ſchlug, von denen einige ohne Bedenken angenomb men, andre wegen des bald einbrechenden Krieges, imb wetjen der Schwierigkeiten, welche der Juſtize miniſter von Arnim, ein Feind aller Neuerungen. dagegen erregle, bis auf beffere Zeiten · austzeſezt wurden: "Eine, enthuſiaſtiſche Berehrumg- ehüehe ſich Friedrich beim ganzen Volke dadurch, daß er mie dem nenen Jahre 1744] dffemlich vererdnete vaß jeder feitie / Beſchretden und Klagen, ſeine Bits. ten und Geſuche eigenhandig bei ihm anbringen nnd der genaueſten Erwgung derſelben verftichert ſein ‚Tonne, Hat es gleich nicht an Tadlern dieſer Maß regel beſonders unter denen/ die Fin gutes Gewiſſen hatten, gefehlt, fo iſt es doch gewiß, daß ſich Friedrich gerade hierdürch als Regent ehrwuͤtrdig, „abs Vater des Landeß wohlthatig, und den Kabaleuſchudeit furchtbar gemacht hat. Seine uuparteilſche Gerech⸗· igkeitstiebe ohme-Räffche auf die Perſon bewies er ſchon jezt in mehrern großen und Heinen Zügen. & ließ er 1744 durch Trommefdjlagiin ganz. Berlin vertünbigen, daß Niemand dem Kammerhrrru von Poͤplnihz, for beliebt ſich vieſer Manirduip fine mannigfalrige Taleme ſonſt zu machen wußte „ wo. gen -feiner, Verſchwonbung etwas weiter“: * J
X
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ER De — Hler Ne Phllnitz Waragf in einen ſcherthaften > Briefe. worſtellte, doß dies Adstrommeln um 30
Vahre zu ſpaͤt kaͤme, weil es damals fuͤr ihn vaan Nuzzen haͤtte ſein komen, und. daß ber Koͤnig ih N uawar beſtrafen, ‚aber, nicht, verderben moͤchten ſo ante Vortete er ihm: Das Trommeln waͤre um der arnmen Vaterthauen /.nicht um ſeinetwillen geſchehen; denn . er ſei nicht- mehr zu hegern. Fo SEN J Geis Hauptaugenmerk ging dahin, den im aͤndi⸗ GSen Kunſtfleiß zu. welken, „und dad. zirkulirende Se im, Lande zu behalten. In dieſer Abſicht ſuchte Ff die érzeugn ſſe des Dodens zu. vergehren, Die” Werarbeipungen: benfelben. zu befdrdern, den auswaͤt⸗
Hgen Produkten moͤglichſt den Gingang zu / verſchlie⸗
Fen, alle Geldausftuͤſſe ſo, viel er Topurte,, ju ver⸗ AMopfan, ma die iuländifhen Handelögefchäfte ge erleichtera. Der größe Planenſche Kanal ‚ward ge⸗
Walt, oum die Elbe· und Havel näher zu verbins Ben Der Hafen zur Stettin wurde aufgeraͤumt, — ——— MD era geſpreugt, um oin hequgmape- Landſtraße grerhalten. Dajwiele raiche Juͤrglinge von Gehurt
ds Varurdgen im Auslande vqrſchwendeten und
> eine Frucht ihrer Reiſen, als Thorheiten, in den
Mita zuruͤkbrachten, ſo verbot Friedrich
Meilen in freude Siegen bei Werluft: alles „Haba
0 :Gatequ. elme.ihefonhre Erlaubniß. Ginanzipe
Aulat m nahn adm dheis Market: ein,welches er do⸗
2 Dad aniseftügten Def Auſtalten · zur Bidung uyd
aupiounttzrchte aonug im dende vorhanden PA \
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Er felber. ging ‚weit dem Beiſpiel einer weiſen
Eparfamfeit,, die von Geiz weit entfernt war, vors Yan; und fchen ih dem Furzen. Zeiträume von 2 Fahz ven. hatte er ſeine Keeren Kaffen wieder fo gefühlt, daß er.einen neuen Feldzug ans feinen Mitteln fühz ren fonnte, und dazu weder fremder Subfidien, noch beichwerlicher. Anleihen bedurfte. Und denuoch hatte er jedes Regiment um ein. Drittheil derſtoͤrkt, 6 neue Kavallerie » Regimenter in Schlefien errich« zet, und ſein Heer, das bei'm Tode feined Vater 1740. aus 76000 Mann beftand , hierdurch ſo vers wmiehrt, daß. er 2744 bereitd über 120,000 Streiter ins Feld ſtelhe, und doch noch Maunſchaft zu eini⸗ gen Garniſonen uͤbrig hatte, Er ließ es ſich ejfrigſt angelegen ſein, dieſem Heere, auf welchem die Sicherheit ſeines Stats ruhte, jede nur erreichbare Vollkommenheit zu geben, Er übte es nicht bloß in ben, mechaniichen Handgriffen ;. nahm ichs bloß die _ neuen Mandver, die er an den Oeſtreichern, vor⸗ nämlich bei den leichten Truppen bemerkt.hatte, mis gorlichtiger. Nachahmung an, fondern prüfte auch den Werftand und die Geſchiklichkeit feiner Officiere. Hierzu mußten die Kompagniechefs, Oberſien uud
Benerale ſchriftliche Diöpofifionen entwerfen, wad
ihm zur Beurtheilung vorlegen. , Die Wahrheit die⸗ ſer Angabe beweiſet ein Brief, welchen er unter'm- ‚ 32. Juli 1743 an den befannten Helden, damaligen . Oberſten Bieten, ſchrieb, worin es unter andern
heißt: „Ich Habe die von euch und den ſaͤmmtli⸗
wären Rutweiſtern eures Regiments über eine zu ’ oe, omachen⸗
—
4
. Verfonen des Mniglichen Hauſes, die Vermaͤhlun⸗
\ , “ . \ ”.
L) ’ 7
' matende Partie gefertigten Disgoffitonen‘ erhald ten, und bin mit: ‚felbigen fehr wohl zufrieden! . wiewohl ich, unter ſolchen, eure und die des Ritt
/peiſters Oſtrowski fuͤr die allerbeſten, gefunden
babe.” Dieb geiget zugleich, um dies beilaͤufig
zu erinnern, wie grundlos das gemeine Vorurtheil
“ fei, als ob Zieten nur Degenhauer und. Benuszer des Gluͤks geweſen ſei, aber Feine Fähigkeit gehabt babe, regelmäßige Dipofitionen zu duichdenken und aufzuſchreiben.
Wenn Friedrich II. ſeinem Vater in der
—E bei der Haushaltung und in der Liebe zum
Miilitaͤr ähnlich war, fo wich er doch in Abſicht auf anſtaͤndige Pracht und ferne Vergnügungen ganz vom . ihm Ab, - Bei aller Sparſamkeit, die ein König ger wiß nie mit mehr Einficht und Nachdenken beobach⸗ tete, als er, hielt er es doch fuͤr erlaubt, ſeiner
- Würde für angemeſſen, und ſelbſt für Pflicht, um he Hof einen gewiffen Glanz zu verbreiten, und
zu Zeiten koſtbare Fefte zu veranftalten, Dies that er vorzüglich in den erfien Jahren feiner Regierung,
wo YTeine Jugend und fein natürlicher Hang zur
FIroͤhlichkeit ihn mehr, als im Alter, dafär ſtimm⸗
ten. Er liebte und bereitete auögefuchte Ergdzlich⸗ keiten aber auch aus Grundfaz ‚ um den Künftlern - and Arbeitern Verdienit su verfchaffen,, den Geld⸗
‚ undlauf zu befdrdern, und nicht todte Geldmaſſen geizig bloß in Gewoͤlben zu verfehließen. Die Ges
burts, Namens =-und andre ausgezeichnete Tage det
gen nn j „
u — Sg. on | gen des Bonigfichen Brubers Anguft Wilhelm am 6. Jan. 1742, und der Schweſter Ebuiſe Uls . rife mit dem Schwediſchen Thronerben Adolf Friedrich am 17 Juli 1744 wurden mit pracht⸗ vollen Gaſtmaͤlern, Opern, Komödien, Konzerten, Redouten, Feuerwerken und dergleichen, gefelert ſo daß der Berliner Hof damals jeden andern an der Menge und dem’ geſchmakvollen Reize der Luſtbar⸗ keiten Äbertraf, : Schr bebentende Summen vers wandte Friedrich auf’ das Opernhaus ,; ‚welches um diefe Zeit vollendet wurde, und auf die Opern felber,, . Er verſchrieb Taͤnzer aud Frankreich, Sänger and Ralieir, "Wirtuofen” aus eineni und ‚dem‘ ander Rande - von ‚beiden bWeſchlechtern, ‚und‘ bezahlte ſie kdniglich⸗ obgleich inicht verſchwenderiſch. Bo viel Wohlgefallen, ſelbſt Leidenſchaft für‘ dieſe Lrten des Vergnuͤgens er danials bewies,‘ ſo vergaß er doch in Feiner Abſicht, daß er König war: "Einer Graͤnzdſiſchen Taͤnzerin, die ungeheutt Shape zu verſchlingen gedachte, antwortete er: daß er jezt nicht mehr ungebunden bloß für Sinrienbeluftigung 1 zahlen koͤnnte; als Priuz dabe ek von dem Seinigen - gegeben, als König Ihre’ weiter nichts, "als de Schazmeiſter feines Volkes. Ein andermäl Hatte, u ſich? der Balletmeiſter Potier auf eine ſo unbeſon⸗ nene, grobe und beleidizende Art betragen, daß ihn - Friebrich wegiagen mußte, Mit ihm fand eine. Demoifelle Roland, 'eine bewunderungswürbige Tanzerin in ſolche⸗ Beeren) 3 daß fie ebenfalls weg⸗ J
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| | | u — / Ip . — | * wegging. Der Kdnig haͤtte kin ‚Gh gefchent; fie syrüfzubehalten; aber. um. ihretwilien den Potier zu dulden, ſchien ihm ein zu koſtbares Opfer, wid ſeiner Würde, zu unanfländig. Er ließ alſo beide ziehen, ‚.und ſchrieb einen eignen Aufſaz hier⸗ hper fuͤr die Berliner Zeitungen, worin er unter andern Kat: „man konnte den Beſiz ‚einer: der größten
¶Tanjerinnen von Europa nicht anders wieder er⸗
„laufen, man müßte ſich denn zu gleicher Zeit mit „ben allerärgften Thoren, und dem allergroͤbſten Weſellen,-den Terpfi chore. jemals in ihrer- Noble qsebabt,hät, beläftigen.« 1.23 ift, alfo. fein Geld.chug Suſaz⸗ „und, Feine Roſe ghne Dornen.“ Und on yrdan ſchrieb er am 205Ang. 1743 deswegen: * Es ig mir, ſehr lieh, daß ich den Phantaſten le8 bin‘, , und. Tehr, unlieb, >. ‚Raß, die Roland mit ihm gie eht;. oͤndeß werden wir auch ohne Potiers und Rofandg I leben und ung, um nichts weniger diver⸗ ꝓtiren⸗· -Bon jeher baute er gem; er beftimmte ‚ große Suigmen für die Verzierung und Verbefferung der ‚Königlichen Gebäude, bie Rechnung des Sommers 1742 betrug Allein meht elf, und à Tonne Goldes, Noch | in eben.dem Jahre ſezte gr sine befondse, Bou⸗ kommiſſit ion, nieder, Er _nesfapdngzie; den Thiepgar⸗ ten, legte eine koftbarg Folanfrie zu Charlottenburg an, richtete eine Plan > und Kartenkammer ein, kaufte fuͤr einen hohen Preis die Verlaſſeuſchaft des beruͤhmten und gelehrten Kardinals Poligu ag
an Alterthuͤmern . Bildſaͤuley, Vaſen, Geraͤchen,
die von Paris nach Charloitenburg geſchaft wurden, pflanz⸗
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\ anpe:®) Zeigenbäume- und Weinſtitto ſcherzte amd philofophirte mit. feinen Freunden, und hulvigte der erniten Gelehrſamkeit durch die; Wiederherftels . lung der Afademie der Wiffenfchaften 1743... .. ‚Daß ‚viele Reifen geboͤrte ebenfalls zu, feinen Dergnügungen. Im Februar 1744.58, warerig, - -- Soetsdam, bald darauf zu Rheinsberg, weh + Agh feiner - Sugendfcenen. erinnerte, und welches er “ im Juni feinem Bruder Heinrich fihenkte; im März reilete er nach, Breslau „ im Mei nach Pyr⸗ mpnt, im Juli feierte er die Schwediſche Hochzeit, and. im Auguſt begann er den. eiften Marfch zum
AS .er. ſich im Babe ‚zu Pormont befand, flard
her lezte Fuͤrſt von Ofifriesland, Karl Edzard in, . feinem. 27ſten Jahre, am 5. Mai,. welcher ihm ein wohlgelegenes Erhe .eröfnete, Friedrich machte bie Rechte, die fein. Großvater ‚durch Die Baiferliche Anwartſchaft auf dies Land 1694 Kefommen hatte, . fogleich dadurch geltend, daß er 28 durch feine Trupg ° yen am..ı. Juni im Beflz nahm, und. fi an alle .
. Einmgndungen und Pröfsflationen. der. Dannoveras .
ner, nicht. kehrte, welche fie zu Folge einer einfeis
tig. errichteten, Erbverbruͤderung mit. einem Dftfries
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.: 72,90 tug er dem Gehejmenrathe Jordan im Aug. u 15 Sorten tragbare Feigenbäume, wenige -
7 fig zu 400 Grüf, uhd'z0o Weinflöffe, Die im aten Jahre Ttauwer haben konuten, von Marfeille koanuen ne laſſen. |
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2 giſchen glei von abge bei den Banständen and beiim Reichshofrath dagegen erhoben. Sta | drich ließ ſich huldigen und behauptete feiuci
Def. . — So feft und entſcheidend feine Daßregei | in. politiſchen Dingen waren, ſo ſchwaukend zeigte er ſich ſchon jezt und immer in einigen Stuͤtken ſeines Verhaltens in religibſen Sachen. Zwar der Srubl fo}. einer‘ allgemeinen Duldung war bil ihm ausge⸗ macht; ‘über ſein Betragen gegen einzelne Perfünen war und blieb ungleich. Im Fahre 1742 machte der Verlinifche Prediger? Fuhrnranen durch Hall gung frommer Hausverfammlungen Adfs \ —* Friedrich ließ ihm Dies ſtreuge —E— ‚und nahm fein Verbot nicht zuruͤk, üngeächtet Fuhr⸗ mann “die Unfehäblichkeit, ja die Nüzlichfeit dieſer Berfammlungen wenigſtens nach feinen’ Ideen be. wies. Im folgenden Jahre veranſtaltete ein’ gemeik meier Zimmetmann ſolche Betſtunden und Zuſammen⸗ Fünfte, wo Handwerksleute und Goldaten Kuͤſter⸗ und Pridigerrollen ſpielten. Der Miniſter Kappe , verbot dles Unternehmen um deſto mehr, '4’ges meine, unwiſſende Leute groͤßern unfug treiben konnten, als· wenn ein wirklicher Prediger die Ans dacht leitete, ». Ganz unerwartet ſchuͤzte Friedrich den Zimmermann gegen den Miniſter, und gegen fein eignes vorjaͤhriges Benehmen, mit der Aeuße⸗ sung:. wÿfern er nichts ‚thut wider die ru und
| gen Sitten, ſollen ſie ihn. wachen — w
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— 18 —
Bei allen dieſen Veſchaftigungen und Frenden
Bit ‚Sriedrich feinen Blik feſt und fcharf auf, Die großen Ungelggenheiten. Europen’&- hingerichtet.
Seit feinem Abgange von dem Bunde wider Oeſt⸗ reich hatte der Krieg fortgedaniert und eine .für
Dentſchlands Freiheit bedenkliche Wertung, genoms . wen. Marie Therefie fiegte, und. mit ihrem Siäfte, |
Kieg Ihr Stolz und ihre Unverföhnlichkeit,. erweiter⸗ ten ſich ihre Plane und Entwuͤrfe. Eine große
Feanzdfifche Armee, die im Herzen VBohmeng
ſtand, ward bis auf 8000 Mann, die ſich durch die Flucht retteten, zertruͤmmert, der Kaiſer Karl VII.
ſeiner Erbſtaten beraubt, kaum daß er zu Frankfurt mitten unter feindlichen Heeren durch Engliſche
Großmuth eine prefäre Freiſtaͤtte erhielt; das verg
einigte Englifch « Deftreichiiche Heer fehlug die Frans
zofen im Junj 1743 bei Dettingen. außs Haupt,
und jagte ſie endlich uͤber den Rhein; die Truppen
des Kalſers erklaͤrten ſich für-neutral, und „fein eig⸗
ner Brüder der Kurfuͤrſt von Kdiln, trat son Brite. tifchem Gelbe geblendet zu feinen Feinden über, .- Marie Therefie wollte num den Kaifer, wel⸗
chen Deutſchlands Kurfürften einmuͤthig gewäple
hatten, entthronen, ihrem Gemahl, einem fremden ' Prinzen, der keinen Fuß breit Kand im Deutſchen
Meiche'befaß', die Kaiferfrone aufſezzen, "die Deuts
ſchen Fuͤrſten zu ihren Vafallen erniedrigen, dem J Könige Frie drich Schleſien wieder entreigen, El⸗
ſaß und Lothringen erobern, und Neapel und Siei⸗ lien an ihr Haus bringen, Friedtich/ welcher — das
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' W —W En — - 14 — — J vad ia des Reichsoberhauptes fe e er⸗ halten, die Würde und Freiheit: der Deutſchen Se ſten verwahren, umd feinen Einfluß in Die: Euto päifchen Statshaͤndel geltend machen wollte, wem dete alle mögliche friedliche Mittel an, um den 'ger faͤhrlichen Abſichten Oeſtreichs entgegen zu arbeiten. EEr ließ es an keinen freundlichen Ermahnungen, an keinen nachdruͤklichen Vorſtellungen fehlen, und ei laaubte ſich, wie er in feinen Schriften ſelber bekennt, ſogar etwas Großſprecherei. Als! aber: dies alle vergeblich war, "fo machte er ſchon jezt einen Ents - wurf , den er erſt am Ende feines Lebens jur: Wirk⸗ lichkeit bringen kounte; er gedachte einen Deutſchen Fuͤrſtenbund zu ſtiften. Unter dem Vorwande ſeine Schweſtern, die Markgraͤfinnen von Anfpach und Bareut, zu beſuchen, reiſete er im September * 1743 in's Reich, ging bis Hohen-Oettingen, und ſtelkte ſich, als wenn er aus bloßer⸗Neugierde die Ueberreſte des aiſerlich⸗ baierſchen Heeres be⸗ ſehen wollte; eigentlich aber, um den kaiſerlichen Kelbeunſchai von Sekkendorf zu ſprechen, und "die Mittel, wie man eine Vereinigung zu Gunſten „bes Kaiſers errichten möchte, zu verabreden. In⸗ *deffen er fand bei denen Fuͤrſten, an die er ſich wandte, wenig Gehör; einge waren To ſchwaͤrme⸗ riſche Anhaͤnger von Oeſtreich, daß fie ſich ihm zu Liebe felber zu Grunde gerichter hätten; Andre fürchteten ſich vor der Uebermacht der Marie Thes | reſie, die eben auf dem Gipfel des Gluͤkkes ſtand, noch Andre wollten ihren Beiprirt nur für Geld ’ . ” ver⸗
.
. « . “ “. J y — 15 — _ verkaufen; aber ber Kaifer hatte Fein Vermoͤgen, und Frankreich Feine Luft, es zu verſchenken. Auf die Art fcheiterse Friedrich's patriotiſcher Plan, . und dies bewoz ihn zu dem Ausrufe: Keim Gelb, Teine Deutſchen Fürften. Zwei andre Verfuche zu Errichtung eines Fuͤrſtenbundes ſchlugen gleichfalls fehl; und Zaedrich mußte nun kriegerifche
Maßregeln ergreifen. Außer den obigen Veranlaſ⸗
ſungen vermochte ihn hierzu die Ruͤkſicht auf ſeine eigne Sicherheit. Marie Thereſie konute den Verluſt Scleſi en’ hicht verſchmerzen. Einſt be⸗ klagte ſie ſich gegen ihren Bundesgenoſſen, den Kös nig von England, hierüber, „Madam, fchrieb ihe „Seorgeil. zum Trofte zuräf, Vas Nehmen „ſchmekt gut, aber das Wiedergeben „muB auch fein.” Friedrich hatte dem Brief,
worin diefe Worte ftanden, felber gu leſen Gelegeu⸗ FB
heit gehabt. Im September 1743 ſchloſſen Oeſt⸗ reich, England und Sardinien zu Worms einen Vertrag, welcher die Abſicht hatte, die Pragmas tiſche Sanktion zu vertheidigen, folglich Schle⸗ fien dem Deftreichifchen Haufe wieder zugumenden, In einer befondern Artikel wurden fogar die’ Mittel beſtimmt, deren man ſich zur Ausfuͤhrung dieſes Vorhabens bedienen wollte. Noch deutlicher vers rieth Marie Thereſie ihr Vorhaben, Schleſien zuruͤk zufordern „ in demjenigen Buͤndniſſe, welches fie mit Sachſen abſchloß, und woran England ebenfalls. den eifrigſten Antheil nahm. Die gehei⸗ men Artikel wurden zu Warſchan verabredet
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ſeitigen Gewäßrleiftung aller derer Länder und Herr⸗
wirklich befaͤßen, oder Kraft. aller von 21703
bis 739 geſchloßnen Traktaten beſiz⸗ |
genfollten. Da nun Deftreich im Jahre 1739 noch
im Beſiz von Schfefien war ‚ fo enthielt diefer Urs
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‚titel eine Art von Kriegserklaͤrung wider. den Koͤnig
und nnterſchrieben. Im L2ten Artikel hieß es aude druͤklich, daß. ſich die. Verbündeten zu einer wechfele
ſchaften verpflichteten, die fie gegenwärtig entweder
Friedrich ,\ welches auch Überhaupt aus dem ganzen
Benehmen dys Königs George JI. fichtbar war.
Nach dem 1742 bei'm Bregslauer Sriedensfchluffe
eingegangen Werbindlichkeiten hätte ‘Georg Il: wie er buchſtaͤblich verſprochen Hatte, dem Kdnige von Preußen alle Buͤndniſſe, die er knuͤpfen würde,
ohne Ruͤkhalt anzeigen ſollen. Er huͤtete fich. aber gar fehr, von dem eben gemeldeten etwas bekannt zumachen. Man entdekte jeboch das Geheimniß ‘den Holldndern, um fie zur Xheilnehmung an dem Plane zu bewegen. Durch fie erfuhr Friedrich den Inhalt alles deſſen, was man: gegen ihn im Stillen angefponnen hatte, Immer gewohnt, den Seinden zuvorzukommen, und nicht za warten, bis
Unterdröffungs » Plane wieder zur Reife gediehen waren, beſchloß er, auf's neue zu den Waffen zu
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“greifen, ° Der von allen Seiten gebrängte Kaifer .
Karl VIE beſtuͤrmte ihn zugleich mit feinen Bitten. um.thätige Huͤlfe. Frjed rich ſchloß fich wieder
näher an Frankreich an, und verband ſich durch
eine beſondre Union zu Frankfurt am Main,
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den. 39. Mat 1744 mit dem Kaiſer, mi dem mu fuͤrſten von der Pfalz und mir dem Könige vom Schweden jn ‚feiner Eigenſchaft als Landgraf von ‚Seffen » Raffel ı. zum Kriege“ wider Defireich- Fr ankre, i ch unterſchrieb. zwar dieſen Traktat nicht namentlich, aber indgehrim hatte es felbigen ernſt⸗
lich betrieben, ſich Auch‘ zur, Zahlung, anfehnlicher . =
Huͤlfsgelder an Baiern, Pfalz und Heſſen, anhei⸗ ſchig gemacht, und. die Folge lehrte, daß es mit Preußen; über. die Eroͤfnung und Angrifsart des Krieges : gegenfeitig einverftanden war. Dieſem Vertrage follen, wie wenigſtens Preußens Feinde behaupteten,.- einige geheime Artikel, welche dabs > was wird und dafür? beftimmten, beigefügt worden fein. Der Wiener Hof. machte in der dolge einen | ſolchen Artikel bekannt, nach welchen Friedrich im Fall eines glüktichen Ausganges, den Rönigss graͤzer, PBunzlauer ung Leitmerizzer Kreis von Böhmen, in fo weit felbige vom rechten Elbufer umſchloſſen werden, nebſt der Dersfchaft Pardubiz und der Stadt Kollin am linfen Ufer erhalten, der Kaifer aber das übrige ‚Königs ‚reic) Böhmen, fo wie ganz Ob eroͤ ſtre ich bes kommen ſollte. Jedoch beide Fuͤrſten erklaͤrten mit feierlichem Ernſt dieſen Artikel für erdichtet und un⸗ sergefchoben, Es kann fein, daB nichts‘ Schriftli⸗ ches hieräber aufge ſezt worden iſt. Daß hingegen Friedrich ſeine Siatskraͤte nicht umſonſt aufopfern und ſich das ‚genannte Land zwifchen-Schfeften uud Sachſen zueignen wollte, iſt hoͤchſt wahrſcheiulich - Saint ©. Geſch. 6. Thl. 1. Ford (8). denn
— 7 8 — —
y dem beleent es Pe in feinen Sintenfaßnen Were | Pen, daß er dem Feldmaiſchall von Sekkendorf, welcher vor Schließung der Frankfurter Union als kaiſerlicher Unterhaͤndler zu Berlin. die Preußiſche Huͤlfe nachſuchte, unter andern auch folgende Bes dingung vorgelegt habe: „Boͤhmen maß von den
„Staten der Königin Marie Thereſie getrennt wer⸗
„den; und-der König von Preußen fol die 3 am „Schleſien - zunächft liegenden Kreiſe befommeeni. “_ Nachdem daß Srankfurter Buͤndniß vbl⸗ Tg zu Stande gebracht war, fo blieb Friedr ichs Eutſehluß zum Kriege unerfehätterlih. Er hätte äh weder raſch, noch-leichtfinnig, fondern erft nach dem Mislingen aller friedlichen Mittel, und nad) der ſorgfaͤttigſten Erwaͤgung aller Gründe für ımd - ‚ wider bie Sache gefaßt. Seine. eignen Minifter waren ſaͤmmtlich dagegen, und thaten alles, was ‚fie vermochten, um ihn vom feinem Eriegerifchen Worhaben abzubringen. Sie führten ihm zu Ges muͤthe: daß der, welcher fich wohl befünbe, feine Lage nicht verlaſſen ſollte; daß es ein böfer pofitis » fiber Grundſa; wäre,’ Krieg zu führen, um Krieg gu vermeiden; und daß man alles vom ber wohls thaͤtigen Zeit erwarten muͤßte. Sriedrich antwortete Ahnen: daß diefe nicht verwerflichen Gedanken ihre Einfihränfung Härten ; dap die Furchtſamkeit fie ver: Blende; daß es unvorficptig fei, einem Falle zu einer- Zeit nicht zuvorzukommen, wo man noch Gelegen⸗ Weit Härte, ſich Dagegen zu, fihern; daß er wohl ir „ wie er durch den Fra feinen Stat, feine‘ | Uns
—
— 29 —
unterchayen nd feine. Def. ben . ——9 fie! Gefahren ausſezze; daß abar die gegenwärtige Zage Deuiſchlandes einen entſcheidenden Eutſchluß werlange, und daß in ſolchen Faͤllen bie fihlechteflg Vartie, die' man wählen-tönne, die fei, ger: feiug zu ergreifen. . Hiernut noch "wicht zufrieden⸗ ua um aud). dem leifeften Verdachte der Uebereilung zu⸗ emtgehen, arbeitete er einen beſondern, ziemlich weitlaͤuftigen Aufſaz für feine Miniſter aus, worin er die Einwendungen derſelben Schritt vor Schritt beleuchtete „und widerlegte, und dan mit fiegens ‚ dem Nathdruk feine Gegengründe in’s Licht ſtellte. Das Refultat davon blieb: ‚Krieg; die Miniſte flimmten endlich bei, und alle Vorbereitungen um _ - nahen Zeldzuge- wurden mit Cifer betrieben. Die Hauptmadji der Deftreicher ſtand Damals jenſeit des Rheins im Elſaß und trieb Fraukreich ſehr ins Ge⸗ draͤnge. Fried rich hielt dieſen Zeitpunkt zu einem Angrifskriege für den begnensften ‚ tobald vie Franzoſen eine ‚träftige und lebhafte Mitvirkung zeigten. Er ſchikte daher im Unfange‘ des Auguſts den Grafen. Schmerrau, einen eben fo feinen Beſchaͤftsmann als erfahrnen Feldherrn, an den König Ludwig XV. nach Met, und ließ ihm Die be⸗ Eirmmte Nachricht geben; daß ein Preußifches Here. von 100,000 Man am ı7ten Auguſt in's Feld räße ten, Böhmen anfallen, und dadurch wahrfcheintich bie Deftreicher wieder über den Rhein ziehen würde, Eine anfehnliche Sranzdfifche Armee muͤſſe were dee Defen, ifmen auf dem * nacprätien, fi en
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B ‚haben und gewiß entfcheivend gewefen fein,
. on, au 20 Ä — | Br * Vatern hin vrrfelgen; ud verbinden; ji ſih
mit aller Macht aufdie Preußen zu flürgen. Ins gleich ſolle ein andres Frauzoſiſches Heer in Weſtfa⸗ ken eindringen. - Wäte- diefe.von Frankreich uͤber⸗
nommene Berbinplichkeit; gehörig erfuͤlt worden, (6 _
wuͤtde dieſer Feldzug greße Folgen hernorgebtacu Aber uur Frie drich hielt xuultüich Bor; feine. Buns :
. deögenoffen taͤuſchten BE
Bweiter Sdleſiſcher Keieg vom Au guſt 1744 bis Ende 1745.
— in Böhmen. Ruͤkzug nach
u u Schlefien. 17a. | E "Da- es Feraiee Grundſaz war, immet
als der erſte im Felde zw erſcheinen, und angrifs⸗
| Weile zu verfahren, fo Fam er auch jest den Feinden
Zuvor; Thon am Ende Juli ſezte er ſein wohlgeruͤ⸗ ſtetes Heer in Bewegung, und im Auguſt war es im vollen Marfche gegen Böhmen begriffen. Die Hauptmacht von Socco Mann ruͤkte in 3 Abthei⸗
. fungen nad) Prag; ‚die. eine führte der Kdnig ſelbſt
Surch Sachſen am linken Elbufer; die zweite der Erbprinz Leopold von Deſſau durch bie Lauſiz und die dritte der Feldmarſchall Schwerin aus Schleſien dutch, Braunau. Der alte Fuͤrſt von Deſſau mußte mit 17009 Mann das Kurfürftenthum
Brandenburg , und der General Marwiz mit 22000 |
Mann Oberſchleſien beiten. ‚Bad Kelonuen nah⸗
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men Des durch Eochlen, wahes war meh ber ‚Marie Thereſie ins Vertheidigungshumde ſtand, i⸗ doch für ſich felber keinen Krieg führen, und gegen Preußen nicht: als Feind anftreten wollte, Bermöge . der Reichsberfaſſung mußte die, Erlaubniß zum: Durchzuge vorher gehbrig nachgefucht werden. Friedrich, der fich zu den Säcfifchen Miniſtern ichte Gutes verſahe, traf feine Auftalten fo, daß Abm ‚ber verlangte Durchmarfch nicht, verweigert werden konnte. Seine Truppen betraten den Saͤch⸗ ſiſchen Boden zu eben der Zeit, als der Oberſte von Winterfeld mit dem kaiſerlichen RequifitignssSchreis = ben in Dresden anlangte. Der Kurfürft von Sache fen, zugleich Abpig von Polen, war eben in War⸗ -khon, Seine Minifter wollten den Preußen den Zug durch Sachſen's Mitte nicht geſtatten. Die Statsmaͤnner zu Dresden nlurrteg „ die Guͤnſtlinge zu Warſchau tobten, die Rathgeber Georg's II. zu London erſtaunten, ſich überliftet zu fehen, die Gro⸗ Sen in Wien zitterten: und Friedrich? — ließ ſich durch nichts in Verfolgung ſeines Plans irre machen; er marſchirte gerade zu auf Pirna, wo die Magdeburgifchen Regimenter über Leipzig zu ihm fließen... Ganz Sachſen gerieth in Bewegung; man zog die Truppen eiligſt zuſammen, man beſſerte die Waͤlle von Dresden aus. Ohnmaͤchtige und zu ſpaͤte
RKaͤſtungen. Am Ende erlaubte man, was mag .- abzufchlagen keine Kraft hatte. Die Miniſter, 8Fn
welche zum Trozze zu ſchwach, und zur Freunde Füofebegrugung u ‚gerblender waren/ gaben am
Eude
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"gone : ger ee her, Uehen Sa zut Aeberfahrt, und lirßrn die mit Provlaui beladne Preußiſche Flotte durch Dresden fahren. Zur Dei ‚ Tung des aͤnßern Scheins, als ob fie doch Herren, die gebieten koͤnnten / waͤren, beſtunden ſie hartnaͤk⸗ g auf Kleimigkeiren , welche Friedrich fächelud zu⸗ — gab. ‚Die Sächfifche Beſazzung in Dredden wurde. verdoppelt die Thore blieben geſchloſfen and kein | Preußiſcher Offlcier durfte in die Hauptſtadt binein⸗ gehen. Friedrich haͤtte Sachſen, von welchem er
_ ul Grunde nahe geindſeligkeiten befuͤrchten mußte, mg Tagen erobern Tonnen; aber fein Weg führte {on weiter, er bezahlte alles mit baarem Gelde, hielt die beſte Mannszucht, und ſtard am iz. Auguft a * — Grenzen. Ein Manijſeſt ging ihm borans⸗ es — den _ Einwehnert die Befpaffenheit des Fraukfurter Bun⸗ bes; gebot ihnen,” die erſt im vorigen Fahre der
Marie Therefle gehuldigt harten, den Kaiſer Karl
"VE. als ihren Regenten zu ehren, und ermahnte fie, wichts gegen deffen Bundesgenoffen, die Preußen, zu unternehmen, die bloß aus Liebe für Kaiſer und - Meidy die Baffen ergriffen hätten und für fich nichts fnchten. Der Kdnig hatte. bei feiner Kolonne den - Dberfien Zieten mir den Leibhuſaren. Diefen ſchikte er voraus, um Ihm Bahn zu machen. Boͤh⸗ men war von Truppen entblöft, nur einzelne Neue terſchwadronen befanden_fich mehr der Rundfchaft, als der Gegenwehr wegen darin. Sieben ſtleß uf feine andern deinde, als af bas Kavallerie Res
Sn. 1} j \ f
—— Br vr Wegicnen ved Efergasy, weihehei >} nwermae⸗ set, fü ſtuͤrczend, fo wüshend anfiel, daß es beinahe gänzlich aufgerieben wurde, - Ein geringer Umſtand
entflammte den Much der Zietenſchen Hnſaren biß zum alles wagenben Enthufiasmus. Die Efterhaygs ſchen Saͤbeltaſchen glänzten prächtig in die Augen; einige Preußiſche Huſaren bebienten ſich derſelben zuiit aus Scherz; ; bald verwandelte ſich der En jn den ernſthafteſten Ehrgeiz; jeder Huſar hielt ſich für beſchimpft, „ der. nicht mit einem ſolchen Ehren⸗ gichen: praugen kounte. Diefe Eitelkeit fpornte on jeden zus fühnften Tapferkeit; zulezt hatte ber größte _ Theil vom Zietenſchen Regimente eine Eſterhazyſche Saͤhbeltaſche au der Seite. Zieten's Muth erntete die erſten Lorbeeren dieſes glorreichen Krieges, und errang ihm, der por wenig Jahren als Major in den .erfien Schleſiſchen Krieg gezogen war, nach einem Monatt des zweiten die Wäre eines Genen salmajrs,. Friedrich traf am 2. Sept. mit allen chen Sungey der großen Armee ungehindert bei Prag ein. Die Eröberung. diefex befeftigten Hauptſtadt war das naͤchſte Ziel feiner Unternehmungen. Zum . ernftlichen Augriffe fehlte es aber. noch am ſchweren Gefchäzze , welches nebſt den Lebensmitteln erfl yon Leitmeriz herbeigefebaft werden ‚mußte, wozu 8 Tage erfordert wurden. Als wer Wiener Hof z
größter Beſtuͤrzung ‚den Preußifchen Einfall in Boͤ men erfuhr, ſo befehligte er feinen in Baiern ſtehen ⸗ Piss
den Geuersl Banianı mit allen vorrätbigen Er
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- Bra \ ie änserjägfi naͤch SVohmen zuei ai, ui zu dekken, was noch zu delken fein moͤchte. Ba⸗ thiany vollzog dieſen ‚Befehl mit Socyelligteſe und Einſicht. Er führte fein ‚Korps von 20000
ı’ f)
- Mann ſo eilig und ſo geſchikt herbei, daß er bereit
—
um Ende Auguſt i in der Gegend von Rakoniz und
Beraun, einige Meilen von Prag entfernt, Raub.
Er ‚warf Jooo. Mann gelbte Soldatenin Prag, fhifte 12000 Mann Landmiliz baztı, und empfahl dem Vefehlshaber General Harſch die moͤglichſte Anfttengung zur Gegenwehr. Leztrer ließ es daran nicht fehlen. Taͤguch arbeiteten 6000 Menſchen an den Feſtungswerken; und ſowohl hier als in ‚allen
dſtreichiſchen Staten wurden Bußtage gefeiert, und
die Strafgerichte des Himmels uͤber die kezzeriſchen
. Preußen in andaͤchtigem Eifer herabgebetet. Unter⸗
deſſen ſchitte Friedrich den General H aake in der,
‚größten Stille mit 5 Bataillonen und 600 Huſaren
ab, um Bathiany's großes Magazin - zu Des raun wegzunehmen. Aber das Geheimniß war verraihen „und der Feind auf die Ankunft. der Preus . Ben gefaßt, Haake kam num felbft i in die gefaͤht⸗
. ichfte Rage. Er hatte die Verauner Bruͤkke übers
ſchritten und ſchon ein Stadtthor geſprengt, als er plözlich. zwei unverhaͤltnißmaͤßig ſtarke Haufen Reus
terei rechts und links heranfprengen fahe, um ihn
in die Mitte zu nehmen; er rettete ſich noch zu reche - ter Zeit auf eine nahe liegende Anhöhe, bildete ein
Vierek, trieb die feindlichen Meurer nebft einem
Samatuie Ungrifen Bußvolt«s ab, und zog ſich | ' ehrem _
>, | Be chrendoll, bach unberrichteter. Sathe in's Hanyu
lager zuröl. Bathiany ſchafte hiesauf eiligſt J ſeine Magazine von Beraun weiter hinterwaͤrts nach
Hilfen, worin ihn die Prenßdu nicht ſtorten.
Friedrich rechnete es ſich in der Folge zu einen großen Fehler an,” daß’ er dies alles ruhig gefchehen ließ; er hätte, wie er nachher bald benierkte, mit
-
aller Macht gegen Beraun räßten, das Bathianyſche
Korpo aus Pilfen vertreiben, und ſich feiner.
Mogezine bemächtigen follen ; dadurch hätte er den
Deſtreichern allen Unterhalt entzogen, ihrer großen Armee unter dem Prinzen Karl die Mittel geraubt,
fich mit Bathiany zu vereinigen, und nach Boͤhmen
zu kommen; er. hingegen würde fi in diefem Königs
reiche behauptet und mit dem nöchigen Proviant, für welches die ‚Kormtlffarien ſchlecht firgeen ‚ vers ſchen haben.
Das grobe Geſchuͤz langte endlich bei prag u
an; alöbald anı 10. Sept. erdfneten bie Preußen
die Lapfgräben an 3 Kerfchiediien Orten. Am ra, Sept. erſtuͤrmte ber Feldmarſchall Schwerin das
det Ziska bei hellem Tage, und nahm noch 2 Re⸗ deuten hinter demſelben weg, welche die Franzoſen
‚angelegt und Schwalbenneſter genannt hatten. Der König trat. aus den Laufgräben bei Bubenig. von Hielen Officieren umringt hervor, um. den Ans .
griff Schwerin’® -auf den Ziskaberg zu betrachten.
Die Menge Menfchen in bieſer ‚Gegend erregte die - Aufmerkfaneit der Feinde; fie richteten ihre Kano⸗
| * Bein, und ine we Snättage Rote den Preußi⸗
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> fhen Pringen Erledsih,@Bilbeim an des PN nigs Seite in ſeinem Zoſten Jahre *) Traureud ging Friedrich zuruͤk und ‚beklagte einen Verwandten
und Helden, welcher in der Schlacht bei Molke:
. wigz männlich gefämpfi hatte, In den folgenden Ta⸗ gen machten die Preußen von ihten Batterien, die mit miehr als 100 Kanonen und Moͤrſern beſezt waren, ein ſo heftiges Feuer, daß fie die Waͤlle ſtark beichhe
digten, ‚die Waſſermuͤhle anzuͤndeten, viele Käufer des Stadt zertruͤmmerten und bie Schleufen ver Mulde zerſtorten. Hierdurch ward das Waſſer fo
ı nieosig, Daß mar überall durchwaten, uud Die Stadt, ‚welche au diefer-Seite keinen Wall und feine
Mauer harte, mit Sturm erobern konnte. Der Kommandant, General Harfch, fab nun die Un⸗ möglichkeit eines längern Wiherſtandes ein: and da er am 16. Sept, fruͤh mehrere Scharen von Greng⸗ pieren erblifte, die aus berg: öniglichen. Hauptquar⸗ | tiere zum Sturme beranräften, fo hielt er es für vr fer, ſich zu ergeben, als gewaltfem zu fallen;
verlangie zu fapituliren , willigte wait ber *
Beſazzung von. ı 5900 Mann in die Kriegegefangens ſchaft, und, übergab 'noch an felbigem Tage die Thore den Sreußifipen Wachen. Die Sefanguen wurden nach Schlefien gefuͤhrt. Die eigentliche Be⸗
— Lagerung hatte nur 6 Tage gebauert, und ben Sie⸗
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Der Vaier dieſes Prinzen, Albrecht Friedrid, Heermeſier zu Sonnenburg, war ein Bruder des erſten Königs von Preußen Friedrich's L
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dere gekoſtet.
Friedrich glaubte, op dieſer glänzende Ps fang ſeines Felbzuged „bie ſchnelle Eroberung her. Hauptſtadt einen tiefen: n Eindruf in den Kbnig von Polen und in die Sachſiſchen Minifter machen, und fie bewegen würde, ihren geheimen Verbindungen ‚mit Deflreich zu entfagen, da ohnedem der alte Fuͤrſt von Deffau mit ſeinenn Beobachtungs⸗ Korps leicht in Sachſen einbringen und Leipzig, den Sauptig ihres Handels, die Quelle ihrer Reichkhäner und. ihrer Statskraft zerftören konnte, Aber dns Go der Engländer, die Verſprechungen der Oeſtreicher ‚and der Fanatism des Beichtvaters, eines vielgelten Yen und. mitwirkenden Mannes fi iegten uͤber alle
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Grunde einer weiſen Politik. Der Ablg son reu. J
Ben yelinfchte keinen Feind im Ruͤkken zu gaben; . hätte es gern gefehen, Sachſen für fich zu. gewin⸗ nen; er ſchikte daher einen beſondern Geſandten an den Saͤchſiſchen Hof, und ſtellte ihm ſolche Gruͤnda ‘vor, bie dem wahren Wohle beider Laͤnver volllem⸗ ‚men angemeffen waren. . Zuogleich ließ er and) Mit- tel anwenden, die auf ben Karalter derer, die das Nuder fuͤhrten, berechnet zu fein ſchienen Dem, Könige August II. verſprach er ein Stuͤk von Boh⸗ men, ein Theil von Mäfren, - das Fuͤrſtenthum Zeichen, und die Erblichkeit des Pohlniſchen Theos
med; den Miniſter Bruͤhl ſchmeichelte er mit ver —
Ausſicht zur Reichs faeſtenwuͤrde ‚und dem Vater Guarini ie a ben Nerdweie hu in der Berne, . Aber
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— u? I ee er bie Boftungen den Gbegempartel hatten mehr Gewalt uͤber ihre Herzen. Auguſt freute ſich auf
die Schleſiſchen Fuͤrſtenthuͤner Glogau umnd Sa⸗
gan, welche ihm Deftreih. zufagte. Die Saͤchſt⸗
ſche Urmee von 24000 Dann Ingerte ſich theils hei Adorf im Vogtlande, theils beſezte ſie von Zittan vbis Eger an der Boͤhmiſchen Grenze eine mit Ver hauen und Schanzen befeftigte Linie. Im Anfaug eb, Dftobers rüßte fie. unter. den Befehlen es Henn zogs von · Weißenfels in Böhmer ein, und trat offentlich auf Oeſtreich Seite. Dennoch wolle Der Saͤchſiſche Hof diefen. Schritt für Feine Feinde ſelgkeit gegen Friedrich. angeſehen wiſſen; er erklärte ſich in einem ausführlichen Marifeſte für neutral,
. ‚and bemeifte, daß er vermoͤge beſondrer Schujeets
rraͤge fich der Nothwendigkeit, den Deftreichern ein
Huͤlfskorps zu ſchikken, mr babe ernniehen Runen | Ehe fih noch die Sachſen ganz für Oeſireich
—* hatten, war Friedrich, im Grunde wider ſeinen eignen Willen, und zu ſeinem groͤßten Nach⸗ eheil tiefer in Böhmer eingedrungen. Nach ber Eroberung von Prag hatte er die Wahl non 2 “ Nuternchmungen, Die eine beſtund darin, über Bes -
mwaun zu gehen, den Grafen Bathiany aus Bbh⸗
men zu verdrängen, ſich der für den Prinzen Karl zu Pilfen aufgehäuften Lebensmittel zu bemächtis gen, bis an die. Pille bei Cham und Furt in
Niederbaiern worzuräffen, und daͤdurch der großen -
‚ Dehreidifgen Arnzee den Eintsitt in Vohmen von ber \ Ober⸗
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Obama et sn verföießen. Dieſer⸗ wehldocch·
dachte Plan war von Friedrich entworfen wore
den. Aber der Kaifer, ber König. von Frankreich, |
sm mehrften der Marſchall Belleiste behauptete, es wäre‘ zuträglicyer , daß: ſich die Preußen in den Bechiner Kreis hinein.nach Tabor, Budmeis
and Neuhans zögen,. um die Verbiedung mit Baiern zu erhälten,: und das Erzherzogehum Oeſt⸗ reich zu bedrohen. Allein hierdurch ruͤkte man die Preußiſche Spigge zu weit hinaus, entfernte ſich zz fehr von Prag und Schleßen, verſchafte dem
Feinde zu viel Spielraum, erleichterte ſein Eindrin⸗
gen in Boͤhmen, und ſeine Vereinigung mit den Sachſen, und gab leztern Gelegenheit, ſelbſt etwas
wegen Prag zu. unternehmen, Fried rich erkannte
“ach feinen Scharfblil. fogleich das. Fehlerhafte in
diefem Planaz ‚aber. and. zu: großer Nachgiebigkeit gegen feine Bundesgenoffen, und um dem. Vorwurfe
pa entgehen, als ob er bloß aus Eigennuz, die ver⸗
ſprochnen 3 Kreiſe zu. behanpten, nahe bei Prag. - bliebe, - unternahm erden ungluͤklichen Zug, welcher ihn ganz ind Verderben geflürzt hätte, wen nicht , fein Genie, feine Geiſtesgegenwart, und feine Hel⸗
denſchaar ſeine Retter geworden waͤren. Es wur⸗ den noch andre Berſe m begangen. Friedrich
verſaͤunne es, das Mohl don Leitmeriz nad
Drag zu fchaffen, das ſchwere Geſchuͤz, das nach
der Eroberung dieſer Feſtung unnuͤz war, nach Schlefien zuruͤkzuſchikken, und Prag, ſtark genug zu
beſeueen. Er ließ bleß 6 Baiailone daſelbſt,
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| | — 80 — Er weiche wicht: einmal die ‚Häthe: Devon Witte gen.“ Schon den Tag nach ber Einnahme son Drag
> den 17, Sept. trat’die Armee den Marſch in 2 ee Ionuen am. . Der. General Naffau ging mit. 20
Baraillonen mid 40 Schwadronen‘ voraus; biefer or⸗
bperte nach Eleinen Gefechten, wo fich Die Zietenfdyeh
Hufaren wieder befonder6 auszeichneren, bie Feflune
gen Tabor, Budweis und Frauenberg. Die beiden Kolonnen folgten dem Vortrahe, jede in
einer Entfernung einer Stande von einander, Schritt
- $or Schritt wach, vereinigten ſich bei Tabor am-26,
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Sept. und nahmen zu Anfange Oktobers ihr Lager
in der Gegend von Budweis. Hier war dad Ziel des Preußiſchen Gluͤkkes für dies Jahr; und balb J
gerieth Sriedrid’s Heer in die ſchreklichſte Lage,
Sein aͤrgſter Feind war der Hunger. Die Pferde und Ochſen ver Trausport-Wagen wurden fü ſchlecht verpfleget, daß viele davon umfielen; daher langte nur die Haͤlfte der Mehhvagen, die bloß auf 14 Tage zureichten, im Lager an. Kaum hatten
ſich die Preußen um 2 Tagemaͤrſche von Prag eut⸗
fernt, :fo.ließ der General Bathiany Taufende
bvon Kroaten und Ungarn Beraun und Königs
ſaal, lezteres an der Mulde hinter Friedrich“s
Raͤtken, beſezzen, alle Zugaͤnge und Eh luchten ver⸗ ſchließen, alle ‚Berbindung der Preußen mit Prag ahſchneiden und alle Lieferungen ‚auffangen, Es
gluͤkte ihnen ſelbſt, 2 für den König bekimmte Fels
kiſen wegzunehmen, Jezt befand ich das Preuß ſche Heer im veattendſten Mangel und in even
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Heften Zuftande. Wer Bode hindurch: wre
Sriedrich nicht, was in Prag, was im Gbriger
Bbhmen , was im ganz Europa vorging; wo Prinz Kerl, wo die Sachſen fiuhden, was Kreunde. und
Feinde vornahmen, alles war ihm unbekannt. EßS
konnte unglaublich ſcheinen daß ein Heer von mehr als Kooco Mann, wie das Preußifche damals war, das platte Land nicht zur Lieferung von Lebensmit⸗ teln ſollte zwingen, und- feine Nachrichten don den Bewegungen der Feinde einziehen Ebnmen. Uber der
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Adel, vie Geiſtlichkeit und Dienerfchaft von Böhmer
hing mit felmer und urfbeftechlicher Treue vom Haus
fe Oeſtreich an; und der gemeine Mann, durch eine
fremde Sprache unterſchieden, und mit dem blinde⸗ ſten Aberglauben erfüllt, verabſcheute allen Um⸗
gang mit, den gotiloſen Kezzern, den Preußen. Sie .
befolgten puͤnktlich den Befehl ihrer Obern, die Dorfe hätten] zu verlaffen ‚“ dad Getreide zu dergraben, in
die dikſten Wälder zu fliehen: Die Preußen fanden daher uͤberall nur leere Dörfer, ode MWüfteneien,.
menſchenleere Gegenden; kein Böhme, dem fir etwa begegneten, Heß fich ans Furcht vor den unmenfche lichen Strafen ber Oeſtreicher, bewegen, Nach⸗ sichten mitzutheilen, wollte man fie auch mit Golde erkaufen. VBathiany bekam noch 10000 leichte Truppen aus Ungarn zur Verſtaͤrkung, die den Prenßen vollends alle Verbindungen abſchnitten, und fie groifihen Felſen, Moräften, Wäldern und
Hehlwegen einfehloffen. Wegen diefer Ueberlegen⸗ J
hit J Atuppen konnten die Feinde alles, | was⸗
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Was Die Preußen vemehmen / "erfahren; ieni⸗
J „aber durften es nicht wagen; Reuter anf Kund⸗ ſſchaft artzuſchikken weil ſie ſogleich qufgehoben
wurden. Die Preußiſche Armee mußte ſich demnach
ſtets verſchanzen, und auf ben. Umkreis ihres La⸗ gers einſchraͤnken.
Auf die Nachricht von dem Einmarſch der.
Preußen in Böhmen, hatte der Prinz Karl von ‚Lothringen, Schwager ber. ‚Königin Marie Therefie,
die Branzofen verlaffen, mit feiner Armee im Ange⸗
ſichte ‚von 80000 Franzoſen, Baiern und) Heſſen
einen non Kennern bewunderten Uebergang uͤber den ‚Rhein gemacht, und ‚auf Adler's Fluͤgeln den Ruͤk⸗
zug nach Bohmen unternommen Die Frauzoſen
vexſaͤumten den bequemen Zeitpunkt, wo fie ihn zu;
Grunde richten konnten; und ſie handelten wider ihr Verſprechen, daß ſie ihn ungehindert, und un⸗ verfolgt ziehen ließen. Karl erreichte ſchon am Ende Sept. die Boͤhmiſche Grenze, vereinigte ſich zu Anfang Oktobers mit dem General Bathiany, bald darauf mit ven Sachſen, uud bezog im Pra⸗ chiner Kreiſe ein ſo vortheilhaftes Lager, daß er durchaus nicht angegriffen werden konnte. Er war jest mit allen Verbuͤndeten auf gooco Mann art,
und hatte den Plan, im Rüffen Friedri qh's über -
die Mulde zu gehen, ihn von Prag ganz abzuſchnei⸗
den, und mit. feinem Heere auszuhungern. Frie—⸗ drich kam mit jedem Tage in ein größeres: Gen draͤnge, Ind konnte dem unerbittlichften - Feinde, dem Hunger nicht mer widerſtehen. Er ar
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fh durch tive, Sclagt a ‚retten; ger ber Pritz u
Karl, ver eigentlich die Eele. aller
Traun nahm ſtets auf Klippen, zwifchen Mords ften, hinter Felſen 4. und in Hohkwegen | ſolche ges
ſchilie und meiſtechafte Stellungen, und ı üermied
eine Echlacht Jo vorfi ichtig und abſi ichtlich, daß auch i diefe. Hofauug , feine Lage zu verbeffern, für örie
drich vereigelt —*R Es ‚blieb alſo Bein, antres a Ausweg Abnig,. als daß foarieori; zum, Be
auge entichließen mußte. Inde gu war er ‚gar pich Willens, ganz Böhmen, zu, rauen, fondern, nur naͤher an Drag, iu rüffen 1. UND jenſeits de ‚finfeg
Ufers der Elbe die Winterguaptiegg zu Kdiehen Unvorhergefehne Zufäle /:huud die ‚Hugen Masregels | des Feldmarfhall’s Tra a un ſndibigten, auch ‚piefeg -
Vorhaben aufzugeben, und zule zt vdliig ‚au weich Am 8ten Dktober. begann, Srieprich, den Nüfzug a ber Gegeud von Buomeis;, einen Rüfzug, „. der Außerft befchyerlich und verdroͤßlich war, der unaüfe haltbar von ganzen Schwarmen von Panduren, Ho⸗ nafen, Ungariſchen Huſareni und, dergleichen leichten Truppen, beuntuhigt aber, doch ahue einen Haupts verluft bis, in die Nähe, der Elbe vollbracht wurde.
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Nur amal ‚litten. die Preußen unter folchen Umſtaͤu⸗
den, wo die Miederlage durchaus herbei geführt
reiht .n Bewegungen, der alte, kriegserfahrne Feldmarſchall
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wurde. Das ‚eine, Mal follte der Dbesfillentenant Ä
anus mit. 200 Huſaren aus einent Dorfe bei
Ta bor Lieferungen an Lebensmitteln, eintreiben, |
weil dad Mehl bei der Armee a Hier wurde Chu Dt, Ban o. Chl. Labib. , CO er
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u vom einer fo unzähfigen Mge Diffreicher Pe ringt, daß nur Tod oder Flacht zu waͤhlen war.
Janus zog das erſte vor; er opferte fein Leben auf;
f fein Haufe wurde zerſtreut. Den andern Verluſt
haͤtte Friedrich vermeidin konnen, er derurſachte ihn barch einen Fehler, ader durch einen Ziehler, ver füis
nem Seren Ehre dringt. Sa den Städten Tabor
und Budweis lagen 300 Kranke uud Verwundete, ble aus Mangel an daheweſen nicht fonzubringen
Waren, Friedtich wolle fie der Getihft der Feinde dicht Überlaffen; 8° legte daher 360 Geſande als Befazjung in Heise Ortes de hofte, eine Schlacht zu
kefern, fie zu gewinuen, "und dann ſich ind dieſen | gelaßnen Luft zu machen,‘ Dieſe Ausſicht be⸗
nabm ihm die feinbticp? Gewaudhett; jest glaubre
gu verflereny ' ’ er ſchikte 8’ Boten auf verfäytedenen Wegen au he’ mit dem Befehl, des Ruckzuges ab; afein fein Bote kam durch; and fo war es eine nu⸗
raͤrliche Folge hiefoon, "Daß fie Yänınıtlich in feind» Uche Gefangenſchaft geriethen. Diefe beiden. Zelle
abgerechnet, wurde das Preußifche Heer ungeachtet
der unglsftigen Unftänbe, worin es fichi in jeder Abſicht befand, nicht befiegt; und öfters legte es - Beweife von einer Tapferkeit ab, die faft den Glau⸗ ben überſteigt. So fihlug der General Zieten
wit 2 Huſaren⸗ Regimentern uud 2 Greviadier » Bas
willonen bei dem Staͤdtchen Tein an der Mulde die ganj unverhälmißmäßige Webermacht von 16000 Jeinden unter ben Generalen Nadaſti, Ghi⸗
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laui PR Oberſien Trenk mit VWwennmthe ruͤk, une kam als Sieger in das Preußifche Lager, Friedrich, der uͤber das Mislingen des Feldzuges hoͤchſt uninuthig war, vergaß ‚für einige Stunden allen Kummer, und fühlte über diefen Sieg. die leh⸗ hafteſte Freude. Er ging dem General Zieten entgegen, uͤberhaͤufte ihn mit Aeußerungen des Danks, und mit den ſchmeichelhafteſten Lobfprächen, nahm fodann feinen Plaz, flellte fi) an die Spizze feines fiegreichen Hauſens, und führte ihn im Zriumpfe unter einem: allgemeinen Vivatrufen die. ganze Linie des Lagers bei Bechin hinunter. So wußte Friedrich, den Muth zu ehren, und die miebergefchlagenen Gemuͤther u freudigen Enpſis⸗ dungen zu ſtimmen.
VUnter beſtaͤndigen gat /Agen war der Khaig am |
4. November bei Kollin in der Nähe der ‚Elbe | ‚eingetroffen. Hier dachte er ſich zu halten, und dem Feinde . eine Schlacht zu liefern. Prinz Karl
folgte. ihm auf. dem Fuße, und lagerte ſich dem
Preußiſchen Heere gegenuͤber, aber wieder auf @
ſteilen Felſen, nnd in einer fo unzugaͤnglichen Ge⸗
gend, daB Friedr ich durchaus keinen Angriff wa⸗ gen konnte. Das Elend der Preußen ſtieg immer höher; durch die bereits erlittnen Mühfeligkeiten, und durch die Kurcht einer in der ‚firenger werdenden
Sahreszeit ‚noch zunehmenden Noth verloren viele
Soldaten allen Much und alles Zutrauen; fie liefen fiherenweife davon; nach mehrere würden ihre Fah⸗
wen verlafien haben, wenn fie nicht durch Krank⸗ her
— [IV 2
N 7 | — Fe vaten varan wären vᷣethindert worden. Hiunger oder elende Nahruũgsmittel "und Erkditungen bet’ dem naſſen Wetter erzengten die Nuhr: nad andre
fe
Krankheiten. Bei keinem Regimente faud man-ı08
voͤllig Geſunde. Dies traf nicht bloß die Gemeinen,
| fondern eben ‚fo gut die Officiere. Um die Kranken
zZu retten, und den Uebrigen beſſern Unterhalt. zu
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wVerſchaffen, ſahe ſich Friedrich genoͤthigt, uͤber die Elbe zuruͤkzugehen, und die Truppen in gute Kan⸗ tonitungsquartiere zu verlegen. Der Uebergang ges ſchahe linker Hamı Bei Kollin am;g. November mit ſolcher· Klugheit, vaß · die Zeinde es nicht Fuͤr rarhfam bieten‘; if durch Augriffe zu unterbrechen ,: vder anch nur zu erſchweren. Um die Werbidung ne - Prag und Schleſien zu ſichern, wurden KRol⸗ Tin und: ParduBtz, für dieſen Zwek wichtige >. Piizpe, vbgleich ·von der kantonirenden Armee durch den Fluß getreunt, und am rechten Elbufer gelegen,
„Lwom Kdnige ſtark beſezt. Zehn Bataillone dekten
Kollin; fie ſtanden bier hinter Mauern, die eine
uatuͤrliche Verſchanzung bilbeten; und fie errichteten J auf einigen nahe an det Stadt Befindlichen Anhöhen
- Batterien, Zweimal griffen die Deftreicher dieſen : Poften an; aber fie wurden beide Male mit Verluſt zus rüfgerrieben. Sie und die mir ihnen verbandwen
Sachſen bezogen darauf ein Lager bei Breloch zwiſchen Kollin und Pardubiz, ven ‚Preußen am aus "
dern Elbufer gegen über. '
Sriedrich gab bis jezt die Hofnung no nice ws ſich in Böhmen den ganzen Winter zu: In; - 5. haup⸗
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bene, & war emſchloſſen das Nenßerſte
abzuwarten⸗ und hatte den, Plan, Dann, weriu Die
KFeinde aus dem Lager. in, bie Winterquartiere vers
theilt feinswärben, von. Kokin und Pardubiz ans
Über fie herzufallen, und ſich des Czaͤlauer ud“ Ehrudimer Kreiſes an Mähren zu bemuͤchtigen.
Wäre es auf dan Prinz Karl augelommen, fo
Hätte Friedrich a Abſicht gelingen können. Dieſer
Britz, naͤralich hielt den Feldzug fuͤr ganz geendigt; a
sub war Biltens, f feine durch ſo viele in Elſaß und
Böhmen. ausgeſtandne Beſchwerden ermuͤdete Trup⸗ gen in rahige Quastiere zu verlegen. Aber der Hof
gu Wien bachte anders, er nahm auf die Ermattung bed Heeres gar keine: Ruͤlkſicht, und ſchikte dem Prius zen die ſtrengſten, die umwiderruflichften- Biefehte,
die Keregäuntertchmungen. fortzuſezzen, ed. Eofle, was. es wolle, über bie. Eibe zw bringen, den Preus
Gen. altesBemeiufchaft mit: Prag abzufchneiden, und fie. auf dieſe Art ganz aus, Boͤhmen zu vertreiben, -
Dieb: große: Merhaben wurde von dem mehrmals ge ruͤhmen Feldmarſchall Traun mit aller erdenkli⸗
chen Ri eingeleitet, und: mat viel Klugheit aigee fhrt ;; dennoch gelang. edtme: durch ein Ungefähr, ‚Aust. dis Rachläfftgleit einer Vrenßiſchen Huſaren⸗
Yerrmille: hätte Tejtee.nur; einige Wachſamkeit be⸗
wiefen, ſo⸗ waͤrt das INhae öngefiät der Jeinde ms
ſtreitig geſcheitert, vnd der Krieg: haͤtte eine andre
Wendung genvumienWon ſo uubrbentenden Di
tzzen haͤngen oft pie olgereichſten Bogeben heiten ab!
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' De Prisma dfningen. Ih eine Dune Comm * lei⸗
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| in kenn: — nd’ beſt ͤndig tätige Arten,
Bewegungen machen, am die Preußen auf die
| arrige Meinung zu briugen, als waͤre es auf die | Beſturmung von Prag oder Kollin angeſehen
Bon Wien gekommne und aufgefangne Briefe bes
kartten den Rbnig-vollenbs in dem Getasten, daß ‚af ben 38. Nodemher ein Augriff gegen beide ges niannte Orte unternommen ‚werben, wuͤrde. Sie
wurden däher zur ſtaudhaften Bertheibigung gekhite gemacht, und Die Prager Beſazzung mit mehrern
rauſend Mauun unterm General Rothenburg vera miehrt. Daß bie Beinde einen Uebergangjüber bie . , Elbe verfuchen konuten, fiel dem Könige um fo weni⸗
ger. ein, da ein ſolch Vrojelt unausführbar (bien;
denn das ganze Ufer war. mit lauter Poſien befezt;
son. Meile zu Meile fanden 3.Schwabrenen Hufas
200 und’ ein Bataillon Fußookt; die geringfle frinde " liche Bewegung Aonnte alſo bemerkt, ind jeder | wirklich verſuchte Uebergaug von der ganzen Preu⸗
gtiſchen Macht leicht und unfchlbar vereitelt werben.
j Diefe Betrachtung wiegte den König. in die ‚größte
Sicyerheit im Abſicht eines Elblberganges etin;
ſeine Sorge beſchaͤftigte ſich mit ganz aubern Din⸗ gen, Die Sache verhielt ſich auch im der That alſo. >. Mar ein Verſechen son. Preußiſcher Seite konnte dem
Beinde das Gelingen feiner kuͤhnen Cutwuͤrfe möglich machen. Am Tage. vor: dem. Beginnen ber Dyemms .
dien IR der Prinz Kar. einige Uhlanen md Huſa⸗ .\- Yen über die Elbe auf bie Preußifche Seite hin ‚ Mmuanen, vom fi darin cn Nat Oahle
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verſteklen, on fie ade Sifdne mb Orten, |
Die nach dem 'Eöniglichen Nuartiere gehen wollten, auffingen, ober niederſchoſſen. Daß dieſe Oeſtrei⸗ eher fo unbemerfr über den. Flaß kamen, und fo une . gefehen ins Gebüfche Plaz nahmen, dieß war. dab Dienfiperfehen der Zietenfchen Huſaren das eiuige
in den beiden arſten Schlefiſchen Kriegen, aber quch
ein wichtiges, "ein unverantwortliches Verſehen, vwelches ber ganzen Preußifchen Armee zum Nach⸗
Weil, min dem viere Ziicheche um Hanf
gereichte.
Der: gefürchtete 18. Nobember ging ruhig vom über. - Aber in’ der Nacht baranf wäherte fich die Deftreichiiche nad Eachſiſche Armee der Elbe, dem Marktfielten Zeiniz gegeäber,. mit. fo viel Stite und Vorſicht, daB die Preußiſchen Eihppfien nichts eher inne wurden, als bis die Pontons vorführen, Sun machten die Vatrenillen Lärm. Der General
Bieten mb. der Obriſtlieutenant Wedel landen,
jener wit 3: Schwadronen jeiner Huſaren, diefer mit 2. Kompagnieen Garde, und eben ſo viel vom krpnz⸗ prinzlichen Regimente, zuſammen it 1 Bataillon in diefer Gegend auf ihren Poſten. Sie ſchilten
‚alsbald einen Offcier an den König, um Kölfe zu
verlangen, und rüken eiligft an den Ort der Gefahr,
um fich-dem feindlichen Vorhaben kraͤftigſt zu wider⸗
fesgen. Als fie an die Elbe kamen, hatten die⸗
‚Geide bie Schifebräfte vollendet, das jenfeitige - Mer, dab voller Auhdhen war, mit ihrer Infanter
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j aubaeluchctei uad verwegenſten Orenabiöie zum . WBortrade erwaͤhlt, und nichts verſaämt, was ven QUebergang beguͤnſtigen konnte. Ein’ entſezliches Ka⸗
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nonenfener ſpruͤhte einen ‚dichten. Kugelregen auf sie
Preißin."- Dennoch‘ ſtanden Bieten’s Huſaren, Wing‘ Wedel's Grendbiere wie die Felſon, erwarte
ge den Feind mit Kalthlauͤtigkeit, and triebeh Sie.
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Anruͤkkenden Bagehätfe mit ſolchem Nachdrukke
zwei m ni zuruͤk, vaß fie voll. Verwirrung umkehr⸗
- Ken, Dik Deftreicher Tießen jedoch nicht nach,” fit — verftärtten ‚den Vortrab immer durch friſche Kern⸗ Früppefij: 7 une bewirken. daburch Yin: Written
mattete Wedekſche Bataillon wegdraͤnglen, und end⸗
u BO ⸗auf der Preußiſchen Seite foften Fuß ford. Ber: Hhie Kur‘ douerte nicht lange. Bieren '
Preugte? niit · Schiüntreneib herbei, ſtuͤrzte Fe
Wũthendenüder den Haufen, ſpreugte viele im: ve Elbe, die Börigenihber'vte- Bruͤlke zurüt;, fund nis riß ihnen in wenig Augenblikken alle bidherigen Vor⸗
|
tet ſich, und nühmen- thre vorigen Stelluu⸗ en von neuem; em, "Die Feinde ergrimmten, daß eine > Habs" Streiter ihrer · ganzeil:voreintin Macht Traz
Anraͤtkeid ſo dlel, daB fie das erſadpfit ud abge
J Mile, -Die verdraͤngtẽen Infanteriſten der Preußen |
bot; "fie verſtaͤrkten ihr fuͤrchterliches Artilleriekeuer,
weſches aber Zu’ hotteglug üins buher verhanuigns.
“Sig nicht viel Gchaden ſtiftete; fie ſchikten gange
Begittichret” vonbärts;,"fid errichteten an mehrein
Drten Schiffbratten, und drängten von allen Ale | Ned mis 'den- Sechfen verſci die-- Preußen
ein⸗
⸗
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u Bieden ws Weit PR — fe ſchitcen mehrere Ordenanzen an din Ani; dire Hofnung, bald Unterſtigzzung zu ethalten, fibßte ünm: einen faſt übermeuſchlichen: Muͤth einzſſe bmpften wie die Lowen mit ber Uebermacht zweier
Feinde fünf Stunden hikdurch, und machten
men jeden Zoulbreit Erde ſtreitig; indeß die Huͤlfe blieb aus, der Kampf war zu ungleich; das ‘Pulver verihoffen „ die Zaht der Todten und Verwundeten
wohn aͤberhand; ne Mordglichkeit , es länger aus⸗ alten » sArhigte fie mdlich zum Ruͤkzuge; und diefen machten fie fo meifterhaft, und fo geſchike, daß fie fopar ihre Berwundeten mitnahmen, und den Siſchonowizzer Wald gluͤflich erreichten. Jezt erſt wfuhr der König die für ihn ſo unangenehme, fb viederſchlagende Nachricht. Er: hatte das Kanoniren mar gehört, aber Die währe Urſache davon ich vermuthet, weil er feſt ‚glaubte, es fei:ein Sturm . auf Kollin, um deſſentwillen er nicht beſorgt zu feik . branchte. Von allen Abgefchiften Boten mar auch wicht ein einziger zu ihm gelommen, weil fie uoh ‚den verſtekten Uhlauen getddtet wurden. "Härte “ @riebrich Nachricht gehabt, - und alſd zu rechter Zeit Hälfe- gefchält, ſo wäre die fehimpffiähite Niederlage, Der: Feinde: Theil gewordeun. Und ˖ der Moerſtand ſo weriger Leme gegen eine ganze Armee fegt-bie Preus : tiſche Wapferkeit. ungeachtet bes Verluſtes in’ ein fü glänzendes Licht, daß dieſer Vorfall auf ewig in den
reußiſchen Jahrbuͤchern denfwärbig: und bewundei
vungßaetg Bien wi Bere weihete dem | Herrn
—
1 >»
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9 — 4 — af
Bewinen Werk ven sekähenten zZou des Mufeil, Junkie op ihn.im feinen Werken den. Preußifiueg Zepnidas nennt. Unerklaͤrbar jedoch. ift en, warum. Zt eton's hierbei nicht erwähnt, ber die‘ Ehre dieſes Kampfes mir Wedeln theilte. Die Feinde felbſt konnten dieſen Helden ihre. junjgh⸗ Ber
Aunderung und Verehrung nicht entziehen. Der Prinz Kart brach noch waͤhrend des Gebechtetz ie -
Dis Worte aus: „Wh! wie glaltlich würde die Abe
„migin, meine Schwägerin, Yeinz wenn fie im ihres
* Officiere biue, wende dielen Helben als en 108 Der von Feinden gelangne Uebergang Aber bie.
7 Eibe gerſidete aue Wlane und Hefnungen des Rönigß. - Sir diefes Jahr. Doch fast die koſtbare Zeit mit
annüzzen Klagen zu: verlieren, mußte ein ſchneller Entſchluß, wad nun zu. thun ſei? gefaßt werben.
Friedrich zag feine Truppen bei Wiſcheniowij su
jemmen, und bielt mit feinen Generalen fiber fols
u gende zwei Tragen Kriegsrath: ob man nach Prag geben, und feiten Zuß in Bohmen faſſen; oder ob
man die Land ganz raͤumen und nach Schleſien
zuruͤk geben ſolle? Der Erbpriuz von Deſſau be⸗
jahete das Erſte, weil noch auf 6 Werben Vorrach
in Prag, noch Mehl in Leutmeriz wire; weil men
im Gall des Raͤtzuges alles ſchwere ð verlie⸗ ren, und die verlaßne Veſatzung, die einen Weg
von 30 Meilen mitten. durch Feinde zu machen
habe, der dußerfien Gefabr ansſezzen würde,
Pe Bine pnwar. we diene
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ti: * sr.
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— aad unterſtaute- — — u
ge man fh. nach Drag, fo-mürbe bie. ganze P
Süche Armee won : Dieftreichern. und Sachfen i
eingeſchloſſen, und von der übrigen- Welt rise ten; ehe ber Brühling Time, wäre fie ans Mangel au Lebensmitteln, Rekruten, Maffen, Pferden x, ganz zu Srunde gerichtet, und dadurch her Preußie ſche Staat aller Vertheidigung auf die Zukunft ben raabt. Marwiz beſchligte zwar noch 22000 Mann
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in Oberſchleſien; wie Mumte diefer aber ein ganzjes
Raub gegen Heere von Hunderttauſenden ſchuͤzgen 2 Der Verluſt der ſchweren Artillerie Time freilich nicht vermieden werben, bach dies wäre nubeden⸗ tend gegen die weit ſchreklichere Gefahr, die inen deehte? Alle audern Generale ſtimmten der Mei⸗ nung des Königs bei; und ſo ward ber nbllige Mäs aug nach ESchleſien befchlaffen und auf:bes Stelle
‚ausgeführt Der Tonigliche Moiutant mom Milere
schielt den Auftrag, Den Befehl Vihmen zu räumen,
nach 8 und zu allen. einzeln ſtehenden Korps zu
—
bringen. Dieſer umthige und verſtaͤndige Officler
hl ah giäih dar) Die friwichen Dufareıı ſchwaͤrne hindurch, und vollzog alle feine Mufträge _
richtig upd ungehindert, Die Hauptarmee führte
- Ihrem Ruͤkzug in 3 Kolonnen theils burch die Graf⸗
(haft Glaz, theild Dusch die engen Paͤſſe bei Brau⸗
non, theils durch Trautenan und: Schozlar fo gluͤl⸗ lich aus, daß fie nach 8 Tagen den Schlefifchen
Do betrat, - Eile haste gelitten, doch wenig von. — u ten vechleuenden Vanduren und u . o
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ae“ Pe "ad hurch San IRRE Horb Wegen wirt; non: maugeluden Weokife * niſfem KFerich that ul, "ihn er komnit „’dn& | - @jend :dir Tisppen 196 ecleichtern. Er MB: den - "Sufanteriften Halbſtiefein mathen, er 2* ten. Geld, Vorrath azufcaflen,. and theilte alle Den ſchwerden mir ihnen, indem ex die her. aicht “ fer als zu Taunhauſen in. Schleſten vedieß, uni neh Berhin zu geben‘! Den: wiehtften Abgang crlirr "Die Armee durch: die zahlreichen Ausreißer, beren Same: ie: Deftreichen, wahrſcheialich äbers trieben, zu 30000 augaben. Ein beſondres Ges ſecht bei Dar Dorfe Meß vndient einer Erwaͤt⸗ mung. Ein Schivene Panduren griff den! Nach ra? der Preußens: my: wid Hatte“ ‚bereits x 2 Moß w gethetet oder verwundet, alg er.” yigg . in Bedte:. ein ſtarkes Schweinegrungen- bee, Dit Panvnren eilten ſogleich von den. Feinden / uvnd ſpreugtun insDorf, wo fie die Schweine in den Eräfien todreten, die fie lieber verzehren, wife Kriegemaͤnuern herumſchlagen weils x ten; : Der’ Rönig. wär miit.dem. Benehmen des Beutel arvon Naſſau, der gewohrlich den Bortrabon oder den Hinterzug führte, und auch jezt die Retirade gedekt hatte, beſonders zufrie⸗ den.’ As alle Abeheilungen in Gchläften anges laugt ‚ooriar, fo Ding’ er ihm: zum Zeichen feiner MWierrhachtung ſeinr eignes Vand vom.ſchwarzen Was lerorden, womitner ie “ok nicht freigedis wa. de Ar EEE ee .. oo Unser
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unint allen hehe KV FE |
| Brager Befagsumg in der tranrigfier Rage ,:ıbis, Re burch vermehrt. wurte,’ daß ihe Defehlohaher, dar General. unu: Einfiebet;: nicht die. ‚Endichrem mub. noch weniger die eiſtesgegenwarte beſaß, welche für felche Umſtaͤnde erforderlich. waren... Ex nahm alle feine Maßregeln ſchlecht. Er folite.die Haupes werte Des Zeitung und die Kanonen der ſchweren Yge tillerie zerſprengen, die Lavetten verbrennen, uud die Gewehre der Oeſtreicher vs Waſſer werfen, Ip der falſchen Einbilpung;, ed:Thunte dieſer Befehl wel⸗ leicht "wort; winerrufen meet, verſcob. pr, die: Muhr
führung Dis zum Iepten Mugendlikle, mDıek Bug: -
Seht wars „Sein. Ausig geſchahe, miteiker (1 uͤbez⸗ eilsen mad, unordenelichen Flucht, daf ſchon 400
Yandaxen ip die Stade site, als die Menßen · noch innerhalb: Der 'hore ‚.inarem, waduych der Pöbel . - Musiy und Dermagenheit- belan;, .febae Rache mit
Schnupfen, und Flistenfchäffen auszubaſſen. ‚Die .
Ungarn .erhenisten xoch viele. Kanonen, Valkwagen
ud Befangne, Dieſe Unordnumgen beghnſtigten das Ausreißen. Bleich in den erſten Tagen gingen 3000 Mann zu den Oeſtreichern aͤber⸗ welches nicht zu verwundern iſt, wenn man. bedenlt ,: daß unter dem Preußiſchen Heere die Hälfte aus Auslaͤndern
won allerlei Voll uud’ Zungen beſtand, die feine Bas
terlandsliebe befizgin, fendern dem Gluͤksſterne fole
gen. Einfiedef-tonnte keinen andern Weg, als durch)
die Lauſiz vehmen; ehe en aber dis habin gelangte, ais er noch bei deipe | in Bögmen ftand, erfuhr er,
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| Pr U die Sachlen in Re Inbeing we DE De⸗ : feichern "den Weg verfotreten: und ihn aufheben
Wwollten. :Diefe Nachricht brachte ihn vollends anfet Aller Jaſſung. Er:wußte wicht, was er thun, ob er. die Sachſen angreifen, ober: feines Weges, ‚je gut. Adnne, ‚ziehen. ſolle. Ohne den Geucral Graf won
u Mothenburg wäre fein Korps verloren geweſen. Dies fer entfehloßne Krieger wußte durch feine Bewegun:
gen, durch änsgefprengte Geruͤchte und darch Höfe Tichkeiten Vie Sachſen in. Furcht und Unthaͤtigkeit zu
verſezzen, und fuͤhrte feine Schaar durch das Saͤch⸗ fiſche Gebiet ſo meiſterhaft, daß er mir ſelbiger am
153, December in Schlefien anlangte. Das ganze fchwere Geſchur, der größte Theil des ‚Gepäfteh, einige tauſend Kranle, und mehrere Taufend Muss
getretne waren ber nicht. unbedeutende Verluſt, weis
‚cher aber im Räkficht der mißlichen Umfäube unenls
lich größer Ylste fein koͤnuen, und für jede andre
Armee auch geweſen fein würde. Friedrich fühlte
es alles tief, er erfannte Die großen Fehler, die er
Melber gemacht hatte, er betounderte bie Beldherem talente des feindlichen. Omeals Traun, ließ ihm
; . wolle Gerechtigkeit wiederfahren, benuzte ine Ges
ſchiklichkeit zur Nachahmung, namıte ihn oͤffeutlich
‚feinen Lehrmeiſter in der Kriegslunſt, wurde durch :fein Ungluͤk vorflchtiger und weiſer, und fagte :vom
feinem übel geendigten Feldzuge: ‚meine große „Armee, welde Böhmen verfcplingen, und Oeſtreich Mberjaue wam [pie ‚ are das Schitſal ber ſoge⸗
Manns
. Dani ir m - , \ „nannten waüberwindlichen glorte,, den Dhinpp m
zen Spanien ausräßtte, um“ Erlen Li
neben 757 Binrerfelsgug, ur
Borfäite: die dur Schlacht dei Heden
irledbers im Anfang, des Funi 1745, \
Die: unfalte Ber Preußen hatten bie Oeftreicher
wit einem folchen Stolze amd Webernithe: erfäikt;
baß fie: die Erobrrung Sehlefier ens Ffir eim leichtes u Spiel anfahen;' werd noch im Wintet der Ermattumg
ber Truppen ungeächiet, die Aubflihruig dabon vers
ſuchten. Bereitdin wet Mitte des Decemnbers 1744 .
brachen fie mit gewaltiger Ucbermache Mm. die. Gräfe ſchaft Glaz ein, beſezten fie, die Huupiſtaͤdt aus⸗ genomnien, und breiteten fich in — * hin⸗ ein; big an die Oder Aus. Der Preußiſche · General
Behiwa 1d welcher im’ Glaziſchen Rand, hatte ſich/
zum Widerſtande zu ſchwach, bei rechtetgeit in die
Zeſtnng gezogen, "ih: dem! Feinde die Gelegenheit; Ihn th äberrumpeln, geraubt. Eihe- die Oeſtteit
chiſche Minen, durch Ungarifdje Truppen verſtaͤrkt,
draug von Mähren aus in Oberſchleſien mit ſolcher Ueberlegenheit/ daß· ſich der General Ma rei; z nur.
durch einen "(chweiten "Dififäng von Troppau nach
NRariber dor ihr-Ferten konn. - Hier ftarb Mars wiz; ſtatt feiner führte-nun der Prinz. Dietrich
son Deffau die Preußen meiter durch Kofel und Brig zur Aimen in dr Brem den- Reihe zuruͤt. Bons
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” @anj Obenfihefien Kefanh fich jezt in feindlicher —*
walt;- nun, die Feſtungen Neiße und Kofel. blie⸗ ben den Preußen. Die Königin Marie Thgrefie
Betrachtete Schlefien ſchon fo gut als ihr Eigenthuni,
amd fuchte, dunch Gcgneipefeigın bie Einwohner für
er zu gewinyen,; und durch gehäffige, erhitternpg Dariteflungen yon Friedrich abzuwenden. In einem̃
Danafeſte ans Volr erklaͤrte fie ven Bresiauei Were
trag, und ihre Einwilligung zur Ibtretung⸗Schle⸗ u
fiena ‚für, erpreßt und alfa für yugättig. Sie (Chile
derte die Mreugifche Megierung. nit, ſchwarzen Fafz
ben. Der König, ſagte ſi ie,. .hahe nichts non Ar Behalten, wag er im Preslauet Ffaltate verfprocen habe. Di; Katholiken , würden. :gemißbanbelf,. dir
VProteſtanten dernachlaͤßigt, die Stände ihrer. Privis N
legien, beſonders ihres Kleinodes, des Fürftentaged, beraubsj.die katholiſchen Geiſtlichen mit unerſchwing⸗
lichen Abgshen belegt, und, alle, Unterthanen durch
Das Kantonmefen..in. eine ewige Sklaverei verkegt, Der Prarſiſche Hof ließ dieſe Auzuͤglichleiten nicht nabe ontwortet. Er warf den Oeſtreichern ihre Krane famteit gegen Die Proteſtanten, ihre Eingriffe ip Pay Weſtfaͤliſchen Frieden, jhre Despotie genen · den
Kaifer Karl VII. mis. derben Ausdroͤtten vox. Da aber Federn nicht verwunden, wenigſtens ‚nicht wödten, fo eitte Sriedrich von Nerlin nach Schleſten zuruͤk, um fein Recht on Died Fand mit dem Degen
zu verfechten. Er yerabredete mit dem alten Zürften
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von Deffau, dem Oberbefehlähaber aller Schleſiſchen
Fruppen, bie Mittel zus Vertecihuug der Zeinde. \ . und
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P” ließ fie durch drei Konpt fogleich in Aucſhhrag
dringen, Der Fuͤrſt zeg bei Neiße 30099 Mann zuſammen, und ging am 7. Januar 1745 über den Sluß gleiches Namens. Die Defireicher, weiche durch Die abgeganguen. Sachen, und. Durch. vers
fhieone ‚nach ‚Baierg geſandte Abtheilungen ges
chwaͤcht ‚waren ,. bekamen wieder Achtung, vor Dep Vteußen, und ergriffen die Flucht fo eilig, daß fie 5 Nächte auf dem Schnee zubrachten, wobei piele Keupe apgraren und viele dapon liefen, Die Neußen Jenuten, Saum einen Ihbeil jhres Nachzuges einholeg.
Die Oeſtreicher retteten ſich nach Mähren, und da
Fouͤrſt von Deſſau lagerte ſich bei Troppau en IL
gerndorf. Unterdeſſen befreite. der General Maſſan
nii 6000 Mann die Gegend um Ratibor von den
Augarn. Er aͤherraſchte in dieſer Stadt gooo Zeinkg, welche ſich Mufangs durch die Asengen ſchlagen, hei⸗ nad) uͤher Die. Oderbruͤklo ftchten wollten: aber xon dem ſtarken adpaͤnse brach· die Bruͤklle, und weg sicht im Woſſer ertxant, wurde iedergehanen oder gefangen: gemnmınen.. ‚Ehen fa gluͤklich focht das
Dritte Korps unter Lehwald. Es griff die vor⸗e.
Sheilbafs zeiten Oeſtzeiche bei Hakelg ch mert im Glaziſchen mit ſo viel Math und Entſchloſſenhet
an, daß fie 1000 Maun an Todien und Gefangües
and: deei Aasonen verloren, da die Sieger nur ‚pp
Mannseinkäßten. In der Mitte des Februars war alles Hop feindlichen Trapnen gereiniget, Frie drich
ließ ein Dankfeſt feiern, pub ging nach Merlin die Oeſtreicher aber leruten. einſehen, daß Did Preu . Bellat Dr. Erich. 6. Rh. 1. Abtb. (D) Ben
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- Ben noch nicht bie Kraft und-den Muth zum Wide ſtande verloren hätten,’ wie fie fich irriger Weiſe eingebildet zu haben fehienen. Jeder Theil bezog sinn in feinem Lande die Winterquartiere. -; Noch vor Beendigung diefer Streifzüge hatten fich "wei Begebenheiten ‚ereignet, welche nicht. den Krieg, aber doch die Bewegungsgrunde zu felbigent veraͤm derten. Gachfen hatte bis jezt dur ein Schuz⸗ und durchaus kein Angriffsbuͤndniß mit Oeſtreich gehabt, ob es · wohl feinen Eifet fur das Erzhaus, und ſeine Erbitterung gegen Preußen in ſtarken: Zaͤgeunzu ers kennen gab, Stanu! der bedungnen 6oo Manu Huͤlfotrnppen hatte es den Oeſtreichern sooo Mack zur Unterſtuͤzzung überloffen; und der · Miniſter Bruͤhl rähmte- mit: großfprecherifcher Scharlataherie, daß der Preußiſche Rükzug aus Böhmen allein dutch feine klugen Anſtalten bewirkt worden waͤre. Frie⸗ drich wuͤnſchte, Sachſens Freundſchaft zu geülnnenz er that bie vortheilhafteſten Anaebietmigen, en ihinek chelte der Eitelleit des Miniſters; alles vergebens. Bruͤhl hatte einen unverſohnlichen Haß gegen Fries . eich, ünd um dieſen zu :befriedigen‘, opferte er’ die reellſten Bortheile, das wahre Wohl Sachfens auf, und flärzte den Regenten und das Land ind Ver Derben, Er drängte ſich fat mit Gewalt an Des
ſtreichs Intereſſe; und feinem Betriebe IR ob. zum - :
ſchreiben, daß am 8. Jannar 1745 u War ſchau das vierfache Bundniß zwiſchen Sachſen, Orſtreich, England und Holland geſchloſſen wurde, wodurch Ech erſtres zur Offenſive gegen Preußen verbindlich
— — machte, Vroͤhl verſprach 36000 Mann’ Trupphn zn den Oeſtreichern ſtoßen zu laſſen, wofuͤr ihm "England nnd Holland vom 1. Janiar an 150,000 Pfund Sterling jährliche Subſidien bewilligte. In ven geheimen Artikeln wurden dem Könige von Polen Sagamn und Glogan, änd dem Grafen Bruͤhl Teſchen nebſt der Fuͤrſterwuͤrde zugeſagt. N ©:
Nicht lange datnach ſtarb der Kaiſer Karſ VAL am 20, Jannar zu Maͤnchen/ wohin er am 2, Ditober 1744 zuräfgefehrt war, Daurch Zrledrichg Unternehmungen in: Mbhmen hatte de’ die“ fürfe Frende · erlebt, daß er im DPtober feine Erblaͤn wieder eroberte; ei verlor ſie aber ſchon zu Mifan bes neuen Jahres größtenrheild'wieder, "und er bnte es bloß ber Bermitthung: feined Bruders, dei: Kids Firfien-vom Köln, zu verdanken, daß ertunkeiäre ie. - Muͤnchen bleiben, und dort ſterben konnte "Eh wir ein edeldenlender, freigebiger, dber ungluͤktither Sürfk, Er winde? das Schlachtopfer-der SranzöftfchenNjos ,itik, die ihn als en Phantm den Deftrefchein ents gegenfedten Aber nicht nach Kräften unterfkäzre, Sf Kaiſer genoß er nur wenig frohe Augenblikke. Von ſeinen elnen“ Staten vertrieben, undſeiner Cine Fünfte beraubt, lebte erworben’ Mitofen Grant. reichs nud den Beiträgen einiger Deutſchen Sfrflch niehrentheils gu’ Frankfurt, und ſahe feitte Wüurde von den Deſtreichern verſpottet, und ſelbſt von den Tatholifchen Siftern verachtet. Zu dieſen Kraͤnkuin gen des Gemachs geſellten Fly fdrperliche Leiden; er ward Ho hoftigen Gichtſchmerzen gequaͤlt, Lumgẽ u 832) und
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— 152 — N
und Saber waren, wie bie nachherige Deheung ‚eig,
‚halb ‚verzehrt, im Herzen plagte-ihn- ein Poly "und. in. den Nieremein Stein. Der Tod machte in
feinem AB. Jahre ale: diefem Elende ein Gapı,..
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‚Die Frankfurter Union, welche zur ps hauptung des Kaiſero Karls VIL. geſchloſſen ag,
“harte nun feinen Zwei, ‚mehr, und Se wurde dur)
‚den Apräftgiee der. deutſchen Bundeägrnoffen: Zries — im April gang gufgeibfet.. Dersjunge Rufe ꝓo Baiern —— Sof A einziger
Bu E Karls VH.,‚befand- ſich in, einem..ıgn
Jahre heim Hatritt der Negierung in, der Haprigfien - Nase, Kr ‚mußte, wie vormals fein „Mgter,. die "Mehidenz "perlaffen und nach Angsbrg- flüchten. diem war die Treuloſigkeit des Feldmarſchalls
© endorf, jenes Kabalenmachers den wir ſweg am,. Hofe. des Königs, Frieda iſch Mile * I. von Prenßen von giner ſqhlechten Stite
Bapnen ⏑ ‚Beierichen Dienften,. verhielt fi) aber als Peneral
Rete ſaumſelig, eigenſimig und unrähigh, uud
Yerlegte abſichtlich die Baierſchen Truppan.fo * laͤuftig in die Winterquartiere, daß fie unnsden- dyej⸗ mal ſchwaͤchera Oeftreichern überfallen ua gefangen werben Eonnten. Vor der Zeit des -Unggifs-nahm gr den Abſchied. Auf einmal, als die Baiern wie fine Heerde vom ‚Hirten verlaflen waren, erſchien ee wieder am Hofe des jungen Kurfuͤrftega zu Agpbuſa, aber nicht als patrietiſcher Rathgohc, ſondae als Kreatuꝛ des Wiener Farin, mimn ———
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. Aurfärften Jw’verfühten, und dem Konige Friedrich, gegen ben er den alten Groll beibehielt, zu ſchaden. Er legte dem Kurfuͤrſten falſche Papiere vor, er zeigte ihm untergeſchobne Briefe von Friedrich, als wenn dieſer treulo& an ihm. handeln wolle, er vers groͤßerte das Waffengluͤk der Oeſtreicher, und bere⸗ dete ihn zu einem einſeitigen, unvortheilhaften Frie⸗ den. Der Ausſohnungstraktat wurde mit uͤbertrieb⸗ ser Eile zu Füßen, einer kleinen biſchoͤflichen Stade in der Nachbarſchaft von Augsburg, am 23. April 1745 unterſchrieben. Der Kurfürft ent: ' fagte allen. feinen. Anſpruͤchen auf Oeſtreich, ſelbſt dem Titel eines Erzherzogs, trennte fich von. allen Bundesgenoſſen, und gab im: voraus feine Stimme jur Kaiferwahl des Großherzogs Kranz von Tode kana. Dafür erhielt er weiter nichts, als die Zu⸗ säfgabe feiner Länder, bie aber noch. zum: Theil bis nach vollzogner Kaiferwahl befezt bleiben ſollten. Ns Maximilian Joſeph den Friedensſchluß unterzeichnen ſollte, erſtarrte ihm auf einen Augen⸗ blik die Feder in der Hand; denn er erinnerte ſich der Ermahnung ſeines ſterbenden Vaters: „Vergiß „niemals der Dienſte, welche dir der Koͤnig von | ꝓdrankteich und von Preußen erwiefen haben, und lohne ihnen nicht mit Undank.“ Doch bie Vors fpiegelungen Sekkendorfs überwältigten ſemen Schaus ber, und er ſchrieb. Waͤre er dem Frankfurter Bunde treu geblieben, fo hätte er in Gemeinſchaft Friedrichs gewiß beſſere Bediugungen erlangt; feine Huͤtfs⸗ quellen waren woch nicht erſchoͤpft/ Grant *F |
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Aprach i6en nnatich eine halbe Million eLiores/ und. ‚zahlte fie anfänglich auch. Oeſtreich haͤtte ſeine Macht theilen muͤſſen, folglich den Krieg gegen Preußen. nicht mit Nachdruk führen koͤnnen. Hier⸗ aus mußte am Ende ein gluͤklicheres Reſultat für ihn entſtehen. Die Heſſen und Pfälzer erwählten.gleiche falls die Neutralisät, wurden aber übermürhig und
vertragswidrig von Deftreich behandelt, -
Sriedrich ſtand nun. allein auf dem Kampfr. plazze, und feine Ausſicht truͤbte ſich. Denn auf Frankreich's ernſtliche Mitwirkung konnte er ſich
nicht verlaſſen ‚und alle feine vielfachen Unterhand⸗ | ungen zu ‚einem. ehrenvollen Frieden fchlugen. fehl, Es blieb ihm nichts zur Rettung als fein Genie und. ſein Heer; beide aber reichten auch bin, ihn wieder auf die Höhe des Anſehns und der Macht zu heben, welche durch den vorherigen geldzug etwas geſunken waren. er \ | Friedrich hatte während der Winterruhe alles — beſeg ‚ was ihm einen gläflichen Erfolg ded neuen Feldzuges zufichern Fonnte, Seine Hauptbemähung ‚war auf, die Anlegung recht großer Magazine ges richtet; denn der Mangel an Unterhalt hatte bie, Uufälle des vorigen Jahres vorzuͤglich mit verurſacht. Die Regimenter wurden vellzählig gemacht, die Soldaten i in den Winterquiartieren reichlich verpflegt,. und bie fehlenden Pferde. *) angeichaft. Mehr als: — ſechs 2. ‚Die Käiferin Elifabeth von Rußland, vobgleich nmentral, im Grunde Aber. den Feinden Beisein —W Re
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Sechs Millionen Thaler nah er aus dem Schazze, und. 13 Million lieh er von den Landftänden, um die Kriegs ; Untoften des Jahres 1745 zu beftreiten, Dieſe Zurüftungen waren mehrentheils ſchon in der Mitte des März pellendet; daher begab fich der Kös
nig um diefe Zeit. zur. Urmee nad) Schleften.. Die
Erfahrungen des vergangnen- Jahres machten ihn, für das jezzige vorfi ichtiger. Er konnte auch diese mal den Feinden zuvorkommen, fie in ihren Quars tieren in Böhmen überfallen und angriffsweife vers fahren. . über er z0g einen einfachern, bedächtigern und fichrern Plan dem fiheinbarern und ungewiſſern vor. Er beſchloß, ruhig in Schlefien zu bleiben, bie Bauptpäffe zu befezzen, und es dann gemächlich aba zuwarten, bis Die Deftreicher, denen man unmöglich
alle Wege nach Schleſien verſchließen konnte, uͤber
bie Gebirge herab gegen ihn anruͤkken würden, So⸗ bald fie ſich ihm naͤherten, wollte er ſie unvermuthet angreifen, ‚nad Böhmen zuräftreiben,. Died Königs
reich 12 Meilen weit an der Grenze aushungern, -
und im Spätjahre nach Schlefien zuruͤkgehen, um feine Zruppen in rubige Winterquartiere zu vers legen. Diefem Entwurfe getreu, eilte er nicht den
Feldzug zu eröfnen, ſondern verlaͤngerte die Zeit der
Ruhte für feine Armee, die erft ſpaͤt am Ende des
debrnars Erholung belommen hattee. u Die
mehr gewogen, warb von dem Thatenrufe Sietew's fo entzüft, daß Re ihm 300 Werbe zur Errinuns 6 Regiments aus ihren sanen ſcheutte.
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Die Deftrecher wollten ſich die Ruhe der een zu I Njge machen; und fie niit ihren unzähligen Teiche ; ten Truppen in lauter kleinen Gefechten aufteiberts
Friedrich aber, der ihre Abſi cht merkte, hielt ſein Heer zuſanmen, ſparte feine Kräfte für einen Haupt⸗ ſchlag auf, und dab lieber Kleinigkeiten Preis, als
das Ganze in Gefahr zu bringen. Ein’ Körps von
42000 Ungarn unter Aufführung des alten Feldmar⸗ ſchalls Eſterhazy, and’ der berähmten Parteigänger
. Raroli, Feſtetiz, Spleni ind Ghilani/ die ſchon im Minter in Schlefien eingefalleh waren, wiederholten zu Ende März ihren Verfuch, ftreiften tief in’ Ober⸗ ſchlefien herum, ſchlugen kleine Preußiſche Haufen,
2 amb wagten fi) bis Bei ven Feſtungen Kofel: und NReiße vörbei. Friedrich, der ihnen eine Zeit
Yang: zugeſehen hatte, hielt es am Ende doch für übthig ihren Daͤnkel zu demuͤthigen. Er ſchikte den '
‚ Öberfien Winterfeld mit 6 Bataillonen und
1200 Hufaren zu ihrer Vertreibung ab. Diefer mus . ige und einſichtsvolle Offitier entledigte ſich ſeines u Auftrages auf die ehrenvollſte Art. Er griff zu Ende B April 5000 Ungarn an „welche ben General Golz mit ı Bataillon und 500 Huſaren unweit Oppeln
. „ umzingelt hatten, ſprengte fie ganz aus einander,
and nah ihnen 300 Gefangne und ihr ganzes Ges paͤkke ab. Am folgenden Tage flied er auf 2000 feindliche Hufaren, die an einem Morafte fanden; er jagte fie in ben Sunipf, wo der größte Theil ums tm, der übrige gefangen wurde. Dies flößte dem Ungarn Eorfurgt por der Brenfilden Huſaren, die
ihnen
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thuen ſonft verächtlich vorgekommen warnen ze. verließen die Odergegenden gaͤnglich. Einen Monat nachher legte Winterfeld neue Proben der. Kuͤhn⸗ heit gegen ein andres Stieifkorps der Oeſtreicher ab⸗ Weit’ ziwet Huſaren⸗ Regimentern und einigen Batail⸗
Vnen, zuſammen mit mehr nicht ald 2400 Mann;
” füllte vr bei Landshut bie. feindlichen Bewegungen
beobachten. Ai goo Ungarn hatten fich bis Hirſch⸗
"Berg durchgeföhlihen: Wiunterfeld gerfireute fie und
machte 300 zu Gefangnen. Nadafti wollte dieſen
Schimpf rächen; "und mit 7000 Ungarn den Oberſten “ Binterfeld aufheben. Aber nach einem Gefecht vom
4 Stunden ward er gefihlagen, und indem er ſich zuruͤkzuziehen anfing‘, von: den eben anfommienven
friſchen 10 Schwadromen des. Generals Sei fo gaͤnzlich geivorfen, daß er mit einem Verluſt von
60 Mann in größter Unordnung bis nach Böhmen fliehen mußte. Er batte bei Landshut Pofto faflen, ad der großen Deftreichifchen Armee den Weg bah⸗ dien’ offen. Noch aber waren Friedrich's Plane nicht reif; und darum erwarb fid Winterfeld durch dieſe glüflichen Gefechte ein bedeutendes Verdienſt, welches der König dadurch ehrte, daß er ihn auf ver teile zum Generalmajor ernannte. Zu Ende des Aprils zog Friedrich feine mehrſten Truppen zwiſchen Sranfenftein und Yarfhlan an der Neiße zufannten. Der Marle graf Karl, Enkel des großen Kurfürften, und Bru⸗ der desjenigen Prinzen, welcher im Sept. 1744 vor Prag dns Leben verlor, hielt mit einem befonnern
U Korps
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Eur — Drpo pan- 10 bis 12000 Wann Treppen *
Zägerndosf beſezt. Dieſe Stellungen. wurden darum genommen, um die Oſtreichiſche Hauptarmee Im Aug⸗ zu behalten, weiche entweder bei Schmeide nis, Glaz oder Jaͤgerndorf aus den Gehirgen
herausruͤlken wüßte. Dieſe Stellungen brachten
eher auch eine große Unbequemlichkeit hervote and. haͤtten faſt einen bedeutenden Nachtheil für vie, Preu⸗ Ben- befördert. Es entfiaud nämlich in ihren Quars zieren eine Lülle von Jaͤgerndorf bis Neiße, welche die Feinde alsbald beuuzten. Sie chitten
ein Korps von 20000 Mann ab, von denen ſich ein
Theil zwifchen den König und den Markgrafen Karl
draͤngen, ‚der andre von Ratibor aus an der Dver
einen Kardon ‚ziehen, und hierdurch den Markgrafen.
von der Föniglichen Armee abichneiden mußte. Sie
hatten Hiebei eine doppelte Abficht : fie wollten das markgraͤfliche Korps umringen, und den König durch dieſe Pewegungen nach Oberfchlefien hinlolken, da⸗
mit unterdeſſen die vereinigte Saͤchſiſche und Seſtrzi⸗
chiſche Macht auf der andern Seite bei Laudshut in Niederfchlefien ungehindert einbrechen koͤnnte. Diefer Plan war fein und liſtig ausgedacht; abet.
Friedrich merkte ihm zu vechter Zeit; er blieb baber
feft auf: feinem Diez fiehen, und befchloß vielmehr, DaB Korps des Markgrafen an fich. zu ziehen, gang. Oberſchleſien bi auf die Feſtung Kofel zu räumen, und alle Unfialten zu einen eutfcheidenden Schlage im Fuͤrſtenthume Schweidnjz zu treffen. . Hier trat
eine große Verlegenheit ein; man wußte nicht, wie o. . | der
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der ‚Befehl zur Ruͤtzoge ap —— Kart. gelangen. follta; weil.alle Wege nah Fägerndorf. fo genau‘ von. den, Feinden beſezt waren, und for. ſcharf bewacht wunden, dag. ſich kein · Foldjaͤger, nicht einmal ein Spion durchſchleichen kouute. Ein ſtarkes Korps dahin abſchikken, wollte Friedrich nicht, weil er ſich dadurch geſchwaͤcht und bedenk⸗ lichen Gefahren bloß geſtellt haͤtte. Die Beweguu⸗ gen des greßen feindlichen Heeres gegen Nieders ſchleſien zu-machten es in der lezten Hälfte, des· Mai's für den König durchaus nothwendig, das Korps des Markgrafen au ſich zu ziehen, Er befahl: endlich dem General Ziesen, daß er mit feinem Regimente alles, was es auch koſten möchte, wagen: - fellte,, um bis zum. Markgrafen zu gelangen, und ihm die Drdra zum fchleunigen Aufbruche,uach Frans kenſtein zu überbringen; zugleich follte ex dieſen Ber fehl allen feinen Huſaren bekannt machen ‚ damit, wenn auch nur ein einziger durch kaͤme, der Mark⸗ graf die noͤthige Auweiſung erhielte. Schon der lezte Zuſaz beweiſet es, wie ſchwierig dieſer Auftrag war, indem Friedrich ſelber das ganze Zieteufche Regi⸗ ment für verloren gab, und zufrieden war, wenn nur ein einzelner Huſar durchdringen koͤnnte.
Zieren fuͤhrte dies kuͤhne Unterne hmen auf die kuͤhnſte und ſeltenſte Weiſe aus, die nur je ge⸗ wagt worden iſt. Ein unbedeutender Umſtaud gab
ihm dies ein. Sein Regiment hatte bisher ſelbſt den Winter hindurch die ordentliche Sonmmermons tur, das beißt einen sothen Dolmann und eine. air
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he iragin: . Die Wiuteruniform⸗ auß einst Manen. Pelze und einer Schuppenmäzze beſtehend, wer ebem uff aus Berlin -angelomnien. In dieſer Tracht hatte ſich dad Regiment noch nicht vor ben .
Feinden ſehen laſſen; fie: Härte auch mit der Kleie dung des Deftreichifihen: Hufarens Regimentes von »Spieni' die größte Aehnlichkeii. Hierauf gruͤnbete Zaͤeten die Möglichkeit, ſeinen Leuten das Anſehn
von Oeſtreichern zu geben, und ſie als ſolche mit⸗
ten durch die feindliche Armee zu führen. So bes
dvenklich Die Sache war, fo leicht. irgend ein Zufalf vie Taͤuſchung aufdekken konnte, fo verfuchte es
Zieten doch, und ed gelang über alle Erwartung, . &r: ging dei Ortmachau über die Neiße, und ſchlich · ſich in der Nacht durch Gebuͤſche und Unege dab) Neuſtadt hin, wo eine Fleine Pretißiſche Beſazzung gauz ifolirt von den Armeen lag. Die Deſtreicher hatten in derſelben Nacht einen vergeb⸗ . chen Angriff auf dieſen Ort gemacht, und zogen jezt eben in 2 KRolonnen ab, um .wieder zu ihren‘
‚Lager nah Leobfſchuͤz zu. gelangen. : Das war
gerade der Weg, welchen Zieten nehmen mußte.
Ohite · Bedenken ſchloß er fidy an eine der feindlichen Kolonnen an, als ob er zu ihr gehörte. Einige ges ', , borne’üngarn, die bei ihm dienten ‚; gingen "voraus
und begrüßten die feindlichen Feldwachen und Poſten bei den Dörfern traulich in ihrer Sprache, Nies mand fehöpfte Verdacht. Man ftieß auf ein Defts reichiſches Dragoner s Regiment, welches neben den rat und undefangen dahin reitenden Preußen ohne
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ou 63 .
ln aawas Arges zu: dynfen voruͤber zoye So war „Bieten, unerkannt vom Morgen an bis. Nachmittags .4 Uhr fortmarſchirt, als er witten Anner pie Kroa⸗ „im, gerieth, welche danfeuwriſe zwiſchen den Dörs ‚fen hernmſchmaͤrmten. Er- kam nun; dem feindli⸗ chen Lager bei Zeobfchüg fo. nahe, daß er es von
einer Anhoͤhe, woruͤher er ritt, ganz uͤberſehen
keynte. fr. ließ 46 ,feitwärts Jiegem, und fegte feis
wen Weg immer: agb. fort; uber als bier dgE vorher bamexfe. Dragouer a-Megiment: links ins Lager rilte, und Zieten am; dahin pichtfelgtez: fondern
mägtö; trabte 1:-fa wurðr pin wachſamer· Poſten
der Feinde aufmerkfam , :ztlannte,hie Wrenßen, und Yaspın Das Lager. Due vas Gefhreis.- Bieten,
Parafen! Presägn} in‘ Aufruhr. Mözlich guͤſtete ſich alles „i..man. fing! an antiken, - mer
af zu: Den Waffen Rinige Wegimenger, die noch
aid abgefefien hatten, Titten auf Man les, und Yiele Infanteriſten felaten.::.:Z hen: hane zabty ide sötkzeinen zu gingen: Vorlpryngu ols dal man ihm Wtse aumringen Fangen: ar allge Schramm: aneiq
4m im, .-aegen wescha.er ſich fpıtenfsr wehrte daß
fie abli⸗fjen. Einige Keit nachhey traf sr. undh-eineg.
Trupp· Oeſtreichiſche Huſaren/durch· weiche ex ſich benfalls, obwohlmit einigem · Verluße durchſchlug Dies war nicht mebr weit von Jaͤg ermdorf, wo . bald Darauf. zum geoͤßten Erſtaunen und zur ent⸗ zaltenden Freude des Dartgeifigen Bert güüle bich — rede :
Zu
. ‚ ed 9 . Gh 3 PN , . ‚ * ‘ — I X un "28 j D
em Der Markgraf Kart: begab ſich den empfallg⸗ 5
nen en gemäß, ſogleich den 22 Mui af’ oM , fe; RR züm Kdulge Zu ſtoßen. Die Oeſtrei⸗
«cher, weite ber Felörtatflalt Eſerhaz ons
mandirte, hatten? dieſen Ru vermuthet, und Nialles veraͤnſtaltet, um: ihn wenigſtens: zu erſchweren.
Schonreine · Wiertelmeile vdn · Jaͤgerndorf hattenſte
rine Batterie won. 12,’ auf dem Hullbetge aber äitle vbn ga Kandnen ertichtet, undudie ganze Stiuſe dis Neuftadt⸗hin mit noch andern Kanonen undenat 180000 Mariubeſezti Diesnaules hicit Jeboch den Vuůg der 00Preuften tiicht Auf; unter dei fatch⸗ enichſten· Feuer aus · dem proben: Geſchuͤz, ulnn dem Aeinen Gewehr, welches aber: meiſtens zur hoch y
J
ziässefiwar, Veſtlirten der: Borkrab und das Mitret.
æorps nrbeit:ven Hullberge vorbei. Durch ein Miß⸗ verſtaͤndniß blieb hier ein Theil der Arrilletie "ib Bugagel zuruke Dieſen Fehler "bemerkte der Felnd, erieitteodather mis ſeiner · gauzen Macht vom WAHR, geerab· n ha hier eier machen! YORE Wäo · Auftihrer des Meußiſchenuirerzuges, bie Ba webalervon Ziatdunt und von Sech wo draͤnyrleztret meoeuntmanderr den Dragecesivon⸗ eudwig Micvcccber Ton edie⸗ Deſtrvicher for weit nichtkomnien fäde dern‘ geiſfen · Wei ſelber mit einem ſolchen Nachvto⸗ pt, daß fiermit Afreh 3 Regimenietn drei feindttigb. Regimentet ap ganz ·zuſfa menhieben. ME DIE abrigen · Oekreicher ug tiaurigen Ausgang vieſes
Unternehmens ſahen, verging ihnen ale Luſk; Ach mb den Preußen zu meſſen; fie liefen Davon, und
| u * | Mirzten ſich wit. graͤgilchem Gehenle‘ih-Vie- Gerade Barten Wälder. "Die Preußen, deren Kavallerie _ hier einen außerotdentlichen Nuhm ernten, winden aaf’ihreni fernern Marſche nicht mehr beunruhigt, Sie jogen am 28. Mai wie tm Triampfe zur Frende der ganzen Armee,ht bas.: königliche Lager buü Erankunftein, - Ye mißlicher die Vereinigung dieſes Korps mit den Huuptheere geweſen war, um deſto größer war die. Zufriedenheit des Konigs hien über) am'deſto lauter der Dank, welchen er dem Gerarale Zieten und Schwerin fuͤr ihr Betragen bb zeigte; alle Stabskapitaͤne⸗ itzer Resimenttt erhieb enden Bett: Orden... “ € Dieigroße —— — — Anne, weh che fich bei: ka wdon au vereinige / hatie, Akte zu Euro. des Moi’s. bei Kompakt in das dZuͤrſtenthurz Shiriunigisoinet Mazefien- Shrrkiis, und ine lvichten Eroberungen traͤumend ein. Fries deichehatte fie nat. ranſilich erſonuene Rift Imre Sergkoſtgkeit geroingt, ı Bun Sehrdelduiz ohnte ein Yulidkerj welchet Spionsdienſte wrrnicheetey:inbet den Preußen untreu, ſich zugleich von den Oeſtreis thern / als Kundfchafter brauchen ließ. Frie dr ichz weicher efrine Zoppelzuͤngigkeir bald iune wurde, - Ka ficd; als ob er davon aichts merke, und / baute hlerauf ven: Plan, ‚inte Feinde durchfulſche HRach⸗ richtar zu taͤuſchen, uud ind Nez zu Velten Durch dine auſehnliche GBelvſannne verpflichtete er den Epion, ihm fruͤhzeitiz voin vvni Marſche des Prim um: Karl von Lochringen Meldung · Kſthum, damit rn —65 er
ar ur a ſich, En er es für notlig hielte, bi unter wie > Kanonen von Breslawigurätziehen, und dort dep. : Feind; ergarsem. koͤnute ; and um⸗ den ſchlanen Ata⸗ aͤuer in diefer Meinung gm beſtaͤrken, Hefi.sriäiß . Waege nach Breslan zu, mit einem Unfchein vom - großem Aufwande, ‚auöbeffen. Der Spion eilte zum: Pringen Karl, um ihm die wichtige Cotdelkung mitzutheilen, Daß: bie: Hanpſrarmee Der Preußen bis in di-Mirte Schlefien’s, abzöge, und er auffer eini⸗ gen Ötreifparteien und Heimen: Wefazzunges in den Srengorten keine Feinde antreſſen wuͤrde. Die Geo⸗ aerale Winterfelde und Damoulim „else von ihrem biöherigen Maſten beit à udah ut· nach Sch weicdniz zaruͤkgingen, vetbreiteren· een Dad fejbre Bericht -allenthasben ‚..:uud. ‚hintergingen ven gebachtin::Gpion : durch: sine verſtellte Vertraulich⸗ dit, daß er; em: Prim⸗u Karl immen: neue . guifpen «Bon; der. "Entfernung „Der imußene ahene race Wer Prinzʒſezte zulezt keinen Zwaifek weln imndia Machricht; noch gam erfüllt nen Zrinfäge · Yalsl en. Det nergangnen Jahtes glaubte er Aiif und keit at. den Ruͤlzug des Könige, weil dieſer· Olanbe ir feinen :Wünfchen. oͤhere immte, und. fein Ehngeize fdymeichelte, '. Ex. iibeckieß: ſich diner nblkis . gen. Sorgloſigkeit, und brgüufigte daburch fe Projetin; :nitleharBriedrid) laͤngſt entroorfems Hatkes;. »’ .QU8 Der. König; von dar-Wanaberung: der Geinde benachrichtigt wurbe, foıbbnih:ee am 29. Mai us dem Lager — ‚an: marſchirte iuch Reich em ka h.. ‚Bet. eami/ gingen. Dune - Schweid⸗
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= 65 m | Schwei dui iz, und Verteilte feine Armee son. Bier an bis Sıriegau 2 Meilen weit in eine faft ums wuterbrochne Linie, Dieſe Gegend hatte er zum Empfange und zur Nieverlage ber Feinde beſtimmt; sr wendete 3 Tage an, alle Qerter herum geunu zu, unterfuchen, alle Wege in.den Stand zu fezzen, alle. Anhoͤhen zu verſchanzen und alle Vorbereitungen zu treffen, um die aus dem Gebitge hervorruͤkkenden
Seinde ‚durch Waffengewalt und Ueberrafdungse _
Fhret nieder zu donnern. Am 2. Juli lagerten ſich die Oeſtreicher und Sachen. bei- Bolfenhaim, Die beiden Anfuͤhrer, Prinz Karl, und der Sächfte ſche Herzog von Weißenfels, ritten bis auf eine Anhoͤhe von Hohenfriedberg, wo. fie ſich am Golgen poſtirten und von hier aus die ganze Ebene überfchanten, Sie bemerften aber nur einige unbebeus tende Haufen von Preußen. ‚Die sigentliche Armee, welche hinter dem Nonnenbuſche, hinter Huͤgeln und Erdwaͤllen mit der aͤußerſten Stille verborgen lag, entging ihren Blikken, und fie fanden die taͤuſchende Hofnung, daß hier Fein Zeind zum Widerflande vors handen fei, beſtaͤtiget. Sie verabredeten daher, daß dar, Oeſtreichiſche General Wallis Schwyi d⸗ wiz wegnehmen, das dortige große Magazin erz bern, nud dam die Preußen bis Breslan berfol⸗ gen; der Herzog von Weißenfels aber. die Stadt Striegau mit ſeinen Sachſen beſezzen, und-forann. BGlogau belagern ſollte. Am 3. Jumi bemerkte Friedxuach, der feine Borpoften alle Tage befuche te.,, von: einer Anhöhe, daß die Deftreicher mit flies MAallns Br. Geſch. 6. Thl. IN CE) gem
.
| — 7 EEE genden‘ Zahnen und iilugentem Spiele weiter vorräßs N ‚ten, daß dad, ganze feindliche. Heer in 8 Kolonnen
rs den Gebirgen mehr in die Ebene marſchire, daß ſich die Sachfen uͤber Striegdu' hmans bis
‚nah Pilgrimshain ausdehnten, die Oeſtreicher
aber bei Ronftorf und Hausdorf festen, und ihrem rechten Flügel an das Striegauer Waſſer lehn⸗ ten... Nım rüftete: er ſich zu einer Hanpiſchlacht auf den folgenden Tags Der Gmerol Duͤmoulin mußte Abende um 8 Uhr aufbrechen, und die bei. Striegau llegende felfige Auhoͤhe, ' die einen Topasbruch enthält, und der Spizberg heißf, beſez⸗ zen. Die übrige Armee nahm ebenfall$ in nächte ficher Stille, wobei auch daß, Tobakrauchen nicht geftatter wurde, die neuen Stellungen ber Striegau ein, welche Friedrich für die zwekmaͤßlgſten sum gluͤtlichen Erfolge bes Kampfes hielt. |
Zchlacht bei Hohenftie bbetg oder Ä Striegau
den 4. Juni 1745. Schon fruͤh Morgens um 2 Uhr verſammelte Frie drich feine vornehmſten Generale, um ihnen die Anordnung der Schlacht mitzutheilen, wobei er unter andern ſagte: „Die Reuterei faͤllt ven Feind ungeſtuͤm mit dein Saͤbel in der Kauft m; fie macht in der Hizze des Treffens Feine Sefangues fie richten ihre, Hiebe alle nach dem Geſichtz nach⸗ | ‚ dem 9". bie vor iht belnudiche Kavallerie arworfeh, | ' uns \
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und. zerſtreut hat, kehret ſie dann gegen dad feinde liche Bußuolt guruͤk, uind nimmt es entweder in die Seite oder. in den Ruͤkken, wie die Gelegenheit ſein wird. Die Infanterie ruͤkt mit großen Schrit⸗ im gegen den Feind an; wenn ed die Umſtaͤnde nur » ' emgermaßen erlauben, bringe fie mit aufge pflanztem Bajonette auf denfelben ein; muß aber gefeuert werden, ſo thut fie Died nur in einer Ente fernung von 150 Schritt.” . Hierauf begab fich je⸗ der auf feinen Poften, um die erhaltnen Befehle zu vollziehen. Der- General Dümgalin bekam auf .“\ dem rechten Flägel zuerſt Gelegenheit, das große Schauſpiel des blutigen Tages zu eroͤfnen. Auf einer ihm gegen über ‚liegenden. Anhoͤhe zeigten ſich 3 Infanterie » Basaillone Suchfen,. "welche bed. - fimmit waren, ‚ Striegan einzunehmen. Sie ers Raunten, Preußen vor fich zu finden, die fie niche dermuthet hatten, ud machten daher Halt, bis alle Übrigen, Soͤchſiſchen Abtheilungen heran. kamen. Dieſe wurde bon 6 Mierundzwanzigpfänbeen, weiche auf dem -Spizberge aufgepflangt waren wie der alles Enverten heſchoſſen und Abel zugerichtet. Dennoch " haste‘ die. Saͤchfiſhe Kavallerie Mur genug, die Preußifihe ſchon in Ordnung ‚fishende Meuterei anzugreifen; ſie wurde aber nach 2 Sal⸗ von völlig: geworfen, nud zur unordentlichen Flucht gebracht. Die Pteußiſchen Gardes duͤ Corps hieben aun in die 2 Infanterie⸗VBataillone ein, welche ſich F gezeigt Hatten; dieſe leztern ſanken Ffaſt alle Mann für Mann unrer dem Preußiſchen Saͤbel. E23) Dar
6 — | Darauf drangen die Grenabirre und. da6 Regiment inhalt in die Sächfifche Infanterie ein, weiche fh ſtellen wollte, ‚die aber, ehe fie died konnte nd Zincht getrieben wurde: Eben dies Schikſal hattð das are Sächflfche Treffen, an welches nun bie Neihe kam; ‚ob. es gleich auf-einem morafligen Bo⸗ den · ſtaund und.fichtapfer wehrte, konnte es ven fies genden. Preußen: ‚nicht lange widerſtehen. Die Säcpfiichen. Generale . bildeten. endlich aus rmmigen Bataillonen auf einer Auhbhe ein Drriek, welches die Preußen wenigflens. einige Zeit aufhalten follte,
Banıit das übrige gefchlagne Korps einen fichern und gutgeordneten Nälzug-thun- koͤnnte. Aber die fiege - reihe Prendifche. Ravallerie verhinderte Diefe Were ‚haben, Durd Truppen, welche der General Kalle ſtein vom 2ten Treffen herbeifuͤhrte, unterſtuͤzt, übere fluͤgelten ſie die Sachſen. Leztre ſahen jezt alle Hof⸗ nung zum ruhigen Abzuge vereitelt, und das Dreieß wardete ed nicht ab, bis es umtingt und zuſammen⸗ gehanen würde; es machte ſich eligft auf die Biluchtz die ganze Saͤchſiſche Armee ſtuͤrzte In dee gröoͤßten Unordnung, fo gut jeder kennte, davon, Ein paniſches Schrekken bemädhtigte fich ihrer. Sie hatte die eutſchiedenſte Niederlage bloß. von einem Theile des Preußifchen rechten Flügels erlite
- ten, ehe noch der linke in vbdlliger: Schlachtordnung fand. Die Sachſen berechneten felber ihren Bere Inft an Tobten, Verwundeten und Vefangnen zu 3350 Dann.
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n Caurcchiſche Sehe war nech nichts vor⸗ Wen es verfloß noch eine Diientelfinnbe, abs _ auch fie bintige Denkzeichen ber Preußlſchen Tapfer⸗ keit erhlelten. Wan meſdete dem Prinzen Karl ‚ a Hausdorf, wo. er fein Quartier hatte, daß · man ein ſtarkes Kanotzen⸗ mid Gewrhr⸗Feuer hore E
biieß boi dinfer Nachricht ganz ruhlig, well en ſich
einbilbste, daß dies vun dem Saͤchſeſchen Vortrabe derruͤhhre, welcher Striegau eimehmen ſollte. Vald zeigte ihm eine: andre. Boiſchaft· anti, daß die
Gacfen: villig: geſchlagen, und. ae - ‚gelder mit |
Fuͤchtliagen überfäer wären, Jezt erwachte er Wıreltich aus feiner Taͤufchunger zog fich eiligſt an, und lie ſeine Arıhas.asörätten.. Die Deftreis der warfchixten mit: abgemeßnen Schwitten in die
—
‚Stone, welche zwiſchen dene Striegauer Wälfer und
dem Ronſtolker Gchötze liegt; und die mit vielen Gräben als Grenzbezeichnuugen ber Bauerguͤter
durchſchnitten iſt. “ihre Greuadiere wialbien von
dieſen Graben mit vieler Einſicht zu ihrem Vortheile Gehbrouch. Aber vie Prouben ließen fünen nicht
Zeit, fich in gebörige Orbeumg zu ſtelen; der rechte.
Preußiſche Flaͤgel aud die Mirte Des erſten Treffens
näberte: fi Innen [hme, uud brachte ihren linken
Flügel nach einer tapfern Gegenwehr-zuni Weichen, Sr zeichnete ſich beſonders die konigliche Garde aus; fie warf Die feindlichen Grenadierr, welche ſich ten. Onlber: amal ideen qn ſezzen fuchten , beide Male mit dent Vaſonette in die Flucht. Bor de
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FR han. Nun fellte der unke on gegeik den sechten. feindlichen van, vorne anruͤkken und‘ durch deſſen Niederlage den Sieg. vollenden. Der Preußi⸗ ſche rechte Flaͤgel folite dieſe Operatiom daburch un⸗ terſtuͤzzen, daß er eine Viertelſchwenkung machte,
‚and dem: nach. Stand haltenden. Slügel- des: Feindes
an die Flanke : und in den ˖Ruͤkken fiele. Ehe dieß
aber. geſchehen konnte, mußte ſich der gedachte Pregßiſche Fluͤgel durch die, Moräfte und Geſtraͤuche
| . pen. Honkot. sieben, "wobei ein. unghaͤllicher Dis |
- fall „. welcher, der. :Reuterei’ unter dem General Naffau— „begegnete .: : beinahe alle Borsheile der Preußen vernichtet haͤtte. Um an ben Feind zu kommen,“ ritt der General Kiau über die Brauͤtle des Striegauer Waſſers, „weiche. aber nach Dem Aebergange von 10 Echwadronen zerbrach. Riau agriff mir, ſeinent kleinen Haufen dennoch die vor ihm ſehende Reuterei an; aber er wurde bald umringt, ‚uud kampin Gefahr, entweder ganz niedergehauen
Ader gefangen 3a werden ;. nulı in dieſem Falle hätten
‚bie Deftreicher, den: lnken Fluͤgel des Preußifchen
'-Bußoglfö, der von Reiner Reuterei mehr gedekt war, vinflügeln, und: ben Siegen der Triumpf entreiffen Idnnen. Die Geiſtesgegenwart des Gen⸗⸗ rals Zieten, der zum. emſten Male einer Schlacht beihohnte , verbeflerte pen Zufall uud bewahrte und defeſtigte den Sieg. Der König: harte ihm dad Mer ſervekorps von 20. Schpahtenen-anveruimb,:: ſeinen Etandpunkt ˖ hinter: ber: Mitte des zwerten · Treffens wngihea.ed weiter kein hefonbreh: Eeſchafte
auf⸗
—
— ?71 — BF as beß er Aus ‚ur Rachhälfe in⸗ ‚men ſollte, wo es die Gefahr nörkig wachen würde, Bieten Hatte nach feinem Tchablik den Einſturz der Bruͤkke im vorans ale moͤglich in Rechnung ge⸗ bracht, und desweyen eine ſeichte Durchfurt durch das Waſſer gefucht; md in der: Nähe, gefunden. Jet, ba-der Nothfall eintrat, ſprengte er. mit fer nen 20 Schwadronen durch ſelbige, und kam noch gerade zur rechten Zeit nm dem bedraͤngten Kiau Luft zu. machen, und.die feindliche zahlreiche Renten, ui fo lange, aufzuhalten, his Naſſan wit der Abrigen Kapallerie des Iinfen Flügels durch eben Dies
ſe Furt herbei kam, und alles, was von -Defiseis
chiſchen Reutern noch focht, in die Flucht jagte. As der: rechte koͤnigliche Flügel aus ven Gebuͤſchen und Moraͤſten zum Seitens Angriff. hervorruͤkte, fund er beyeits ailes geworfen. Jezt Drang der Ge⸗ mal: Geß ler mit feinem, 10. Schwadronen des Dragoner «Regiments von Barent aus der Mitte des zweiten Treffens durch die Preußifche Infante⸗ tie, welche ſich Öffnen mußte, auf die in Unerdaung arathene Oeſtreichiſche Infanterie, griff 7 ihrer bes Ren: Regimenter, an,. hieb viele ‚derfelben nieder, machte 21 Bataillone zu. Sefangnen und. erbeutete
66 Fahnen, Noch pie war etwas Ähnliches gefehen
worden. Derc ganze: erſte Zug dieſes Regimentä zog mit araberien Fahnen und Standarten vor Dem Rhaige varbei. Die Berwirzung der. Deftreichee wurde durch die, Heldenthat ‚der, Barguter Dragoner mehr Eo albemeinz &.Dapen gor. Saw
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— > Dun — ee PS Abhenfriedberge wo. sie. =
Nadaſti ihren Ruͤtzug dekten, den Gebirgen zu. Wie Preußen, welche durch den Marſch der vorige
Macht uud: durch die“ ſtarke Auſtreugung in. der Schlacht ermuͤder wären, und feine Munition wer hatten, verfolgten den Feind nie dis Kaiuder. „Beide Heere waren ſich an Anzahl renich gleich eweſene die Orſtreicher zaͤhlten ohne die Sachſen an 70,000 Mann ;- eben ſo groß war. anch das Preis
piſcehe Heer; doch von dieſen, welches G4 Mataitlewe
renthielt, waren nicht mehr als 27 ind Feuer ge Sommer. : Der König giebt den Verluſt an Todten ib WBerwundeten zu 1600 Mann au; Audre be⸗
J fſtlinmen die Zahl der Todten auf 968, und der Bobs
wundeten Aber 3000 Mann, Unter ven Todtensbes on famden-fich der General‘ Truchſeß und ·g Oberſten. KWriedrich war mit dem Verhalten feiner Armee Bi jufrieden, daß er von ißr ſagte: bie Melt ruhe nieht ſichrer auf- ben Schültern des Atlas, ald Preußen auf einer’ ſolchen Urmee. Die mehrſlen Stabsof ſe diere' von den Regimentech Saale ‚und: Bevern und don ‘der Gardegrenadieren erhielten den Verdienſtor⸗ Rei. Dem Megimente Vareut gab Friedrich ein need Siegel mit der Zahl 66, ein eigneb Diplaımy worin alle damalige Officiere nainentlidh: angeführt 7 wurben, nnd das zwar unbedeutende, aber in den Augeu ehrbegieriger Krieger twichtige Vortecht, des Waꝛſch der Grenhdiete, und ver Rürdfflere, mar mit Pauken zu ſchlagen. Die-Gleger erbtuteten 76 Fatnen, Sitandaͤrntein ¶ Vaar Panlen _ An '.
, on | oo. . ta nei.’ Die Beiistiher sahen sieh. Boa, | und verloren ‚200 Officiere, 7000 erseine.wip
GSaierale als Gefaugne. Die legtern waren Werlichingen,: Saint Igndn, Forgatſich
und Schlichting. Der General Berlichiks - .
gen baries fich- hierbei manſtaͤndig und unwuͤrbig. Er hatie als Kavalleriſt eine hohe Meinung von der Unäbertrefbarleit der Deſtreichiſchen Neuter, nid
hielt die Praußen une für ſchuͤlerhafte Stkmper da⸗ —
gegen. IE er aber jegt beuierkie.,. daß bie: Schäfer. Meiſter geworden: wären, fo glaubte ee: ihte Tapfrr⸗ St dadurch zu nichte machen. zu koͤnnen, wenn er
Aiekhy einem diſchweibe fhimpfte: (Er aieß bahee
dad) waͤhrend des Geſechtes eine Ziufh von Schmaͤh⸗ und Lſterroden ‚gegen die Preußen fo laut aus, daß ah die Bittenfchen Huſaren hören konnten. Daruͤber abittert ſprengte ein Huſar plozlich heran, und hieb ibm ſo nacharäflich ‚Über den Kopf, daß feine weiß arpuberte. Nerülle: herunter flog, ihm jedoch dr Vrtheil brachte, daB. die Wunde, nicht tief. ging, Dieſe baubgreifliche Erinnerung. berkubte ihn fo fehg, bei::er „Pardon vief und ſich gefangen Jah dus er ſich wieder etwas. erholt hatte, feste er fein nahelhaftrd Echimpfen fort, bis er-.gor den König tim. Hier beklagten ſich die Huſaren “ber. da fölrdhte Berragen des Gefanguen, und: nerlangten deſſe Welrafung:. . Briebeich. begufigte fich Damit, Un ‚einen: eruſtlichen Verweis ‚über feine Unmäniie
ea Dre ihn an die Pflicht. zu erg
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N — 74 — ⸗ 93
em; mie Dapfemeit, bei wem man · ſke er ‚Finde, zu chren. ne
Diefe berühmte und: 9 gaim: helungne Stack, Selde Liſt vorbrreitet / undTapferkeit vollendet zhatte, dauerte 5 Stundeh, und bedelte die Preußi⸗ ‚schen Waffen, welche die Feinde wegen des Jahres
2744 gering zu ſchaͤzzen anfingen, ınit unverwelf⸗ cichem Nuhme. Ale Theile des Heeres zeichneten
fi, Die, Infanterie erregte Bewunderung, - Die rtillerke zeigte einen hohen Grab der Mu, nund die Kavallerie ſtritt mit einen lange, dene ach nie gehabt hatte. . Vorzüglich legte hier rien drich Beweife ſotnas unerfchbpflichen n Erſindungs⸗
geiſtes ab. Er hatte als Meiſter in ber. Kriegsusife
ſenſchaft einen: Plan entwerſen, wodurch <bie -
Schlacht gewonnen war, ſo bald ſie nur angefan⸗
‚gen wurde: Vor feinem Heldenarm. mußte ber
Feind fich bengen; alles war- fo berechnet, daß ihnn Zeine Möglichkeit, .:der Usorbäundi.und Flucht u zu wehren, Abrig” blieb. Auf einmal. änderte fh Eriedricys.. Enge, Schleſien was gerettet, usb das Uehergewicht für den ganzew.Krieg ertungen „Sie wöällen.alfo ſehen, wem Schlefieh
wgebdremfokl;“ ſagte Friedrich bei der Zudie
Ang der Schlacht zu dem Ritter Latour, wel⸗
cher als Franzoͤſiſcher Generaladjutant mit. der Nache
Hit. zu ihm : gekommen ‚war, daß die Franzbfiihe Armee im Beiſein ihres. Konigs ani 12. Mai einen
en ‚Sag kai dr wegen. Engine; 0
_ 0m BE Nabe Decmediecte main Woſtaiher I Nom
Obefe Eontenos In: Sehnen’ eckampft Habe, | Surch denjelben Offieler ſchrich er nacy der Schlacht.
ww Ladwig KV: th habe free bies
Ooheufriedberg dem Wechſelhrief ba
gahlt, welchen fie. bet Sonteuotfrauf.
"mid. ausgeftellt hatten. Sonſt Ak noch: gu
bemerleu daß 2. Bricher Briedrich’s der Schlaht mit "Auszeichnung beiwohnten. Der’: Kronpring
Kugaf: Wilhelm: ging: wär. feiner Brigade in's Rärkfte Feuer, und: als der auweßende Franzoftſche
Geſanbee Markis Bakori.inachher feine Vrrwum
derung daruͤber bezeigte, antwortete der Prinz: man iſt nirgends. beffer, als unter fo Gen Gefaͤhrten, aber man muß ihnen Besesifen, ‚daß. man ihrer würdig: pl,
Der Prinz. Heinrich, . diefer vollendete Held nis fiebenjäyrigen Krieges, that hier als 1öhdhriget "
Arouns Adjaraen⸗ Dinſte bei. dem klatge.
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| Borfälte 20) der. Strieganer Sälcht | |
| bis sur. — bei Sorram Ende - 43 des September,
Den Kg nach der Echlacht ſchikte gei⸗dri die. Generale Duͤmoulin, Zieten, und. Wins texfekd dem fchenden Beinde ‚nach, Der Prinz
Ser: Band bei Laudshut, von wo er!ploͤztich
miſhrach, aund /ſo ſchnell weiter fluͤchtete 3daß die
renßen nur. den Nacynob des Naafı: eizeiihten, Ru, | , Pr und
u
— 22 ze
and ver dieſem neorh einen Danfentin, Mar: Kanonen und Diagen:enlieutten. Die Seftstiehiik . geogen. Sch, nung. wach! Böhmen herein. Grin Dr ich folgte Ihnen auf ben Tuße nach, Mita m 6. Jumi zu; Duͤmonlin bei Landehut ſtieß, ereignete ſiich ein eganz eigner MAiftritt. Einige tauſend Bau⸗ Eu umringten den Koͤnig, and beſtuͤrnuen ihn mit per Bitte; daß er ihnen die Ermordung aller: dou⸗
tigen Katholiken erlauben möchte, damit fie fuͤr die
geon den Papiſten, behondert van Den Griſtſichenov⸗ littnen Verfolgungen unter ber vorigen Regierung BGenngthuung · bekaͤmen. Wrikdrich: verabſcheute
ſolche barbariſche Wiederrergeltungen; doch ser. ließ
Es vnicht dabei bewendeh, die. Banern abzuweiſen ſondern ar belehrne ſie, indem an ihnen das Verhabe ER und die Gebote des Stifters der chriſtliche äh
ARzgior zw Gemuͤthe führte, und. ihnen. ben Spruch
> gerhielt:; lieber eure Feinde, feguet eure Beleidiger
"Better, für eure Verfolger ꝛc. Erſtaunt, einen König alſo predige zu hören, antworteten die Bauern,
daß er Recht habe, daß fie feiner Etmahnung fob⸗ en uud die Katholiken eben laſſen wollten, =
Der ‚Prinz Karl hatte fich indeſſen mwiſchen dnmigrugraßz und Pardubiz an der ie gen lagert, und; feit. den 20. Inni ſein Layer ſo vor ſcharzt und befeſtigt, daß. er nicht augegriſſen nen den fonnte: Friedrich rüte ihm dahin nach, und bezog bᷣei Chlumegz in der Gegend von Ruſuk wan vema hutea gr fa vab an von Binnen
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2 FR Bilder. Rider: Kr ensishi ‚bite ie. wen. "Fa: Diefer: Stellung blieben Oeſtreicher und regen 3 Monate hindurch. FSriedrich hatte. zwar Schleſien bei’ Hohenfriedberg gleichſam noch viamal erobert} abet Oeſtreichz Huͤlfsquelleun nm’ San nicht erſchoͤpft; er wollte fich alſo nicht zu dreiſt auf ſeinGlat verlaffen, fondern Share ſtandhaft bei-feinent Plane, die Grenze VBohmenes ans zufuragieren, und es ruhig zu er⸗ warten, was die Umſtaͤnde weiter herbei führen wuͤrden. Im Kleinen wurde der Krieg mit im⸗ mennährenden Schatmlizzeln fortgeſezt.“ - Der ger Yange Unmtveis wor: Wbhmen, weichen die · Preußen imme Hatten, enthiele wicht Votrath genng, um ullezn die ganze Atmee mit allem Nothigen zu verſorgen; jeden gten⸗ Tag ging duher von Schweidniz aus dei’ dortigen Magazinen ein Wirpflegungetränspärt‘ mE Rager db, Die Def
reicher denuzten bie‘ Ueberlegenheit ihrer Teiche : ° .
Truppen dazu, dieſe Transporte aufzufangen; Wer: voch zu erſchweren ' dieß beranlaßte be⸗ Madige Gefechte. Jedes Bund Sttoh koſtete ein - Richten; Moraz / der Unmenſch Trenk, Nas Saft und Srandini lagen alle auf dem Selbe; | Rury, es war eine rechie Schule für den reis I
nen Kite, · J
Mancherlei unten adthigten den Knie, ab durch Abſendung anſehnlicher Abtheilungen/zu ſchwaͤ⸗ nd Sleich u dem wrätnge Des "rt
| | Mar ’
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| Wartgunfen Karl:aus —* Meisten ſich die Ungarn ungeſtoͤrt i in Oberſchleſien aus, und erobere ten durch Treuloſigkeit eines Officiers, der zu ihnen
Äherging, die Oderfeſtung Koſel. Derſelde zeigte
Graben und erſtieg mit ihnen die Baſtei. Ein Theil
8
—
ihnen an, daß der Wallgraben noch nicht fertig ende; " “und daß er an der Ekſpizze einer Baſtei durchwatet werden koͤnnte. Der Verraͤther zeigte den Paudun⸗ ren, 2000 au ber Ball, ‚felber den Weg durch deu
der Befazsung warb niedergehquen; der uͤbrige 350 J Mann ſtark gerieth in Gefangenſchaft. Fri edrich
ſchikte hierauf am 25. Juni den General Naſſau mit 12000 Mann nach Dberfglefien, mm Kofel wifder zu erobern und. die Ungarn zu vertfeiben;
Naffau wendete ſich anfänglich nach Neuſtadt im.
Neißeſchen reinigte die dortigen Gegenden von den
_ Sspaten, und blieb hier viele Wochen lang ſteben, . am die Gemeinſchaft mir Niederfchlefien offen zu be⸗
halten und das Wiederkommen der Ungarn zu dere hüten. - Erf am 20. Auguſt nach empfanguem Bea fehle, die Einnghme von Kofel zu beſchleunigen, wen⸗ dete er ſich nach dieſer Feſtung bin, der er durch vern ſtellte Bewegungen fo unerwartet nahe-tamı, ; daß die feindliche Beſazzung non ſeiner Ankunft eher wichf&
exfuhr, als bis fie eingeſchloſſen war. Die Preußen
machten nach einigen. Nachrichten ein (p- geftigeh
Feuer auf die Stadt, welche fie für treuloß anfabhen, --
dag die mehren Haͤuſer in-Wrand geriethen; nach Sriedrichs Erzählung ergriff. das Feuer nur einige
Haͤuſer, und das nicht oe, ang, durch Mm ’
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kan Dies leʒtere ſchriut ber Wahrheit aemaherz |
denn die Werke der: Feſtung (auf dieſe mußte alfo' _ das Feuer gerichtet worden fein) wären fo.befchädigt,. wie alle Nachrichten übereinflinmend melden, daß.
fich die Beſazzung nicht, mehr halten Esımte, Der
Befehlöhaber bat um freien Abzug. „Sie haben.
„lich, fagte Naffa u zurben abgeotoneten Biken Ä
als brave ‚Leute gewehrt; ich habe aber ſchon die. „Quartiere für: fie. zu Breslau beſtellt; folglich: - wmuͤſſen fie ſich geichwind entfchließen, im die Krieges. Adefangenſchaft gu willigen.” Diefen Rath befolg⸗
ten ſie. Es wurden 3000. Kroaten am 6. Sept. Pi | fangen, da die Eroberung den Siegern nur 45 Mann
koſtete. Naſſau ließ: 1300 Mann zur Belazzung:
jerüf, verſorgte die Stadt mit Lebensmitteln, und. _
39. fich darauf nah Troppan, von mo aus er⸗ einige Kreiſe m Maͤhren durchfireifte, uud ſich bu Peach: mit ben Ungarn herumſchlus. -
. Die Drofungen der. Sachſen, einen Eiai ws: Kurfirftenspam Brandenburg zu thun, und die Ah⸗ Berufung ihrer : mehrften, Truppen von den Defireie Gern zu biefem Zwek, höthigten den König zu neuen.
Schwächungen feines Boͤhmiſchen Heeres. Er ſandie. den General Geßler mit 4 Regimentern Infanterie
md 3 Regimentern Kavallerie im Auguſt zu demjea
untgen Korps, welches. der alte Fuͤrſt von Deſſau bei
Halle ſammelte, und: am. Zuße des. Petersberges Iagerte, um die Sachſen in Furcht zu .erhaften,
Die Unnee Bär fat vensnnin, bie Suchfen
für.
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u fir’ f wele deräßte Beige zu ie,
Aber die Hofnung, fie nach wu Oeſtreich's Bunde j
. 3m, trennen, "welche jegt durch einen befondern Um . ſtand zunahm, "hielt. Preußen von wirklichen Feinde
heligkeiten zuruͤk. Diefer beſondte Umſtand war eint
friedliche Konvention, welche Friedrich zu Hanaeg: ner mit dem eben dort anwefenden Könige GedigIL, am 22.. Septenlber abgefihlofjen hatte. Friedrich wuͤnſchte ben Frieden ernſtlich, weil er feine Finan⸗ zen vetzehrte und feine Statskraͤfte ſchwaͤchte; alle feine Verſuche in Wien waren vergeblich; er benpgta
daber die Stimmung des neuen Englifchen Miniften
rinms, und, die Wuͤnſche Georg's, um andıer Ahr
ſichten willen den Schleſiſchen Krieg: grendigt E71 | feheh; ;.er Inäpfte Unterhandlungen mit ihm ame deren Reſultat das Verſprechen von Engliſcher Seite,
war, daß der Ftiede mit Oeſtreich nach Juhalt des Breslauer Traktats gefchloffen, und durch England)
- Bermittlung von allen Turopäifchen Mächten Bas
Jantirk.iwerden folle, wogegen Friedrich die Kälfere
wuͤrde des Großherzogd Franz. anerkennen wollte. :
Georg ſchmeichelte ſich, die Hoͤfe von Wien ung _ Drssben:jam Beitritt dieſer Hanndverſchen Konoenn nen bewegen. zu koͤnnen; und eben darum verfuhr Fried rich fchonend und nachfichtig mit Sachſen. Seint Erwartung, daß: dies einen baldigen Frieden zur gewuͤnſchten Folge haben wuͤrde, ſchlug aben
ſehl. Der Stolz und die Erbitterung vr Marie Therefic vermehrte fich, als ed ihr endlich gelun⸗ gen war, buch Die an'sz. Dept; oölgogne Best
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der wehrſten Sarfürten; die Bafieme auf 8
Haupte ihr; Gemahls Framz I. glämzengu ſehen .· Gie begegnete bei ihrer Anweſenheit zu Sramffurc,.. -
wo. die Krönung am 4; Oltober, obgleich mit Wider⸗ ſpruch von Brandenburg und Pfalz, vor ſich ging, den Deutfchen- Fuͤrſten mis Webermuth, dem Heſſi⸗ ſchen Prinzen mit. Unbfflichfeit, und redete heftig: gegen Friedrich. . Sie besrachtete ihn wie einen ren, Bellifchen Ugterthan, und vesfücherte, daB fie Lies ber nen. Rot uam Keibe, als Schlefien von ibren Staten miſſen wolle, :Unf pie Friedenſvorſchlaͤge wurde nicht einmal gehört. Der. Kurfuͤrſt von Sachſen hatte keinen hoͤhern Wanſch, ns den, feine Koͤnigswuͤrde in Polen ‚erblich- zu machen. Dazu ſollte ibm Oeſtreichs Beiſtaur und- Preußens Demuͤthigung den Weg ebnen. Die Fuͤr⸗ ſtenthuͤmer Sagan und Glogau waren ihm daher reis, zeüde Erwerbungen, uns Sachſen mit Polen in Ver⸗ bipdung zu. bringen, : Um dieſer Ehimären willen verwarf er alle Borftelungen zur Ausföhnung mit Preußen, Es waren neue Siege udthig, um dem: Siarrſinn der Feinde Friedrich's zu brechen, Und
diefe wurden durch. die Preußen erfochten, ba die: |
Gegner ihnen ſelber die Gelegendeit dazu anboten.
es. war in- der Nähe des kbuiglichen Lager⸗ alle dFuͤtterung aufgezehtt; dies bewog den König, feine Stellung zu verändern, und ſich näher an Trautes nau nuuweit der-Schlefifehen Grenze herau zu ziehen Der Genexal Dämonlin maßte Trautenqu, und. als vr. Beh. 6. Thi. 1. Abth. CM . Lehe
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gehe atd Starkſtatk!beſezzen, um bie Gemein⸗ ſchaft mir Schleſien zu ſichern. Durch dieſe Teup⸗ pen⸗ Abſonderungen wurde die Hauptarmer noch
mehr geſchwaͤcht; fo, daß Friedrich das neue
Lager bei dem Dorfe Staudenz, welches er ſeit
dem 21. Sept. bezogen hatte, nicht gehoͤrig mie
- Mannfchaft ausfüllen Eonnte, Das Lager war über
haupt nicht gut gewählt und nicht feſt verwahrt: Dies reizte die Döftreicher, welche‘ durch die feit fünf Jahren entbehrte und jezt wieder angenommene Bes
nennung: kaiſerliche Soldaten, ſtolzer ges
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worden waren, einen großen Anſchlag wider die Preußen wuözuführen. Die nene Kaiſerin Marie Therefi ie hatte ed ausdruͤklich befohlen! fie war des’ Zanderns, der nichts entſcheidenden Gefechte
‚Aberbrüßig; fie wollte fo bald als möglich eine‘
Hauptſchlacht geliefert wiffen. Sie ſchikte daher den
Fuͤrſten von Lobkowinz, einen heftigen, ungeſtuͤner Mann, der immer nur ſchlagen wollte, nnd den alten
bevächtigen, Herzog von Ahremberg, ihrem‘
| . Schwager, dem Prinzen Karl’als Ratgeber zu. Der leztre, welcher die Preußen’beffer kannte, härte
bie bisherige langfame Art des Kriegführens ger noch fortgefezt. Aber die Beftärmungen des hizzi⸗ gen Lobkowiz, die wiederholten Nufforderungen \ von Wien, und die ſcheinbar günftigen Umftände bes fimmten ihn zu dem Entſchluſſe, den König am 30. September anzugreifen. - Aus vielen Anſtalten Sriedrich’g, und aus mehrern eingezugnen Nach ren done, er bemerkt, bap bie Preußen Böhnen dere
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verlaffen und. nach Schlifien: räffen wollten, Er machte demnach den Plan,ıden: Nachtrak des Königs anzufallen, und nad) deſſen Ueberwaͤltigung bie | übrige Armee. auf ihrem Marſche Durch Die Hohl⸗
wege zul umringen. Er rechnete ganz gewiß anf beh '
Raͤk zug der Preußen und einzig und allein darauf
gruͤndete ſich ſein Entwurf, welchen indeſſen Frie⸗
drich's Entſchloſſenheit völlig zerförte. Win. 29. Eep⸗
temher nuhm ſich Friedrich feſt vor, Böhmen zu rd — |
nen, weil et das Gefaͤhrliche feiner Lage erkamite, und mit 18000 Mann, bie er nach feiner. Augabe nur bei ſich hatte, gegen 45000 Oeſtreicher in eniein
ſchlechten Lager nicht Stand halten Tomte, Er ſchilte den General Kayter:ulit 2000 Reutern aus, . um. bie. Wege zn unterſuchen, und von den Feinden, die nur einen Tagemarſch von ihm funden, Nach⸗
tichten einzuziehen.‘ Kater Fam aber nicht weit;
im nächiten Walde fand er fich zwifchen zwei Kos
lonnen Oeſtreicher eingeſchloſſen, vor ſich ſahe er ei⸗ ken Haufen leichter Truppen, und hinter ihm’ jog
eim Korps Reuterei, größer ald das feinige, herbei,
Er eilte noch zu sechter Zeit zuräf und meldete den
Vorfall an’ den König, Friedrich hielt es jezt für dringende Nothwendigkeit, "feine Stellung ya |
ändern; er gab daher einen allgemeinen Befehl, dag
die Armee den folgenden Morgen um 10 Uhr abs
marſchiren falle, Ä
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FORT bei, Gemsder: Teautendue — “ben gch Sepreiiber 745 a
u Worgens am + meldeten mehrere Offen ° | frei, hinter einander dem Könige, daß die ganze. feindliche Armee -im Anmarſche fer Friedrich befahl 2 ‚sogleich. ‚zum. Gewehr zu greifen, und ging ſelber zu den Vorpoſten, um ſich von ber Wahrheit oder Unwahryeit der Nachricht zu überzeugen, &. fand fie beftätigt; er ſahe Die. Oeſtreicher ſchon üp-
i Schlachtordnung. Nun hatte er von zwei Uebeln
einß zu waͤhlen. Er wußte entweder mit 2500@ Mann *) gegen 45000 fechten, over ſich in Gogen⸗ wart eines geruͤſteten Fejndes durch Hoblwege -unp
enge Paͤſſe zuruͤkziehen. Jeder Fall hatte ſeine Be⸗ —— ver. leztre aber die mehrfign;z., rauch ſchien er der ſchimpflichſte zu ſein. Frie drich eiyt⸗ Be fi ch zum Angriff; ex glaubte, er ſei xuͤhm licher kaͤmpfend zu ſterben, ala feigherzig- fliehenh F — Schon digfer Könehe und musheolle
hy
| en —* in eine ine Sie, da jene drei
‚Kinien
er,
® Friedrich, wie fhon oben bemerkt ie nennt 2 13000 Mann; glaubwuͤrdige Nachtichten geben die
odiage Zahl an; es waren 30 Bataillone und 46 Schwa⸗
dronen; immer ohne Verbalumig gegen die ſeinduche urbermacht.
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Shen Pr WOnE Bis Muibiiren und: Selen Pr) .
Yreaßen geſchahe unter dem Fenern der Zeihde von zwei wert 28" Kantnen befesten Batterien, und unter
dem Werfen vleler Grawentageln auf die Nenterei, nedarch jede‘ antıre Armee, die nicht die Hebung ht . ſchaelles Schwenkungen, wie die Preußiſche, gehabt Be
hätte, verloren geweſen fein wuͤrde. Aber Feine Ge⸗
fat drachte die Preußen aus ver Fafſang, kein
Sofsat verrieth Muchloſtgleit, Feier wich aus ſel⸗ wm Gliede. So geſchwind dies Stellen von Statten sn, fo blieb doch der rechte Fluͤgel faſt eine Halbe.
Eennde dem: feindlicyen Kugelregen ausgeſezt, che ver Tate Fluͤgel aus dem Lager geruͤtt und du feittent Paz im die Einie gefonmmen war. Als dies endlich m Stande war, fo erdfhete . der Feldrnatſchat Vubdenbrok auf Friedrich“s Gehein mit der Ka⸗ vallerie das Schlachtgewuͤhl. Mit ra Schwadronen
hieb er in 55 Oeſtreichiſche ein, und ſchlug ſie im erſten Aureunen. Die Veſchaffenheit des Boben
begauͤnſtigte und uuterſtuͤzte die Preußiſche Tapferkeit. Die: Oeſtreichet hatten ihren Plaz ſchlecht gewählt; ihre Kavallerie hatte einen Abgrund hinter ſich, fie.
fand in drei Treffen, deren jedes kaum 20 Schritte:
som andern entfernt war; es lich alfo den beiden’ hinern Treffen’ kein Raum übrig ſich zu bewegen;
md dieſes dichte Beiſammienſtehen diente ihnen zu”.
Verderben. MB die Preußen beranfprengten, feuer⸗
ten die Deftreicher erſt ihre Karabiner ab, wie es bei‘
ihnen uͤblich iſt; aber che. fle den Pallaſch ergreifen
“Tomte, vwar ihr find Treffen ſchon über den Haufen - F gemwors
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geworfen; ; dies fiel auf das zweite Treffen, das
zweite auf das dritke, und alle insgefammt ſtuͤrzten
entweder in Dem Abgrund ‚ oder Hüchteten ſich zu übe
ver Infanterie, Dieb fiegreiche Reutergefechte machte bie Infanterie des rechten - Preußifchen Fluͤgels zu hizzig; fie wollten die. oben erwähnten zwei feinds, lichen Batterien erobern; fie.rüften aber zu früh dn, ebe bie uͤbrigen Abtheilungen den Angriff unterftägzen konnten; die 28 mit Kartaͤtſchen geladnen Kanonen wätheten fchreflich unter ihr, und brachten fie bald zum Weichen. Doch eben kamen 5 frifche Bataillone, die gleich. Anfangs zu ihrer Mitwirkung beftimmt waren, an; die Weichenden ftellten ſich wieder im. Dronung, und in Verbindung mit jenen eroberten
. We die Batterien, wozn ‚der General Bonip und
dev, Oberſte von Geiſt das Mehrſte ‚beitragen, Dieſe ſiegende Preußifche Jufanterie drang hierauf in das feindliche Fußvolk von der Seite ein, und trieb 4 auf ihren rechten: Flügel zuräl. Die im Mittels punkte ſtehende Garde erflieg, angefährt von ben Prinzen Ferdinand von Braunſchweig,
Schwager des Könige, eine fleile mit Holz —8 ſene Anhöhe, welche die Oeſtreicher ſtark beſezt hats
- ten, und welche der Prinz Ludwig von Brauns,
ſchweig, Bruder des Ungreifers, vertheidigte. Hier. ereignete. fich ber. feltfante Umftand, daß Bruder
gegen Bruder kaͤmpfte, und daß der jüngere den Altern befiegte. Das Schlachtfeld wechfelte zuie Höhen und
"Tiefen ab. Auf jedem Hügel, auf jedem Berge.
fammelten ſich die geichlaguen Feinde wieder; dies . v j vrer⸗
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—X erutmerte bad Gelecht. ‚Poster u |
den von Anhoͤhe zu Anhöhe geiagt; ihr Zuruͤkziehen ‚verwandelte fich eudlich in: Flucht, und dieſe geſchahe mit Verwirrung; Sußvolk und Reuterei Yief..unter ‚einander; - Feine Abtheilung hielt fich mehr zu ein⸗ ander. . So wie. fi in der vorigen Schlacht dad Bareuter Reglment vergäglich ausgeichnese,- fo that ſich jezt dab Küradier: Regiment von Boruftedt :auf dem linken Fluͤgel herpor , indem es das feind⸗ dide Regiment. Dammiz und ein Bataillon ven Kol⸗ lowrat umringte, 10 Bahnen eroberte, und 1700 Ges fangne machte. Die uͤbrige Preußiſche Reuterei des linten Zlögel6 konyte die ihr. gegenuͤber ſtehenden Oeſtreichiſchen Kavalleriſten uicht einholen, weil dieſe gar nicht zum Fechten kamen, ſondern ſich zeitig in
den Kdnigsreichswald zuruͤlzegen. Friedrich hemmte das Nachſezzen bei. dem Dorfe Sorr, mes von die. Schlacht benannt wird. Hinter ſelbigen | ‚legt des Koͤnigsreichswald, in welchen ‚hinein die Feinde zu. verfolgen ‚gefährlich, und ohne Nuzzen geweſen ‚fein würde, Es war genug, fagt Gries
drich, daß 18000 (25000) Preußen mehr als
40000 Deſtreicher in die Flucht ſchlugen. Die Sie⸗ ger verloren den Prinzen Albrecht von Braun⸗ ſchweig, Bruder de Helden Ferdinand und der. Kdo⸗ nigin, den Generalmajor Blankenſee, 4. Ober⸗
fin, 2 Oberſtlieutenante und 1000 Soldaten an
Todten, fo wie, ſie 2000 Berwundete hatten. Andre, seihnen. 836 Todte und 2612 Verwundete, Die Oe⸗
ſteicher bäßten 22 Kanonen, 10 Fahnen, 2 Stan⸗ dorten,
bertei, De und 2080 Gemeine au efüngs ‚neu, uud 4000 Mami. on- Testen und Verwundeten ein. Der Srhpring Leopold, Prinz For diuaud, KFelomarſchall Buddenbrok, Gensrat Bolz, Bes Binamd Bornftede ‚erwarben fich bier. ‚einem glänzenden Ruhm. Die, gebirgige Gegend, welche der Kavallerie nicht genug freien Spielraum ließ, ‚wer Schuld, daß Diefe Schlacht weniger eniſchei⸗ dend, 016 die zu Heheufriedberg war. Docd-eben
. fe landen Preußen auch wieder zu Statten; denn. fie verhinderte ben Prinzen Karl, die Menge feinde Stieger gehörig in Bewegung zu bringen‘, umd den Sieg wo nicht zu erringen, den Preußen'nt eis cchweren. Ueberhanpt aber beging bes Prinz Karl ‚große ‚Sehlers er ließ. dem Könige zu viel Zeit, A von dem erfien Schrekken der Ueberraſchung sur. er⸗ holen, er ſahe zu Lauge ruhig zu, wie Friedrich feine Henpimacht auf ben rechten Flgel, den Ort u Naͤrkſten Gefahr, zog; er blieb anf den Anhdhen Nehen, und wartete: den Augriff der Preußen ab, auftast ſelher zuerſt anzugreifen ; er dehnte feinen lin⸗ Ten Fluͤgel nicht genug aus und ſtellte die. Reuserd .
‚Ja dicht au einander. Uber auch Friedrich beging nach feinem eignen Seftänenip manche eher, welche
die Fertigkeit und Tapferkeit ſeiner geuͤbten Truppen wieder gut machte. Die Oeſtreicher ſchoben die ‚ Schuld ihrer Niederlage, doch mehr fheinbar, alß ganz gegrämdet, auf das Korps des Generals Nas daſti und Dberfin Trent, welches den Preußen - te den Ratte⸗ fallen folkte,. De rear Kuh . re \
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Sihget ab ber irre hana wich Beitgehabg, > ühre Zeite apzubarchen: und ige-Mepäk in Sicherheit zu bringen, Nabafi neh. iron? fiel üher das - Feldgeruͤhe des Königs und der Officiere her, und plaͤnderten anſtatt zu ſechten; - fie beſoſſen ſach, ſie wißhanbelten dio In Lager zurälgeblichuen Weibee, and veräbten an deu Kranken verabſcheuuugswerthe Araaſamtriten/ bewen nöch der General Lehwald ein Ende machte: Sie bekamen felbft die koniglichen Selretaͤre gefangen, welche indeſſen alle Papiere yore eifen, Die Panduren und Ungara hatten ut die gebßten: Kleinigkeiten alles fo fehr geraubt, daß der Roͤnig zur Abendrafel keinen Wein und Tein Brodt fand. Don ungefähr entdekte man noch zwei Fla⸗ (den Wein. in einem Winkel, und ein Soldat brachte \ ein Rommißbrost, welches er vorher einem Dffider um; Seinen Dukaten verlaufen wollte, weit, wie er ſagte, der Diskaten nicht gegeffen werben Eirinte, Der Koͤnig beyabite ihm das Brodit mit einem Schule hengerichte. Nicht einmal Zeder und Thute hatten die Ktoaten verſchout. Friedrich ſchrieb mit Bleiſtift gu feinen. Mlinifter zu Breslau: Yai battn tes Au- wichions, jai fait = prifönniers, chanıcı le To Dem), Hanme gleich. Die Breuifige Ofrmer zwei große GSeege erkaͤwpft, fo zog fie fich vdoch or bem Uebers . Banden ent, Die “ne, welche VBbhmen eiu⸗ ZZ „fblies
m Ich ine bie Oeftreicher weſchlaten: is babe Ge⸗ „fauane gemacht, fingt ; Her Bert, dich loben wirt.
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’ 4 .
Kitten; Vie! Hohhnage ,itie.ed von Schuſien tolle nen, die Schwierigkeiten, den: Truppen Unterhalt. zu verſchaffen, die Scharen leichten Volls bei deu Zeins
‚Ben, und ‚die. Schwaͤche · des Preußiſchen Heeres —
‚alle dieſe Umſtaͤnde bewogen ben König, die Anue nad Schleſien zurälzufähren. . Fuͤnf Tage blieb er zur Rettung feiner Ehre auf dent, Rampfplazze bei Sorr fiehen. Dam zog er nach Traute nau, wo er bis zum 14. Oktober verweilte. Als hier das lezte Bund. Stroh von den Pferden, und die lezte
Tonue Mehl von den Menſchen verzehrt war, ſo trat die Armee den gaͤnzlichen Rükzug nach Schleñen an, wo fie am ıgten ohne Verluſt einruͤlte. Duͤ⸗ moulin zog eine Linie an ber Grenze. Das übrige Heer lantohirte zwifchen Non fiot. und Schwieide niz;. binnen 6. Stunde konnte es ſich zufammene ziehep; bie Menge Dörfer und Städte in diefer biäs henden Provinz verfchaften ihm Bequemlichkeit. und Erholung, Der Koͤnig wollte die Armee wicht eher verlaſſen, ala bis die Oeſtreicher die Winterquartiere hezogen haͤtten. Am 24. Oftober hörte er, daß der VPrinz Karl: feine Truppen in drei Haufen getbeilt babe; ; er vermuhete, Died wäre gefcheben, uns ihren Kriegsoperarionen ein Ziel zu fezzen. Er übergab
daher dem Pring Leopold .von Deſſau den Ober⸗
befehl und ging nach Berlin, um entweder ber Frieden zu unterhandeln, oder bie Raſtungen zum kuͤnftigen Feldzuge zu beforgen.
Des Königs Aufenthalt it in Berlin und der Urmee
Rahe in Schleſien dauerte nur wenig Wochen. Die Zeinde
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. einbe eutwarfen einen neuen, kaͤhnen, riefeshaften u
Plan, Friedrich s Untergang. mitten im Winter yafdy und mit einem Schlage. zu bewirken. . Sie wollten nicht bi6 zum Fruͤhlinge warten; und allerdings
waren Eile und Verſchwiegenheit die Bedingungen,
unter welchen das Vorhaben allein gelingen konnte. Aber auch jezt ſcheiterte es an Preußens Gluͤt und Muh, Da die Oeſtreicher durch Böhmen nicht nach Schlefien mit Erfolg. batten eindringen konuen, ſo wollten ſie durch Sachſen in Brandenburg einräften, und Schleſien mitten in Berlin erobern, Die Haupte
armee des Prinzen. Kerl folte durch die Laufiz "ges
sade auf Berlin losgehen; ein andres Korps non 100006 Mann ſollte die Oeſtreichiſche Rheinarmee verlaffen, unter Anfährung des Grafen Gruͤn nach Leipzig marſchiren/ ſich dort mit der Saͤchſiſchen Ar⸗ mee vereinigen, die wenigen Preußiſchen Regimenter bei Halle in ihren Quartieren überfallen, und dann ebenfalls den Weg nah Berlin nehmen, wo Fries hrich, von allen Truppen. entblößt,, zum fchinpfliche
Ben Frieden gejwungen werden würde, Oeſtreich
wollte ſich Schleſien, der König von Polen aber Magdeburg, Halle und Halberſtadt mit allem Zus Gehör zueignen; nach Befinden der Umſtaͤnde hofte man die Preußifche Macht noch mehr, als bloß hie⸗ durch, zu ſchwaͤchen. Schöne Bilder der Phantaſie, die vielleicht zur Wirklichkeit hätten Lommen koͤnnen,
wenn alles geheim geblieben wäre; ſobald fie aber
* gewahr wurde, blieben fie Träume, für
vor ſchrekliche, wervende Zraͤun, ſide ein ander DM
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ARE Rich wieder in. Brenber Eretigteitn pa so
ſchen. "Brähl, der Entwerfer diefes Plans, plau⸗
keite felber das GSeheinwiß aus; er verrleth ſich
gegen ſeinen Epielfreund, den Schwediſchen Geſand ‚ten Wolfſtierna, einen Beisunderer und Vereh⸗
rer Friedrichs, welcher es ihm durch den Schwebi⸗
schen Miniſter zu Berlin, Ruténſkidüd, mitihei⸗
dem, ließ. Die Gefahr war wicht - Hein; bie Noth driugend, die Gegeumitiel mußten ohne —R
waͤhit md ausgeführt werden. Es war der 8. Res
vember, gerabe ber Tag, wo man bie bei Hohe ne friedberg und Sorr erbeuteten Siegesʒeichen A| ver Garnifontirche zu Berlin aufhing, als der Aduig die Nachricht von den hinterliſtigen Aufchlägen feines: Seinde erhielt. Sogleich berief er. einen Statsrath won Miniftern und Generafen zuſammen, um die Meinung, erfahrner Männer hieräber zu hören and ihre Rathſchlaͤge zu vernehmen. Aber bier fand er wenig Glauben, noch. weniger Troſt. Wäre er eim- Fuͤrſt, von ‚gewöhnlicher Art. geweſen, fo mürbe ihn die Furcht und Unentſchloſſenheit ſeiner Rathgeber eher, als die Liſt und Gewalt der Feinde ins Ver⸗ derben geſtuͤrzt haben. Der alte Faͤrſt von. Deſſan, ein eigenſiuniger Kopf, ber nur feine Jdeen, die ziem⸗ lich befchräuft waren, für richtig, uud aller Andern Einfichten für grundlos hielt, widerfprach der ganzen
Sache, erklaͤrte ſie für erdichtet, den König fuͤt leicht⸗
glaͤubig/ und. alles Sinnen auf @egenanflalten: fhe "ann; und überflüffig. Ihm ſtimmte der Graf Pr dewils —B——— bei; ex, ein
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bei tee Min, voor dabel verzagt; et archeilte, daß jeder Miniſter es in eben dem Grade, fi, „und daß Sruͤht nicht das Herz Habe, einen fü Uhpeen Gedanten zu faffen, Anſtatt dem Uedel, das ſchon im Anzuge war, zuvorzufonmen,, ftriee man” über de Wahrheit oder Folfchheit der Angabe, von - weicher der König durch eine Menge Briefe immer vene Veſtaͤtigungen vorlegte; Alles machte feinen Erdrul in Die. Gemuͤther ver eingenomntenen Stats⸗ und Kriogsmaͤnnen; Friedrich mußte fein ganzes Naigliches Auſehen gebrauchen, um ben. Grafen Vobewils zu bewegen, daß er die ndehigen Depe⸗ ſchen an vie auswärtigen He beſorgte, und den eisen Def ſauet dahin zu bringen, daß er für die Sufankmenziehung und Werpflrgung des Heeres vel / Dan Weftalten träfe. Der Fürft Leopold. blieb immer noch unglaͤnbig und widerſezlith, ob es gleich feinem militaͤriſchen Ehrgeize ſchmeichelte, daß er dem” Doerbefeht über das Halliſche Korps erhielt, Seine . wunderlichen Brillen und Launen gingen ſo weit, daß ex ſich bemühte, deu Koͤnig ſelber von der Abreiſe nach Schlefien und ven der Uebernahme des Armeen. Kemmando’s abzuhalten; bie endlich Friedrich fein _ nen Einiwendungen dadurch ein Ziel feste, daß er
fügte: er würde ſich an, die Spizze feiner Truppen... '
Rein, möge man reden, was man wolle; wenn der
Darſt von Deffau eine- Armee halten würde, fo Finne . '
er den Oberbefehl nach feinem Gutduͤnken geben, an wen er Luft baͤtte / Der alte Fuͤrſt ſchwieg, und glüg: wo Pelle; der Kopig aber vefee den 14, Novbr.
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| u Schlefien, und hinterließ Berlin’ in Befärzing,
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den Saͤchſiſchen Hof in Hofnung, Oeſtreich in Eut⸗ | zütfen, und ganz Europa in geſpanuter Erwartung äber die Eutwillung des nen beginnenden eqas. ſpiels. nn
Friedrichs Vorſaz war gefaßt, e£ galt FR
‚ oder. Untergang: In’ diefer Stimmung achtete er
wenig auf eine drohende Erflärung, welche: die Ruſſiſche Kaiſerin durch ihren Geſandten geben ließ: wie ſie hoffe, ver König wuͤrde ſich nicht unterfane gen, in Sachfen einzufgllen weil ſie ſonſt gendthigt
fein würde, dem Könige von Polen vermdge ihres
Schuzhuͤnduiſſes die verabredete Huͤlfe zu" ſenden. Zriedrich antwortete: kalt und männlich: „er wuͤn⸗ ſche , mit allen ſeinen Nachbarn in Frieden zu lebenz wenn aber Jemand wider feine Staten derderbliche
‚Plane ausbrütste, fo folle ihn Feine Macht in Europa
bigdern, fi zu vertheidigen, und feine Feinde. zu
‚Schanden ‚zu machen.“ Die Ruffifche Erklärung
kammerte ihn nicht; 'demn vor 6 Monaten konnte feine Ruffifche Armee in Bewegung fein, und ehe fie- anlangte, mußte der Streit zwiſchen Preußen und Sachſen laͤngſt eine entſcheidende Wendung genommen haben. Friedrich fuͤrchtete ſich weit mehr vor der Unglaͤnbigkeit und dem Widerſpruchs geifte des alten Leopold, er beforgre ‚ daß er fein ven Auftrag mit den Halliſchen Korps nicht eifrig, nicht. ſchuell genug ausführen möchte, und daß den Deftreichifche General Grän, der mit 7000 Manu ſchon bie Gera ‚geräts war, Ber | in den Stand,
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allen oerbin önnte, in Werbinduug mit⸗ ER ken Truppen wirffich 518 Berlin zu dringen Det
Grenpfirt General Haake erhielt daher Befehl, MR 5000 Mann: Berlin zu bekfen;. und in dieſer
"licht den Feinden entgegen zu gehen, ‚nad ein
Treffen’ gu liefern. Freilich ein ſchwacher Schnz;
aber Friebrich bekennt, Daß er in ſeiner ne Sage nichts Beſſeres za veranſtalten wußte. Zugleich
fniven X0o. Wagen bereit, um in Fall eines Uns.
MARS, die konigliche Zamilie, die Kaſſen, die Ay
chive, die ‚Sehen Landedtol· gien nach Eieuin ze ſwaſen
Friedrich naf ven 15. evember zu‘ Liegniz
ei, Hier gaben ihm /Vriefe des Generals Wine.
terfetd, welcher die Bewegungen der Feinde an det Lanſtzzer Grenge Beobachtete, Die Nachricht, daß 000: Sachſen, der Bortrab der großen Armet des einzen Karl, üder Zirt au in die Oberlauſtz ein⸗
gedruugen wären, und daß Bas Hauptheer bato fols
—
gen wuͤrde. Friedrich zog hierauf 30600’ Mann:
daſannnen, um den Prinzen Karl damit in feinem. Quartiere‘ in der Lauſiz zu uͤberfallen, odet durch eine Schlacht zum Ruͤkzuge nach Böhmen zu zwin⸗
gen. Den General Na f faui rief er aus Oberfhlen
ſien nach Landshut, wo er dem feindlichen Ga
neral Hohenems das Einfäleiben anf der Seite
von Hirſchberg, wozu er Mine machte, vermehren: -
ſollte. Friedrich verließ“ fich jedoch nicht allein
auf feine Macht, und. auf den Muth: feiner fieggen wohnten em, ſoudern er iu auch bie Erfin⸗
un
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9 -
| — ſeines Geiſtes auf, um do vei Karl, wie er bei Soohenfriehberg ſchou einmal ana than hatte, durch Klugbeit zu auͤberliſten, m re falfche Nachrichten irre zu führen... Diet: gelang
am zweiten Male, auf Die. eivÄnfgte At, Arien -
drich ſtelite ſich, als wenn er Aus Furcht nor. den Rufliichen Deofungen, und aus üpergroßer. Teforgn ws wegen feiner Hauptiſtadt Verlin von dem gg Yen, den Saͤchſiſchen Boden zu. betreten, weit mw - fernt, wäre, daß er. feine einzige Aufmerkfamtaig,
: ur drauf richte, von. Schleſien aus eher vech Kroſſen zu kommen, ald Prinz Karl durch Aue. Lauſiz dahin gelangen konne. Um Riefe Meinung giaubhaft zu machen, ließ: er einige. Gufartn ua _ -
Winterfelds Korps, dig in die Kauf) hinein ehreife - -
waren, und ſich eiwas unordentlich betragen haften;
beftzafen ; zugleich wurden Die Wege nach Kroffen Hu ausgebeſſert, in der Nähe deſſelben Magazine:errich⸗ tet, und alle dortigen Bayern zu der Meberieugung:
gebracht, daß die koͤnigliche Hauptarntre dabin mare,
ſchure. Damit vie Oeſtreicher von der rechten Der ſchaffenheit der Sachen. nicht unterrichtet: werrbent - Bomten, fo ließ Friedrich die 3-. vor ihm liegenden
Fluͤſſe, den Bober, den Queis und die Neiße. befegn . |
zen. Aus der Laufiz durfte Jeder frei uͤber dieſe Zläffe nach Schlefien gehen, aber Niemand durfte: uͤber fie nah Sachſen hin. Der Prinz Kark. glaubte, Dusch alle- diefe Vorlehrungen überlifiet, im Eruft, daß die Preußen durch Schleſien länge: dem. Rebe bis nach ver Ausflinß in die Oder bei.’
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[| minder ng * er weite ſe augri⸗ | fen „: und. wenn nicht (chingent, doch fe Lange aufhal⸗ nz vis er non eine Theile der Kolonne umterftüge werben Tonne, : Er tbeilte: hieran fein. Regiment: in 3 Tpeila; en Jchhf ſtellta ſich an die Spizze Song 4Echwadretgen, und: hrach indie Mitte des Dorfes day. wuhr | deſen die.6 Abrigen Schwadrsnen Vecht mind Liufs die baden Erden des Dorfes hin⸗ anseriaptae „um die feludliche Reuterei weder zum Auffizzen un zum Befinden und gemeinfchaftlichen Wigräuien Tom zu iaſſenJeboch durch bed Zalıwr einiger Schüfla,marenr verfchiedene Saͤchſiſche Gdanehreum wach gewierbeiii und das ganze Ins fontevie 3 Regiment Soch a Hatte fich siligft zuſam⸗ mengczegen vnd in Wekyegung geſezt, es marſchirts in Holle Ordnung gegen Aieten, und bewilllow⸗ te. Dips Mihtheilung» welche er fuͤhrte, mit Kau⸗ un a. vnd Kartaͤtſchenſchaͤffen. Bieten aber hich mit ſeinem Heinen: Haufen ſo raſch· und mit einen 2. Erfalge An, daß faſt: das gabze Regimen] anfgerleben / vder aefangen.wurde; bloß der Prinz mob 59, Marn renctun Ach; die aͤbrigen unterlagen her. Gewalt der. Sieger.: Allen Kandnen, Fahnen un. Selngerksöfcbafsen: wurden von · den Hufaren ers obart. u: Die: G ar Gchwadronen toaren gleiche os mcht⸗mbtg, ‚fir Nihteg und Ihaftmäzgelten im Aut hueun,. und: wment viellocht bo einen har⸗ tm, Syah heben haben; mean nicht das. Huſa⸗
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war win, und mit Ihnen vi eirotigen Kavalle ⸗ 82 tiſten
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‚fo einzeln angegeiffeec md: gefähfagen-mirebin,: Ei
noch weiter Preupiiche Werftärkung. anfangır,. hate
Küraffier a Regiment: and‘ riäige Batalllouen - voll
Fecriedrich s Kolonie einkedfen, ſo aha das Weck 7 ya allen Beiten uenriugt, ib bie Mrige Sacht
2 füge Mannſchaft beinahe nbkip zu Grunee gerichen Des. General Dalwrz / ber Obetſte Obye ru,
andri Dfficere wild. 940: Make winven geſantem
und nik. viele «Gisgespißhen:.erbautet,. "De: own
der Meſt son. g Repimenteriy die andern: agen trits
0. Vergeflveit auf dam Kanpfpiazze. TI Hrun- Dr Wahr zum ſteten Dental: viches Steges kin. Puer ſlbberne Pantar. von din. rröberten.fhr fen Regkcnant
aus, welche er, ſo wie den General. Rutfa nf ‚von aͤtnliches Seſuch, erhioln. - Weftemdend IE
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feinen hinterlaffnen Werken vrrſchweigt, und · iber⸗ Yonıpt ehige Umnſtande; ebſt die Zoh der Sichet⸗ xeichen imiz giebt, Cutweder war Dun Meve⸗⸗
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Aie Niterlage dar Sachſen ie —E
. Den zuhe Bla; iyolker Prrte wer mm. ein.
Qacpuiqeile nach vereielk X" die Oeſtreicher netiyuns: Une Tostpezine in der Banfis nie Gepaͤlle unbe Vern/ da vor Diptteignge: gefangen wurden, oder⸗ ſala anꝭx. Der Greral Min terfeild. el aan) —8
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J Diele hochtrabendanand uͤberſaanicke Erklaͤruc zus
„nicht einmal aufrichtig genieint,ſie ſolſte die Yreni
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Tante fie. ‚für untergeſchoben aogelſen,ſourbals man ed. fürs Dlenlich thelss! Den Ponig: K Anh
- HU milder: großen kaiſeckichen Lirmer bei: ute mer i z. 81.77 Elbe, Am · ſichvnachn Dretdeh
- 3 beißen, Und: mit den Bückfen zu otueinit gen. Da dien gerade zu banQhit gefcbahtz iind a Biken ra, ed sie
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\ BR es in a u “ rt —EI St BR ‚ nnsgsihun bitte Erbe: nicht cüf, ‚abo Vaſdraermug 282. ErideE qu arbeiten, und auf bdes Vecchluß ‚Ders vorläufigen Melitgungen zu briugenz . "uhren leztere · untarfilirichen „fo: fellee jebe Feindſe⸗ ‚ Neheit:elöbalmmenfghren; .utfhänigung time Sacht ben: micht farbartt; weil deſſen Aruippen in Sachſes weit. :gräßese: Erpreffungen: ab Bewalithäiigiiten veraht bitteng,. ld ae deu Prraten zer Dali legen .. Mare. < Kr; hallngse ſich Babes äbrn die Abreiſs wid Klauga urn. Taken: mach! Prag, als. uͤber einen E⸗tut, der wenig friebliche Befiumiägen üffenbare, ‚Go war eh with; Vr d hi unamchraͤntiet er heeſchar feine Sins nud ſeines: Andes, hatte ihn dataan won: Axechen entfernt, um ihm bie Greu des Aritged: wicht ſeben, bie Seufzer feiner Lntern shhnin ;nichts hüren, ‚bie Rathſchlaͤge wriſer Srats⸗ maduner ‚nicht. varnchenen 'zu laſſen, wu ihn durch a Schauſpiel der voraberʒichendeu Deflreicher: Io ſaindlicher Stiwnmug gegen roußen zu erhalten, um! ihn „ganz acı feinem! Snıthükeri gu "Ink Dar: Bugliſche Befandie Wiliterö reifete gleich⸗ fals nach Prag, um dem ſchaͤdlichen 'Enifiife Ven bio Agege zu reden; und wo · moglich das ſexaere Vutvergieta pm verhindern; / Am y. Del belanı er eine: Soͤchſtſche Dentſchrifr, worin Wilde
(ige Berimigbärüng bejehate,; daß Friedr ich di
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a ri, init allen —E wiachten na Dresen Toulien wärde; auch die Kaiſerin Marie Thereſie wolle der. Hanndoerlchen Kirschen beltreten/ werun aͤntged zu‘ ihren Vor⸗ sten gehwert "wärde,' Ware bieſer Brief nr eilied eñthigru Lug fruͤcer iberbräche worden, ſo Härte &- Laufeuben Bas Leben‘; un Hundernaufenden 40 Wehüöpeiigerettet, Fest wat 16 zu fpdt. Das mil ſeh wert war gezukt⸗; die Mordfakkel gezuͤrder, ud Wengerngel geſaudt. "Safer ſollte für das In. Bein feineh Hetrſchets, fat den bbfen Raih ſeinet infters ſchtetſich Bien,” Friedriih hhatre dch Brief, Bitte des Kriedens imd ver Berfignhng athmetr/ eben 6 heleſtn als ihm angezelgt u BB der gange — tion nady der Gegend ohn Dress den hiu He iu gküten ſchirne, und tag ia - des Kader” chier Thrähtertichen Korionabe air Head ir zinurtheiten/ vaß eine St acht 'ded —— Friebrich INE ſogleich Die — fait" md dad Fittvolt las Gewehr Irdieh, alt Wriitt vie Pröißen geſchlagen wätden, die ——— Du vie Witte auf zunehnien aͤnd den Kartaif ju ets num.’ Er fetbjt riit mit einigen Huſaren anf vie Große: nach Bresden. Faſt den gartzen Tag blieb æx in Uurnhe und Ungewißzheit. Spat brachte ihm Er ausgefaubter Trupp 6 Filſchtiluige voin Sydits⸗ tiſchen Harp, idelche vi Nedertlage ber Sachſen 3" Ahr“ am Abende Deftätigte el Offitier⸗ welcher Fran Seiten tEoholo. kat, de vrei⸗ | Ak — —⏑ > + r= & n,3 . . " Solar
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ur Sähfithen einiger mr Geper le hanen |
F miancherlei Vorwürfen in Bo. der. Unglaͤts,
| welches ihre Armee ‚betraf, nicht frei geſprochen were den. Schon am 13. Dec, graf bet Delay Karlmit . dem, großen Faiferlichen. ‚Herte. usweif - Rute
eu; daſſelbe hätte. eins. große Stqhzze
werben fönnen und. jollen, --Yber. ber. VMinſſier Her⸗
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e — Auordner der Nugttiere, legte ‚ie ebgeicher fo weit aus, einander, daß ſie laum in 24 Stunden
— werden ‚fonsten, ‚Prinz -Ien che gunte. das Echaͤdliche giner loichen Berlegungu. tg
. HbarAÖgafpprfiellingeng. hoch ber, Rfnligr Alte
auf nicht. Eben ſo mhenig hielt ‚ben Ohfrhefehlde
aber Graf Rutowski feine Warnungen mn gs :
grbietungen der Nufmertfamfeit werth, als ße voch bitten: fruchten Eupen. Prinz Sarlı
Kegimenter ſonſt nicht da, wo Beiſtand · nhthig fein ı mochte, ſchnell genug, herbeiführen, khunte. Ra “ tomeli. wies das Meerbieten anfauglich ap; . en
Zu babe,. tieß er ihm ‚fagen, Feine, Hllje,pökkigs:: * Stellung, mare fi icher genug; ‚Die Pırußen Ehnne zen und, ‚wuͤrden e⸗ vicht wagen, ihu,ays
gngreifen, Nachher verabredete map, Die erhinn |
dung, als es zu tväg. wear... Am Dec. tzeſahe,
echte äh bei, Zeiten ‚über ‚bie , Bereinigung beiben Seerg, a. ihm Möffpracpe zu nehmen, weil gr feine gerfisenteng
| Prinz Karl das San ſche ee ——— |
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——*———— — Bingen Data Ä ‚awsugreifenn; hlher dieſer lirß ihnen dagu les ER dha upar⸗rund wage daan ava im Ei ewsti nicht augetrqut hatte. Die Saͤchſiſche Arne one: in Den has Ta ſeſt und vorſichtig poſtirt/daß 46 allesvingä schien, als konng fa vor einem Angriff
ale Sorgen ſein. .Sie Dehnze ſich von Keffeihe Zorf an zei; Stunden weit bis nahe an die Elbe
Ain aus. „She: linler Fluͤgel lehme 56 on das Dorf Re sfelämnrfarihes eine Meile mon Dresdam
ander Swaße: nah ;Breiberg: lieg. Rechtr
hand ſeult ſich der Iſchoner Grand, Mufonge ad; wernach tieffr uud. endlich ſo ficii herab, daß Feine Aruppan Dröbst gehen Planen, ‚Mei dem Eingange
auch Seefleitponn fr Meihrs arbeit ſich ein- Lüge,
Alt 6 Kanench bepflaux warde..: Hien fing ſich die exſte Saͤchfiſcha Xwie ans Kanten Fofanterje an. Das Dorf war von allen een Branadieren, und. non dem Begimenie Motewsli beſezt. Den Hauptan⸗
ang: aa. Dasfih: verwahtte eine· attert von ſchweren NAanonen. Der rechte Fluͤgel der. Sachſen amrekie ſich bis Yenner jch mahe an der Eibe; hi
ſchloß fich das Korps des Generals Grien non oo
Mann ;an, dns. ejnzige von Oeſueichiſcher Eite⸗
ices de ollache beiivohnter «.DieferWopen mar
wegen · der Felſen und Abgroͤnde faſt gauz unzugdnge fe; und ſchien Wi unangreifbar. Die Haupte” anmee Des Prinzen. Kari ſollte ſich bej Kefſeis⸗
Der f mit den · Sachſen vereinigen , mob neben ihney
linte Mana Bone an. gusſereklen.
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ee ET TR * —R Reh u Grellung, in Ihrem wehrlduftigen Quartioten gwiſchen ghr na order groBen Garten Dat Diechen ſtehen. Die Sachſtu wareü dahir hrem eignen Echltfale Wirlaffen, , Dei Zarſt don Deſſan rutte ink’We Wietagsden von Wilsdruf aus gegen · die Safe Wr und dere bemerkte/ daß der Sieg den der @kte wnhne des Dorfes Keſfel sd orf abhlng, ſo ſtelke Te die Gier Biſtimmie · Jufanterlein Vrei · Treffec, uns unterftäge fie. vurth ein Repiineiit: Dragoner: ha ieh Treffen, ' Ungefähr um gwei Uhr Mächiefttage Bbrgann der Ungtiff. Leopold eiuies Reglnein Vrbſt drei Grenadier⸗ Dataſtlonen mußten das: Mcf von vorn beſrrmen, aadeß deh wia ld Son ver Seüe det andraͤngter DIET Werſuch ſiel Für die Preußen
Vnhluklich aus. Ein Tugeltegen Boh-Särtärfcheh
aus den oben bemerkten 24 Kanone, and aus Derk Meinen Gewehr et Sachſen, die im Dorfe ſtanveh, we Die Angreifer art größer Verlue Yin —39— Wen:vie Att wurde der zweire Preußfſche Angriff: uc
geſchlagen. Der Voden war mit erſchohnen un nd -
wundeten Preußen bedekt. Es erfolgte eiue tiefe Suſtte, ur das Gefecht ſchien geenbigk. Aberdet unbcberlegte Eifer Fihes Säcyfifyen Generals; St kein Haupilommande Hätte, verdard Aled’fät Filme Kamtpfgeroffei et tief den Otenadieten zu, init Prtaßen zu Verfolgen: web vorzurukken. Dieſer aͤben inte Befehl windehigzig befolgt. Die Suthſen er Bernie; und kamen dadinch vor ihre? Barte⸗ au, welche in ae uk vTantihee ergtık
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gerte ehe: zu adeten. Mit Mlerbbltten Beni
der Fuͤrſt von Deſſan .biefe: uͤbel berechnete Ve⸗
wegung her geinde, und mit Klugbeit mußte er fie. In feinen Vortheil zu benuzzen. Das Dragoner⸗ "Regiment der aten Linie ſtuͤrzte nach feinem. Befehl
anf. die vurgerflgen Ciochfeu,. hieb fie wit Ungeftäm:
nieder, und nahm den Ueberreſt gefangen. Zugleich ſtuͤrmte die Jufanterie von allen Seiten in Keſſels⸗
dorf hinein, eroberte, die fo fuͤrchterlich gewordne
Batterie, und: zwang alle Sachſen, die das Dorf vers: ‚theidigten, das Gewehr zu ſtrekken. Die Preußifche, Kavallerie. brach. nun in’ ben Iinfen Fluͤgel der Sachs: fen, und. warf.ihre Reuterei beim erſten Anlauf fo: | gewaitſam, doß 206 ſie ſich nicht wieder ſammeln konnte. Auf dieſer Seite floh von: den Sachfen alles). was aur-enskonemne Tonnte; ſchnell und unaufhaltſam. Des Fuͤrſten Leopolds juͤngſter Sohn, der Prinz Moriz, welcher den linken Fluͤgel der Preußen‘ be⸗
fehligte, und bis nach vollendeter Eroberung von
Keſſelsdorf hloß kanonirt hatte, ward des bloßen Ehießens uͤberdruͤßig; voll Ungeduld und Begierde, am Ruhme des, Sieges Theil zu nehmen, rüfte er gegen den ‚rechten. Fluͤgel der Feinde an, und bot allen Hinderniſſen der Natur und ber Menfchen X Troz.
Steile Felſen, jaͤhe Abgruͤnde, tiefer Schnee, und
ein Heer, das non Vaterlandsliebe deſeelt war, dies alles war nicht vermdgend/ die Kuͤhnheit der Preußer abzuſchrelken, ‚der ihren Muth zu. erſchuͤtteru.
Wegen er ſchroffen Anhoͤhen konnten fie-üpte. Ba willone- fo. wenig, . ale. ihte Glieder in. Ordnung‘
Galnd Dr. Geſch. 6 ud J. wo Br hal⸗
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Bu | — 1 — — u ? Ballen; fle marſtdicten ober Hlettertin —E u "u
einzelt, und halfen fich einauter mit ber Hand und mit dem Gewehre über Eid und Steiuhbhen. Iudewe
ſie ſo zerſtreut heran zogen, wurden fit von der feiud⸗
lühen Kavallerie dieſes Stägeld, theils yon Sachen, theils von Deftreichern,. ungegriffen; aber Died gen ſchahe von beiden le ztern fo ſchwach und nachlaͤſſig,
das fie ſich durch einige lintenfchäffe zurũtſcheuchen Uegen. Haͤtten dieſe feindlichen Reuter mehr Muth
und Standhaftigkeit bewiefen, ſo hätten fie nach Jraedrich's eigner Beuterkung die Jufanterie, ‚weiche Moriz anfuͤhrte, niederhauen kbnnen. Die Sachfen und Oeſtreicher wurden mm von ihren ſteilen Hdhen bei Pennerich vertrieben. Die Preußiſche Kavallerie bes Inıten Stögels, welche durch Abgründe vos Feinde getremmt war, konnte nichts Towites-unters vehmen, als daß fie,den Fluͤchtlingen nachſezte, won bei fie viele Gefangne eiabrachte. Die Schlacht war nach zwei Stunden zum vdiligen Vortheile dar Preist ‚Gen eotſchieden und gerudigt. Die Sachfen waren
mit Inbegriff des Grünfchen. Korps 26000 Mani
ſtark geweſen, die Preußen mochten nur um tauſene Mann ſtaͤrker fein. Friedrich vechner die Zahl ben Toedten bei.ben Sarhfen zu 3000, der Gefaugnen an Dfficieren zu zı5, und au Gemeinen zu 6500 Mann; - Die Sachſen feiber geben ihren Berluft au Todten und Bermundeten zwiſchon 4 bis 9000 an; Befangne geſtehen fie.nur. 2000 Mann ein. Ohnebein verloren ‚fie 48 Kanonen, 5 Fahnen, 3 Standarten und ı Paar Paulen.. Die Preußen zählten 4 Bffiiere —
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Sanciae al; Eopten,. and: doppelt To viel Bes wundete ; u 3 * Er “ | mn ; j Ge Fraͤe voſch ratte mie feiner: Armee am Tage - a) der Sihlacht von Meißen bis Wilspruf,
wis vreimgte ſich am 17, December thit beih' Deere
des Farſten · ven Defſau. Er war mit beſſen Verras.
seh anßerordentlich zuftieden, meichte feiner Einficht
Und: Tapferten die: ſchmeichelhafteſten Lobfpräcye,
und beine; in ſelnea Morken,baß ber große If
aig dit Reffiiedeif”die: Tungfäihfeit,) welihe Leos | Pold im Maforge debeJeldzuges mit Werfaz bei
in Bergeffenpeirigebimcht, win über ſeinen Fehler ih
sin ſchonen Sehleler geworfen habe. Der'gefihlagne Sraf Ruroisski war indeſſen mit dem Reſte fett | Ber Mrrtte-nd Dresben geeilt, wo er ben Prinzen Karl mit Zaſamnienhang feiner zerſtteut ltegenben Vruppen befdjäfige fand, - Der Pris) weite die . Eadyfen beriöen; einen neuen Angriff zu verfiicheni wer Rutowakn weigerte ſich deffen gämiliip: ed führte an,: daß ſein Fußvolk beinahe aufgerieheh ware, daß er 10606 Mann verloren Härte, "Haß:cd Int. an Fliuten aub Kanonen fehle, baß ſich feind Kruppen von bern Sqhtekken der gRiederkage no — nicht erholt hätten, und daß der Konig zu dem ya ſten Leopols zu ſtoßen Anſtalt much⸗. Et ſchloh mA ber: Bemeitung, daß Dresden an’ Abensnuͤttet? Nu leide, und daß zur Rettung der Ueberbleibſel von Keſſelsdorf Fein ander Mittel vorhanden ſei, als ſthbis au Ben Grenzgebirge zu Pifchken, Dies geſchahe auch, Die Suchfen idunmen Dresden, WW HD) - und
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’ gen. eine Kapitulation, :werbe., Frjedrich vermarf,
yrb ließen ohne. allen vernunftigen Zwel 4000 Ma⸗ , Zandmiliz darin; man hätte fie beffer zur Ergaͤn⸗
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‚zung der. Armer benugzen Hönnpii,: Binz Karl und
Rutowski zogen ſich nach Böhmen; Friedrich aber
Aieß . Dresden auffordern... - Der. Kommandant, ige
* Kriegdort, aus
neral Boſe, antwortete: Die Stadt waͤre kein einem Luftgarten 9 Tonne er fich
Richt vertheidigen; die. Minifter, Hingegen aberſchit⸗
and: dafuͤr eine. unbedingte Uedergabe verlangte Dies Begehren. mußte mau erfüllen, ‚weil:es- nicht
FE abgewehrt werden Tonne, Dan bfuete alfo den Sp
- gern die. Thore. Friedrich marſchirte ⸗ am 18. Des, mit vier Regimentern hinein, machte die Landmiliz, | 415 Officiere und. ‚1500 verwundete Soldaten zu Ger fangnen, und, befam die juͤngſten Kinder der Kara fomilie „die. Minifter und obengen Landeskollegien in feine Gewalt. Die Stadt- wurde faum gewahr, daß fie in den Händen der Feinde war... Frie drich
bewies ſich mild und liebreich, beſuchte in der erſten Stuude feiner Ankunft die koͤniglichen Kinder, berug
higte und tröftete fie, uͤberließ ihnen die Schloßwache und jede Art von Ehrenbezeugungs den Einwohnerg perſchafte er Vergnügen und gewohnte Zefte; er:lich gas Te Deum fingen, Opern aufführen, Bälle geben,
J outheuen, und rs ma: Ewoenſpie und
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| ai Di Lam man DES ves warenlann vertuͤnchen. oe Sr EYE As: Den evelſten/ den mente Vebrauch von
feinen Siegen machte Friedrich badurch, daß er
WS Werkzeugr zum Frieden benuzte. Er Heß ven In Dresden angekommenen Exiplifchen-Gefandten . Biltiers rufen, md erklaͤrte ihm, wie er ſich ſehr gewundert habe, am Inge einer Schlacht Briedenda vorſchlaͤge zu Trhalten;‘ das Gickhabe ihm zwar Mittel an die Hand gegeben, die Untreue und Raͤu⸗ - "Yinalherei des Grafen Brühl zu beftrafen; er wolle _
jedoch aus Abſchen gegen. etüe ſolche Denkungsart
Reber die Güte erwaͤhlen; er Biete ‘Daher dem Könige
‚ won Polen zuni lezten Dale feine. Freuudſchaft an;
unuverbleunder vom Slaͤkke, und nie yerzweifelnd im - Mißgefchit würde er feine Forderungen weder era” Höhen noch erniedrigen; feine- Gegner dürften nicht erwarten, ‘daß er nut in dem unbedentendfien Punkte
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won: den Bedingungen der Hanndverſchen Konvention
| ‚abweichen werde. Villiers möchte dies alles dem Baͤchſiſchen Hofe und. den: kalſerlichen Miniſtern whbrilich berichten; „damit kein ferneres Hinderniß
den Frieden: verzögerte... Der Koͤnig An guſt, wels
cher feiner Laͤnder, feiner Einkünfte, feiner beſten Krüppen beraubt war, fahe eö ein, daß ihm keine beſſere Partei’ zur ergreifen frei und, als Bi ange⸗ botuen Frieden begierig anzunehmen. Er ſchrieb ſelber an die Kaiſerin Marie Thereſie, um fie zum Weitritt des Friedens zu. bewegen. Verſchiedne frame ende der Er ar * i
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i we, welchen der Prendkiä Bra hei.Ru . ſelsdorf den ftärkften Nachdruk gab, aufk, eifrigfie-
Marie, Thareſie rueiching ſich ehe Zandern, dieſem Anbringen nagtzugeben. Sie ſandie ihrem oberen Kanzler von Bomen, dem Grafen Harrach, WE
ſich zu Prag vefand, die nothigen Vollmachten suz
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Abſchließnng deßKFeiedenstraltates. Villiers alß Unperpändier, up, Horvach alt, Wenolmdbtigtn, Tangten hald in Direöpen en,.und betrieben, vom
Eriedrich's Gegenwart beſeelt, Ait.Weserhanklung ſbo ſchnell und aufrichtig, dep ber Criede ſchon zehe "age. nad) der eſſelsdorfer Schlacht hergeſtellt wor,
Das brauchte wicht uehr als 24 Stunder, um; alle Zwiſtigkeiten auszugleichen. ‚Der Berteg wurde
Im 25, December vom den Gächfifchen Miniſtern WBalow and Stuhenberg, vom. dem Preußifchen Nabinetsminiſter Podamils, um won Dem Faifew -
lichen geheimen Mathe Haxnrech :unterzeichuek
* Seatrer hatte, nach’ dem Uebermathe der Deftseicher "par Zeit des Gluͤko, geglaubt, Friedrich würde (sine
Borderungen bäber ſpaunen; er erfaunte.nicht wups _ nig, ihn nach dem Siege eben fo mäßig. nid vor dem⸗
B ſeiben zu ſinden, und er fonnse nicht umhin, Yen
Mbnige von Prenßen feine. Hochachtung uud Dank⸗
beaxkeit für eine ſo ſeltne Billigkeit, die das Geſchaͤtz
des Friedens erleichierte. und beſchleunigte, zu. beſes
gen. Die Hannbyerſche Konvention murde zus Geunde gelegt, der Breslauer Friede beſtaͤtigt, folge
Inh der Beſiz Schleſiens dem Prautiſchen Haufe von
sea weeſiden, angegen. Frichnich vie, Kaifery
wärbe |
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Per Bransens: I. wierkannse, Cam: Fa | WWeach, Seinem, Feiade Briedeich’s dem Darchmerih
"Sach eine kander zu geſtatten, eine Million Kriegs⸗
Eener zu bezahlen, die Stadt Fuͤr ſte uberg om.